Gefährliche Gifte

27. November 2015 10:28; Akt: 27.11.2015 16:10 Print

US-Hanf ist schwer mit Pestiziden belastet

Wer kontrolliert im US-Staat Colorado, ob legal gekauftes Cannabis frei von gefährlichen Pestiziden ist? Eine CNN-Recherche zeigt: niemand.

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In Marihuana-Produkten, die im US-Bundesstaat Colorado legal über die Theke gehen, sind sehr hohe Werte eines gefährlichen Pestizids entdeckt worden. Laut einem Bericht des Nachrichtensenders CNN enthält ein Hanf-Konzentrat, das in den Hasch-Läden von Colorados Hauptstadt Denver verkauft wird, das Inzektizid Imidacloprid – eine Substanz, die dem menschlichen Nervensystem schadet.

Vor einigen Wochen waren zwei Klagen bei der Marijuana Enforcement Division (MED) eingegangen. Es stellte sich heraus, dass diverse Hanfartikel mit dem Pestizid Myclobutanil besprüht worden waren. Myclobutanil ist zwar für den Menschen ungefährlich, doch beim Verbrennen entsteht die hochgiftige Blausäure. Darum darf auch Tabak nicht mit Myclobutanil besprüht werden. Die US-Behörde nahm die beanstandeten Produkte unverzüglich aus dem Handel.

Ein Reporterteam von CNN aber blieb dran und wollte wissen, ob noch andere Giftstoffe im Cannabis enthalten sind. Labortests zeigten: Von den sechs getesteten Produkten – von Marihuana bis zu Cannabiskeksen – wurde das gefährliche Imidacloprid bei einem Hanfkonzentrat entdeckt.

Die Verantwortung liegt beim Ladenbesitzer

Bei der Recherche des Nachrichtensenders kam jedoch ein weiterer Aspekt ans Licht: Anders als bei anderen Nutzpflanzen werden Hanfprodukte in Colorado nicht auf Pestizidrückstände getestet. Wie Fox News berichtet, werden weder die Plantagen noch die Endprodukte kontrolliert.

«Colorado und andere US-Staaten, die Cannabis legal verkaufen, befassen sich erst jetzt mit der Problematik der Pestizidkontrolle», schreibt die «Huffington Post». Während es bei Früchten oder Gemüsearten selbstverständlich ist, dass bei zu hohen Werten eines unerlaubten Mittels die Ware aus dem Verkauf genommen wird, überlassen die Behörden den Cannabis-Läden diese Entscheidung.

Nachdem die CNN-Reporter ihren Bericht am Mittwoch veröffentlicht hatten, nahmen Cannabis-Läden in Denver 2362 Produkte aus dem Handel.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • biogrower am 27.11.2015 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da lob' ich.....

    .......mir doch meinen Bio-Outdoorhanf. Der hatte vier Wachstumshilfen: Sonne, genügend Wasser, Wind für die starken Äste und Liebe........gaaaaanz viel Liebe. ;)

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  • MTO am 27.11.2015 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Amis

    Der Mensch konsumiert das Produkt und sollte auch in Amerika unter das Lebensmittelgesetz gestellt werden. Aber in Amerika braucht es erst eine Klage bevor etwas geändert wird. Wenn aber ein anderes Land geliefert hätte, dann hätte die Justiz schon lange eine Millionenklage gemacht!

  • Ralph am 27.11.2015 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut

    Habe ich mir schon gedacht, dass es so endet. Bedenklich ist auch, dass es schon Grosskonzerne gibt, die kleine Läden aufkaufen, zu Aktiengesellschaften werden etc. Somit wird es enden wie bei den anderen Branchen, wo schlussendlich immer der Kunde den Kürzeren zieht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • §§§ am 28.11.2015 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben hier doch so viel Schnee

    Jetzt mal echt - wer interessiert sich in der Schweiz für die Qualität von amerikanischem Hanf.

  • Sabi am 28.11.2015 01:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    10000 Stellen

    Und der Tourismus noch nicht mal mit eingerechnet. Mitten in Europa wären wir das Paradis für Kiffer-Touristen. Legalisierung hat nur Vorteile, dazu noch leicht besteuern und schon hat man auch noch Mehreinnahmen. Nebenbei macht man der mafiösen Szene den gar aus, zumindest beim Gras, und man kann Qualitätsstandards setzen um kiffen noch sicherer zu machen.

  • Marie&Jana am 28.11.2015 00:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eure AHV

    700 Tonnen werden jährlich in der Schweiz verraucht. Sagen wir CHF2 Steuer pro gramm: 1000g = Chf2'000 1'000'000g = Chf2'000'000 700'000'000g = Chf1'400'000'000

    • Mark am 30.11.2015 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Besteuerung

      Gute Idee wenn von den Steuereinnahmen Aufklärungsprogrammen zum Schutz von Jugendlichen finanziert werden.

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  • Idiotenkönig am 28.11.2015 00:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld befiehlt euch

    Glaubt ihr wirklich wen Cannabis legalisiert wird, wird es gesünder? Ne schon klar, genau wie beim Taback, Alkohol, Süssgetränke, Essen oder unsere Umwelt. dan geht es leider blos noch um profit und Massenproduktion.

    • Thomas am 28.11.2015 06:37 Report Diesen Beitrag melden

      Man könnte, will aber anscheinend nicht

      Wer hat denn was von Gesünder gesagt, an sich ist nichts Giftig, die Dosis macht das Gift! Es würde darum gehen dass der Staat massiv davon profitieren könnte auf verschiedenen Ebenen. Alkohol ist ja schliesslich auch legal, dessen Langzeitschäden sind ebenso kosten verursachend. Nur scheint das keinen zu stören, oder man schaut halt lieber weg und wills nicht wahrhaben. Was kostet den ein halbes oder ganzes Jahr Vollzeit Therapie bei Alkoholkranken Personen? Dazu birgt der Alkohol ein bedenkliches Aggressions-Potential, welches beim Cannabis schlichtweg nicht vorhanden ist.

    • Mark am 28.11.2015 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Legalize & Control It

      Ja das glauben wir. Giftig ist nicht das Gras an sich, sondern die verwendeten Dünger, die Unreinheiten, das Parfüm, chemische Zusätze, usw. Ist es legal, gibt es vielleicht mal "Bio" Hanf, wie z.B. Zigaretten ohne Zusatzstoffe. Selbst anbauen konnte ich nicht, weil mir die Polizei die Samen genommen hatte. Legalisiert den Anbau und Konsum und schützt endlich eure kiffenden Bürger vor dem stark verunreinigten Gras!

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  • Martin am 28.11.2015 00:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja rauche jetzt in diesem moment.. tataaa

    mein eigenes superfeines 100% bio outdoorgras der südamerikanischen sativa ursorte "acapulco gold" einfach herrlich das uplifting high. Da würden die raucher von diesem überzüchteten indoor fuzzygras aber mächtig staunen und endlich wissen was es heisst high zu sein. Darum: Baut wenn immer möglich euer eigenes gras an. Sativa Sorten machen high, indica stoned (empfehle klar sativa). Schaut für gute samen und erde und vergesst jeglichen dünger und andere mittelchen usw. Falls das nicht geht, sucht nach einer wirklich seriösen outdoor quelle.