Böser Sohn

09. November 2012 18:44; Akt: 09.11.2012 19:38 Print

Und alles Geld war weg

Das Geld, das seine Eltern mühsam gespart hatten, gab ein neunjähriger Junge in der Ukraine für Süssigkeiten aus. Kein Problem, denken Sie? Immerhin geht es um fast 4000 Dollar.

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Das ersparte Geld der Eltern hat ein Neunjähriger in Süssigkeiten investiert. (Symbolbild: Colourbox)

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Kinder kommen oft auf dumme Ideen. Manchmal können die Eltern am Schluss darüber lachen, manchmal aber hat das Benehmen des unartigen Sprösslings böse Folgen. In der Ukraine kann sich eine Familie derzeit wenig über den Spitzbubenstreich ihres neun Jahre alten Sohnes freuen: Der Junge hat sie in den Ruin getrieben.

Die Eltern aus der Stadt Konotop hatten in den letzten Jahren mühsam etwa 3900 Dollar zusammengespart, 3300 in Dollarscheinen, dazu noch 500 Euro. Der Bank traute der Vater offenbar nicht, er legte lieber sein Erspartes unter sein Sofakissen. Das entdeckte bald sein Sohn.

Mit etwas Hilfe eines Verwandten

Der Bub begann in den letzten Wochen regelmässig Note für Note aus dem heimlichen Versteck zu entwenden. Doch mit den Dollar- und Euroscheinen konnte das Kind nicht viel anfangen. Also fragte er einen Verwandten. Der geistig behinderte Onkel zeigte sich sofort willig zu helfen. Er wechselte am Bankschalter die ausländischen Noten in ukrainische Hrywnjas. Von seinem Neffen erhielt er eine kleine Kommision dafür.

Mit dem Geld kaufte der Junge tonnenweise Süssigkeiten. Er habe zeitweise so viel in seinem Rucksack gehabt, dass er es nicht mehr selber essen konnte, erzählte die Polizeisprecherin Tatyana Kushnerova gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Der Junge begann die Pralinen und Bombons unter seinen Schulkameraden zu verteilen.

Der Bubenstreich flog auf, als eines Abends der Vater seine Ersparnisse kontrollierte – und nichts mehr fand. Er erstattete Anzeige bei der Polizei, doch da war nichts mehr zu machen. Alles Geld war weg.

(kle)