Kate Spade

06. Juni 2018 13:03; Akt: 06.06.2018 14:21 Print

Die «Sex and the City»-Designerin ist tot

Ihre Handtaschen wurden durch «Sex and the City» berühmt, ihre Mode galt als Inbegriff der New Yorker Ästhetik. Jetzt ist Designerin Kate Spade tot.

Stars trauern um die verstorbene Designerin Kate Spade.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die prominente US-Modedesignerin Kate Spade ist im Alter von nur 55 Jahren in New York verstorben. Sie habe sich in ihrer Wohnung an der Park Avenue in New York das Leben genommen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag (Ortszeit). Sie habe einen Abschiedsbrief hinterlassen. Spade wurde vor allem durch ihre Handtaschen berühmt, die zur Ausstattung der Kultserie «Sex and the City» gehörten.

Für ihre Fans war Kate Spades Mode der Inbegriff der New Yorker Ästhetik – elegant, aber nicht aufdringlich. Die frühere Journalistin kombinierte in ihrer 1993 gestarteten Modelinie heitere Farben und Muster mit schlichten Schnitten und fand mit ihren Schöpfungen viel Anklang bei beruflich erfolgreichen Frauen.

Modewelt reagiert mit Bestürzung

Spades Angehörige sprachen von einer «Tragödie» und baten um Respekt für ihre Privatsphäre. Die Designerin hinterlässt einen Ehemann und eine Tochter im Teenager-Alter.

US-Mode-Designerin Kate Spade nahm sich das Leben

Prominente in den USA und die Modewelt reagierten bestürzt auf den Tod der erfolgreichen Designerin.

Diane von Fürstenberg, die Präsidentin des US-Modebranchen-Verbands CFDA, würdigte Spades wegweisende Arbeit: «Sie hatte einen unschätzbaren Einfluss auf die Mode in Amerika und auf das Image amerikanischer Modeaccessoires in der Welt.»

Ihre Modekette hatte sie verkauft

Bereits drei Jahre nach der Gründung eröffnete Kate Spades Label eine grosse eigene Boutique in New Yorks Modeviertel Soho. Ihr Stil war so sehr mit der Stadt verbunden, dass sie ihre Firma schliesslich «Kate Spade New York» nannte. Weltweit betrieb das Unternehmen zuletzt rund 300 Läden, der Umsatz lag 2016 bei 1,38 Milliarden Dollar (1,18 Milliarden Euro).

In der Firma, die ihren Namen trug, hatte Spade allerdings schon seit Jahren keine Verantwortung mehr. Bereits 1999 hatte sie für 34 Millionen Dollar eine Mehrheit an eine Kaufhauskette veräussert, vor rund zehn Jahren verkaufte sie dann den Rest für 59 Millionen Dollar. Später gründete sie eine neue Modelinie mit dem Namen Frances Valentine.

Kate Spades berühmteste Kreation war die Handtasche «Sam» - ein schlichtes schwarzes rechteckiges Stück. Erst in diesem Jahr kam es in neuen Farben wieder auf den Markt. Das heutige Management von Kate Spade würdigte die Gründerin nach der Todesnachricht als «Visionärin». «Wir zollen ihr Respekt für all die Schönheit, die sie in die Welt gebracht hat.»

Es gibt Hilfe

US-Prominente wiesen in ihren Reaktionen auf Spades Tod auch auf die Wichtigkeit der Suizid-Prävention hin. Präsidententochter Ivanka Trump schrieb: «Der tragische Tod von Kate Spade ruft uns schmerzhaft ins Bewusstsein, dass wir niemals wirklich vom Schmerz oder den Lasten anderer wissen. Wenn Sie mit Depression kämpfen und über Suizid nachdenken, nehmen Sie bitte Hilfe in Anspruch.»

Der New Yorker Psychiater Robert Dicker wies im Gespräch mit AFP darauf hin, dass Berichte über die Selbsttötung von Prominenten oft eine Erhöhung der Suizid-Versuche anderer nach sich zögen. «Wir wollen jedem klar machen, dass es Hilfe gibt», sagte der Vize-Direktor des Zucker-Hillside-Krankenhauses.
pw/ju

(jdr/afp)