14-jähriges Mädchen ermordet

08. Juni 2018 12:49; Akt: 08.06.2018 13:30 Print

Verdächtiger im Fall Susanna im Irak gefasst

Ein 14-jähriges Mädchen wurde in Wiesbaden vergewaltigt und ermordet. Jetzt konnte der Verdächtige im Nordirak festgenommen werden.

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Ali B. soll den Mord an der 14-jährigen Susanna F. gestanden haben: Sicherheitskräfte bringen den Iraker zu einem Helikopter, mit dem er ins Gefängnis geflogen wird. (10. Juni 2018) Der im Mordfall Susanna gesuchte 20-jährige Verdächtige wurde in der Nacht auf Freitag gefasst. Er setzte sich zuvor in den Irak ab. Mitglieder des Sondereinsatzkommandos mit dem Tatverdächtigen Ali B. vor der Befragung in Wiesbaden. (9. Juni 2018) Der 20-Jährige Iraker wurde am Sonntag in Wiesbaden dem Haftrichter vorgeführt. Ali B. wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna F. aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben. Am Mittwoch wurde die Leiche des 14-jährigen Mädchens gefunden. Sie wurde durch «Gewalteinwirkung auf den Hals» getötet. Die Afd hielt im Bundestag eine Schweigeminute für die getötete Susanna ab. Kritiker werfen der Partei vor, das Opfer politisch zu instrumentalisieren. (8. Juni 2018) Der Mord habe sie tief erschüttert, sagte die Kanzlerin am Samstag am Rande des G7-Gipfels in Kanada. In Deutschland schlägt der Fall hohe Wellen: Im Gedenken an das Mordopfer Susanna legen Menschen in Wiesbaden Blumen, Fotos und persönliche Botschaften nieder. Kerzen, eine Engelsfigur und persönliche Trauerbekundungen liegen in der Nähe des Leichenfundortes von Susanna F. Dieter Romann, Chef der deutschen Bundespolizei, im Gespräch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer im Mai 2018. Romann war beim Flug des Tatverdächtigen von Erbil nach Frankfurt dabei und lobte die Zusammenarbeit mit den kurdischen Sicherheitsbehörden.

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Der im Mordfall Susanna gesuchte 20-jährige Verdächtige ist gefasst. Der mit seiner Familie aus Deutschland geflohene Ali B. sei in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitsbehörden im Nordirak auf Bitten der Bundespolizei festgenommen worden, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Innenministerkonferenz in Quedlinburg. Er lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit der kurdischen Behörden mit der Bundespolizei.

B. wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben. Das Mädchen wurde vor mehr als zwei Wochen vermisst gemeldet und am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden. Die DNA-Analyse der in einem schwer zugänglichen Gelände bei Wiesbaden-Erbenheim gefundenen Leiche ergab laut Staatsanwaltschaft Wiesbaden «zweifelsfrei», dass es sich um die vermisste Susanna handelt. Sie sei durch «Gewalteinwirkung auf den Hals» getötet worden.

Andere Namen benutzt

Ein im Zusammenhang mit der Tat zunächst ebenfalls festgenommener 35-jähriger Türke wurde am Donnerstagabend wieder freigelassen.

B. war Anfang Juni mit seiner Familie von Düsseldorf aus über die Türkei in den Nordirak geflohen. Bei der Kontrolle in Düsseldorf legten die acht Familienmitglieder laut Bundespolizei irakische Ersatzdokumente sowie deutsche Aufenthaltsgestattungen vor.

Ein Abgleich der Daten auf Pässen und Flugtickets fand nicht statt. Die Bundespolizei erklärte dazu, dass dies derzeit rechtlich nicht möglich sei. Auf den Tickets nutzte die Familie andere Namen als auf ihren offiziellen Dokumenten.

(fur/afp)