Flugzeugcrash in Moskau

13. Februar 2018 17:14; Akt: 14.02.2018 10:50 Print

Vereiste Sensoren offenbar Grund für Absturz

Am Sonntag stürzte in Moskau ein Passagierflugzeug mit 71 Personen ab. Nach Angaben russischer Experten könnte ein vereister Geschwindigkeitsmesser der Grund dafür sein.

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Bei der Absturzstelle wird nach Wrackteilen gesucht. Beim Absturz der Maschine bei Moskau kam auch ein Schweizer ums Leben. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Der Schweizer aus Schaffhausen war in Russland auf Geschäftsreise. (Foto: Facebook) Bundesrat Ignazio Cassis sprach den Angehörigen sein Beileid aus. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Die Antonow An-148 war am 11. Februar 2018 abgestürzt. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Beim Absturz ging sie in Flammen auf. (Bild: Life.ru via AP) Die Antonow verschwand wenige Minuten nach dem Start vom Radar. (Bild: Life.ru via AP) Rund 40 Kilometer von Moskau entfernt crashte die Maschine auf offenes Feld. Die Trümmerteile sind weitherum verstreut. (Bild: Life.ru via AP) Beim Absturz sind alle 71 Menschen an Bord gestorben. (Bild: Screenshot life.ru) Beim Flugzeug handelte es sich um eine Antonow An-148 der Fluggesellschaft Saratow. (Bild: Wikipedia/Alex Snow/CC BY-SA 4.0) Laut der Nachrichtenagentur Interfax befanden sich Wrackteile noch in einiger Entfernung von der Absturzstelle. (Bild: Keystone/Russian Ministry for Emergency Situations) Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo berichteten von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gestürzt sei: Rettungskräfte bei der Absturzstelle. (Bild: AFP/Dmitry Serebryakov) Über die Unglücksursache herrscht zurzeit noch Unklarheit. (Bild: Keystone/Nikolay Koreshkov) Die Maschine war am Flughafen Domodedovo in Moskau gestartet und wollte nach Orsk fliegen. (Bild: Screenshot Flightradar) Die Antonow war sieben Jahre alt. Beim Start herrschte schlechte Sicht. (Bild: Keystone/Anatoly Maltsev) Trauer am Moskauer Flughafen Domodedowo. Die Behörden richteten ein Krisenzentrum ein. (Bild: Orsk.ru via AP Trümmerteile der abgestürzten Maschine. (Bild: AFP/Vasily Maximov) Ein weiteres Wrackteil, das im Schnee liegt. (Bild: AFP/Vasily Maximov)

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Vereiste Geschwindigkeitsmesser könnten nach Angaben russischer Experten zum Absturz der russischen Passagiermaschine am vergangenen Sonntag geführt haben. Ein Faktor könnten «falsche Daten über die Fluggeschwindigkeit» sein, die wahrscheinlich mit den gefrorenen Pitot-Sonden zusammenhingen, erklärte das für die Untersuchung von Flugunglücken zuständige russische Luftfahrtkomitee am Dienstag. Demnach war das Heizsystem der Sonden ausgeschaltet.

Die Antonow An-148 der russischen Fluggesellschaft Saratow Airlines war am Sonntag auf dem Weg zur Ural-Stadt Orsk kurz nach dem Start in Moskau im 70 Kilometer entfernten Bezirk Ramenski in ein schneebedecktes Gebiet gestürzt. Alle 65 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord kamen dabei ums Leben.

Zu dem Befund kam das Luftfahrtkomitee nach eigenen Angaben nach einer ersten Auswertung des Flugdatenschreibers. Der zweite Flugschreiber mit den Cockpit-Gesprächen muss demnach noch analysiert werden.

Vereiste Pitot-Sonden sollen auch zum Absturz einer Air-France-Maschine im Jahr 2009 über dem Atlantik beigetragen haben. Sie ermöglichen den Piloten die Kontrolle der Fluggeschwindigkeit ihrer Maschine – ein wichtiges Element, um das Gleichgewicht der Maschine stabil zu halten.

(fur/sda)