Kälterekord in Nordamerika

29. Dezember 2017 03:33; Akt: 29.12.2017 05:58 Print

Trump lästert über globale Erwärmung

In Kanada und Teilen der USA sinkt das Thermometer auf bis zu -40 Grad. Eine Gefahr für Mensch und Tier. Für Donald Trump Gelegenheit, über den Klimawandel zu lachen.

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Bittere Kälte haben am Donnerstag Kanada und weite Teile der USA im Griff gehalten. Im kanadischen Geraldton wurden minus 40 Grad gemessen, im US-Bundesstaat New Hampshire wurde ein Kälterekord von minus 35 Grad erreicht. Die kanadischen Gesundheitsbehörden warnten vor den Gefahren: Ab minus 35 Grad drohten binnen zehn Minuten Erfrierungen an nicht bedeckter Haut.

US-Präsident Donald Trump machte sich angesichts des massiven Kälteinbruchs über die globale Erwärmung lustig. Auf Twitter schrieb er: «Im Osten könnte es der kälteste Silvesterabend werden, der jemals registriert wurde.»

«Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, zum Schutz gegen den unser Land, aber nicht andere Länder, Billionen von Dollar zahlen sollten. Zieht euch schön warm an!»

«Zieht euch schön warm an!»: Donald Trump verlässt den Golfclub in West Palm Beach in Florida. (28. Dezember 2017) (Keystone/Greg Lovett)

Mit seinem Hinweis auf die Billionen Dollar bezog sich Trump offensichtlich auf den Pariser Klimavertrag. Die USA hatten ihn unter Präsident Barack Obama unterzeichnet, aber Trump den Ausstieg daraus angekündigt.

Hund auf Veranda erfroren

In New York müssen sich die Menschen bei der traditionellen Silvesterfeier auf dem Times Square Meteorologen zufolge auf die niedrigsten Temperaturen zur Jahreswende seit etwa einem halben Jahrhundert einrichten.

Während der Kältewelle im Südosten der USA ist auch ein Hund erfroren auf einer Veranda gefunden worden. Ein zweiter Hund wurde zitternd im Inneren des Hauses entdeckt, wie Megan Brown, die in Toledo Verletzungen von Tierrechten untersucht, der Zeitung «The Blade» am Donnerstag sagte. Die Temperaturen in der Stadt im US-Staat Ohio lagen bei bis zu minus elf Grad.

Der Besitzer der Hunde gab an, für die Tiere gesorgt zu haben, obwohl er sich an einem anderen Ort aufhielt. Wie einer der Hunde ins Freie gekommen sei, könne er nicht erklären, so der Mann.

(roy/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Flørigni am 29.12.2017 03:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlaues Präsidentchen

    Da hat wohl jemand in der Schule nicht aufgepasst als der Unterschied zwischen Klima und Tageswetter erklärt wurde. Das ist aber auch schwer, wenn man immer sein Spiegelbild im Fenster betrachten muss.

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  • Rolf am 29.12.2017 04:09 Report Diesen Beitrag melden

    Buschbrände

    ob die zehntausende Kalifornier, die wegen der Hitze und Trockenheit flüchten mussten, auch mitlachen können?

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  • @li am 29.12.2017 03:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Karma existiert

    Viel Spass mit den ganzen vermehrten Tornados in den USA :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Konrad am 30.12.2017 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Nachhaltigkeit

    Was für eine tolle Welt wäre es, wenn sich all diejenigen die sich um den Planeten fürchten, sich auch für den Schöpfer unseres Planeten interessieren würden? Dann wäre Gott, Mensch und Natur wieder in einem nachhaltigen Gleichgewicht.

  • Christoph friburgo am 30.12.2017 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn nur des momentane Empfinden zählt

    Behauptet er auch, dass die Sonne sich um die Erde dreht und letztere flach ist?

  • Hirnungewaschen am 30.12.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ok. Aber Frage:

    Hier wird diskutiert, dass der Mensch den natürlichen Klimawandel beschleunigt. Kann mir bitte mal jemand erklären, über welchen Zeitraum sich solche Klimawandel denn klassischerweise erstrecken...ohne fleischfressende Menschen und furzende Kühe? Und anhand welcher Kriterien ist das bestimmbar?

    • Stefan am 30.12.2017 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hirnungewaschen

      Solch starke Temperaturschwankungen wie in den letzten 100 Jahren, finden normalerweise über einem Zeitraum von 10'000en Jahren statt. Nachweisen kann man dies mit Eisbohrungen und Bodenproben. Auf der Wikipediaseite "Klimageschichte" existiert ein Graph (Temperatur des Planeten Erde), welcher zeigt, wie unnatürlich und alamierend der momentane Temperaturanstieg ist. Dieser basiert auf empirischen Messungen und daraus resultierenden Prognosen, welche in der Regel eine genauigkeit von mindestens 99.5% haben. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

    • Animal am 30.12.2017 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hirnungewaschen

      Abgesehen von Fleisch fressenden Menschen und furzenden Kühen werden massiv viele verschieden fossile Brennstoffe von vorher unter der Erde zu nachher in unsere Atmosphäre umgesetzt. Die Folgen sind weitreichend bekannt und in den Kommentarspalten zwischen Trumpbeführwortern und gottesfürchtigen Abtreibungsgegnern benannt und aufgezählt. Zum Schluss hilft Wikipedia. Youtube etwas weniger, da es zu viele Scharlatane anzieht und es eine gewisse Vorbildung bedarf diese zu erkennen.

    • Impatiens noli-tangere am 30.12.2017 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hirnungewaschen

      Start und Ende solcher Veränderungen sind nicht klar setzbar, da schon das Wort Wandel so etwas ausschliesst. Mit Eiskernbohrungen und Dendrochronologie lassen sich ziemlich genaue Abbilder der Vergangenheit erstellen. Diese Ergebnisse kann man mit denen der letzten 150 Jahre vergleichen. Danach sieht man ob etwas schneller oder langsamer geht als sonst.

    • Raggii am 30.12.2017 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hirnungewaschen

      Zitat aus Wikipedia: So erwärmte sich die Erde beim Übergang von Eiszeit in eine Zwischeneiszeit binnen ca. 10.000 Jahren etwa um 4 bis 5 °C. Bei der menschengemachten globalen Erwärmung wird jedoch eine Temperaturerhöhung von 4 bis 5 °C binnen 100 Jahren erwartet; die Erwärmungsgeschwindigkeit ist also etwa 100 mal größer als bei historischen natürlichen Klimaveränderungen.

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  • Vujo am 30.12.2017 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pause der Erwärmung

    Seit 1998 ist sich die Durchschnittstemperatur nicht mehr gestiegen.

    • Beobachter am 30.12.2017 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vujo

      Und in Kanada haben wir minus 50 Grad!

    • Impatiens noli-tangere am 30.12.2017 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vujo

      Welche Pause? Die Temperatur ist doch ständig gestiegen, wenn auch nicht so sehr wie gedacht, was aber nachweislich an falschen Annahmen bezüglich der Messtechnik gelegen hat. Ein Grossteil der Messungen stammt von Schiffen, welche noch mit alten Messeinrichtungen ausgestattet und daher sehr ungenau waren. Dieser Fehler wurde aber bereits 2015 erkannt und korrigiert. Das korrigierte Ergebnis ist merklich höher und nur noch ein wenig tiefer als der prognostizierte Wert.

    • Impatiens noli-tangere am 30.12.2017 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beobachter

      Die Luftströme auf unserem Planeten sind sehr komplex. So haben Grossereignisse wie el Niño Einfluss auf das Globale Temperaturgefüge, auch eine erhöte Konzentration von Russpartikeln (Brände) beeinflussen die Temperatur. Schlussendlich sind die fallenden Temperaturen doch das Ergebniss der Erderwärmung, nur ist dies auf den ersten Blick nicht für jeden sichtbar.

    • BK11215 am 30.12.2017 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vujo

      Inkorrekt.

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  • Motzy am 30.12.2017 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MotzMotz

    passt eigentlich ganz gut...eher berichtet man über frierende hunde auf der veranda als über frierende obdachlose von welchen es tausende in Amerika gibt...die frieren ja nicht -.- die hunde von den obdachlosen ...nein tun sie nicht niet

    • Raggii am 30.12.2017 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motzy

      Nun ja mit Trumps Fürsorge gibt es nächstes Jahr vielleicht wirklich keine Obdachlosen mehr.

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