Ausgerechnet!

30. Mai 2018 14:09; Akt: 30.05.2018 14:15 Print

Tesla im Autopilot-Modus kracht in Polizeiauto

In Kalifornien ist es erneut zu einem Verkehrsunfall mit einem Tesla-Fahrzeug des Typs Model S gekommen: Es stiess mit einem geparkten Polizeiauto zusammen.

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In Laguna Beach, Kalifornien, war ein Tesla im Autopilot-Modus unterwegs, als ... ... das Fahrzeug des Typus Model S in ein geparktes Fahrzeug krachte – ausgerechnet ein Polizeiauto. Der Fahrer des Teslas erlitt leichte Verletzungen. Bereits im Mai war in Utah ein Model S in mit einem stehenden Feuerwehrfahrzeug zusammengestossen, und auch ... ... im Januar gab es in Los Angeles einen Crash mit einem geparkten Feuerwehrfahrzeug. In der Schweiz kam es an Auffahrt zu einem tödlichen Zwischenfall mit einem Tesla: Vor dem Nordportal des Monte-Ceneri-Tunnels kollidierte ein 48-jähriger Fahrer aus Süddeutschland mit der Leitplanke. Danach ... ... überschlug sich der Wagen und ging in Flammen auf. Für den Fahrer des Autos kam jede Hilfe zu spät. Er verbannte in seinem Wagen. Es wird vermutet, dass das feuer wegen einer Überhitzung der Batterie ausgelöst worden sein könnte. Glimpflicher ging dieser Unfall aus der A13 bei Trimmis GR aus: Am 11. April verlor ein ausländischer Lastwagen zwei Räder verloren. Eines davon traf die Frontscheibe eines Teslas. Auf der Autobahn A3 zwischen Sargans und Walenstadt kam es im April 2017 zu einem weiteren Unfall mit einem Tesla. Dieser hatte beim Spurwechsel einen Bus gestreift und war dann in die Leitplanke gefahren. Ob der Autopilot an war, ist unklar. Der Tesla verlor dabei ein Rad. Im April war ein 46-jähriger Autofahrer auf dem Julierpass mit seinem Tesla verunfallt. Er hatte zu einem Überholmanöver angesetzt und in der darauf folgenden Rechtskurve die Kontrolle über das Elektroauto verloren.

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In Laguna Beach, Kalifornien, ist ein Tesla in ein stehendes Fahrzeug gekracht – der Tesla des Typs S krachte ausgerechnet in einen Polizeiwagen. Gemäss Polizei war der Fahrer, der leichte Verletzungen erlitt, im Autopilot-Modus unterwegs.

Der halbautomatische Fahrassistent des Elektroauto-Pioniers wird kritisch betrachtet, weil es immer wieder zu Unfällen gerade auch mit stehenden Objekten kommt: In Utah und in Kalifornien krachten Teslas des Typs Model S in parkierte Feuerwehrzeuge (siehe Bildstrecke).

Tesla: Hände gehören trotz Autopilot ans Steuer

Tesla schreibt in einer Mitteilung: «Wir machen Autofahrer fortlaufend darauf aufmerksam, dass sie auch bei Benutzung des Autopiloten dafür verantwortlich sind, ihre Hände am Steuer zu belassen und den Wagen zu jeder Zeit unter Kontrolle zu haben.»

Der Autopilot schütze das Auto nicht vor jeder Art von Unfällen. Bevor er in Betrieb genommen werden könne, müsse der Fahrer sich via einer Dialog-Box damit einverstanden erklären, dass er verstehe, dass «der Autopilot für die Fahrt auf Autobahnen mit Leitplanken und klaren Markierungen konstruiert ist.»

Tödlicher Unfall im Tessin: Ursache noch unklar

Unlängst machte ein tödlicher Unfall auf der A2 im Tessin Schlagzeilen, als ein deutscher Lenker sich mit seinem Tesla überschlug und der Wagen komplett ausbrannte.

Es wurde vermutet, dass ein überhitzter Akku Ursache für den heftigen Brand war: Der schwere Aufprall beim Unfall habe möglicherweise beim Lithium-Ionen-Akku im Elektrowagen ein Phänomen namens «thermal runaway» ausgelöst, schrieb die Feuerwehr von Bellinzona damals. Dabei kommt es zu einem plötzlichen und unaufhaltsamen Temperaturanstieg in der Batterie.

Ein Sprecher der Kantonspolizei Tessin relativierte später aber: «Zur Zeit deutet nichts darauf hin, dass die Batterie die Ursache für den Brand war.» Die Ursache sei noch immer Gegenstand der Recherchen der Spurensicherung.

(gux)