Ticker vom Ticker

18. Dezember 2012 19:25; Akt: 18.12.2012 22:20 Print

Vom Streetparade-Asi zur Kinderkot-MMS

Bei der Vorstellung des Buches «Live-Ticker» im Zürcher Kaufleuten zeigten neun Autoren, dass Literatur im Minutentakt verdammt viel Spass machen kann. Lesen Sie hier das Protokoll eines kurzweiligen Abends.

Der Live-Ticker der Premiere von «Live-Ticker»
automatisches Update
Es tickert für Sie:
David Cappellini und Philipp Dahm
22:12
0
Soooo, Dappellini (oder Cahm) müssen zeitig ihre Sachen packen und das Feld räumen. Das Problem ist, dass die Vorleser sich nun unter das Volk der Banalos mischen. Sie könenn dann auch nachvollziehen, was über sie geschrieben wurde. Sie werden verstehen, dass wir uns deshalb an dieser Stelle verabschieden müssen, nachdem wir noch erwähnen, wie souverän Moderator Dominic Deville durch den Abend geführt hat. Wir danken für das Interesse und wünschen Ihnen einen angenehmen Abend
22:10
0
Und Halter:? "Da muesi vilich chli ushole.. Soeben die Fähigkeit entdeckt, rückwärts zu leben. Pause. Aufbau einer peinlichen Stille. Fötus-Position. Entschwinden in den Mutterleib. Entschwinden in den Kosmos. Eins werden mit dem Kosmos. Im Untergang aufgehen, im Untergang entstehen lassen, im Untergang das Licht sehen, in der Erleuchtung, die Dunkelheit, das Licht erkennen. Selbstbeherrschung verlieren, Liebe entgegen nehmen, am Bühnenrand stehen, kippen, in die Dunkelheit." Und er lässt sich von der Bühne plumpsen.
22:02
0
Der Moderator fragt nach dem letzten Tickersatz, falls die Apokalypse am 21sten doch eintreten würde (was sie selbstverständlich nicht tun wird. Ryser meint: "Fuck, wieso spülst du das Koks das WC runter?"
22:02
0
Wogen der Menschlichkeit erfassen die Zuschauer, als Halter endet. Ein geschwungener Vortrag, wenn nicht geschweift. Ein Mentos im Maul des Mundgeruchs. Auch Dahm schweift zum Ende der Veranstaltung aus, wenn nicht über.
22:01
0
Und Halter brilliert weiter. Nimmt die galoppierende Biederkeit aufs Korn. Oder, um bei Klitschko zu bleiben: Wie die Faust aufs Auge.
22:01
0
Klitschko ist einer von uns. So wie Gölä! Er wischt mit dem Hausmeister den Schweiss auf. Klitschko. Nicht der ehrliche Büezer.
21:59
0
Menschheit, du kleine Nutte der Atombombe. Dieses Zitat sollten Sie sich merken.
22:00
0
Und drum zurück zur Mütze: Chapeau, Halter.
21:58
0
Lyrik zwischen Plastikbierbecher und Wurst-Senf. So schööööööööön!
21:57
0
"Ich glaube, Mike Tyson ist einfach ein trauriger Mensch", liest Halter. Wie immer mit Mütze.
21:57
0
Halter liest nur Ausschnitte, was seiner Lesegschwindigkeit entgegen kommt. Es geht um einen Klitschko-Kampf in Bern.
21:56
0
Nun Halter, der sich selber als Sympathieträger ankündigt, mit "Der Tanz um eine verlorene Mitte."
21:53
0
Martin Bäumer fand Rysers Text wohl nicht sooooo gut. Er ist offenbar recht enttäuscht vom Kollegen. Gut gemacht, Vorleser. Ah, Ryser gesteht, dass es sich um eine Verschwörung von Constantin Seibts Gnaden handelt. War ja klar!
21:51
0
Herrlich! Star. Anwalt. Verfügung. Die Passage mit dem Freundin die Nase gebrochen musst du streichen.
21:51
0
Kleine Anekdote: Bei Worten wie "Eisenpimmel" wird an Lesungen immer am lautesten gelacht. Nun Brücke zu Goethe.
21:50
0
Ryser nimmt jede Menge Stars, Sternchen, Manager und Medienleute aufs Korn. Super! Und die Ticker-Sklaven hier können Ihnen sagen: Es ist genau so hinterf*****, wie hier beschrieben.
21:47
0
Wir erfahren: Ryser war der Letzte, der seinen Text eingereicht hat. Und mag Bäumle tatsächlich nicht.
21:49
0
Sein Name wurde aber nicht genannt. Echt nicht!
21:49
0
Ein Rapper!
21:46
0
Kiffen ist poulistisch, findet der Manager eines Popstars. Und dessen Name wurde geschwärzt. Uuuuuh, dürfen wir raten, wer geklagt hat?
21:46
0
Oho. Martin Bäumle sei eine "Agglo-Wurst". Liest Ryser.
21:45
0
Ryser erinnert lesetechnisch ein wenig an Matthias Hüppi.
21:43
0
Jürg Halter sagt mit Verve, dass zu einem guten Tag ein Drive-By gehört. Anschliessend werden Berner gedisst.
21:41
0
Rippmann outet sich als Filmfan und gesteht, einige Zitate eingebaut zu haben. Nicht dabei war: Geht weiter! Lasst mich hier liegen!!!!
21:39
0
Mit seinem Bonmot Exmaktrikuliert hat sich Rippmann in Dahms Herz eingeschrieben. Dem Mann muss das Lebensdiplom verliehen werden! Wäre er der letzte Leser, müsste man von einem Spitzenabschluss sprechen. Muhahaha.
21:35
0
Rippmann nimmt die Uni-Administration schwer unter Beschuss. Gut so! Bitterböse rechnet er mit den Sekretariatsbrezeln und Vorschiften-Trägern ab. Ja, Till! Gibs ihnen!
21:36
0
Auszug aus Rippmanns Text: "Dann mache ich halt eine Flasche Wein auf. Am besten gleich mit einem Wasserglas, das geht schneller".
21:33
0
Wir kommen zum Alltag: Der Lenker vor dem Vorleser kommt aus dem Aargau.
21:32
0
Dekanate, Fakultäten und dennoch Licht am Ende des Tunnels. Geht es wirklich ums Studieren?
21:24
0
Verzweiflung schon am Studienanfang. Zitat: Ich bin Luzifers Fickstück.
21:32
0
Rippmann beginnt. Es geht um die Uni und administrative Prozesse. Wir fragen uns: Will Mörgeli eigentlich noch immer Rektor werden? Oder kümmert er sich nur noch um sein Haustier?
21:28
0
Cappellini empfiehlt indes auch Halters musikalisches Schaffen. Der Song "Amok 2012" von Halter alias Kutti MC gehört zu seinen Lieblingen des Jahres.
21:27
0
Halter ist sehr "empfindlich, was Moderatoren angeht". Diese seien immer auf Konflikt aus. Der Moderator bestätigt die These.
21:27
0
Nun kommt das letzte Trio auf die Bühne: Jürg Halter, Daniel Ryser und Till Rippmann.
21:20
0
Nun hat er fertig. Der von ihm beschriebene Krankenhausaufenthalt seiner "F.", also Freundin, geschah übrigens aufgrund einer Nackenstarre. Die Protagonisten bestehen derweil allesamt darauf, dass ihre Geschichten komplett wahr seien.
21:22
0
Witschi ist witzig! Bekommen Sie es mal hin, von extrem Schwangeren Frauen zu Zen zu kommen!
21:18
0
Witschi rettet eine Gehhilfen-Oma, die sich in der Dehtür verfangen hat. Dahm findets langsam sexistisch. Jetzt erntet Witschi Lacher für das Vorlsen einer fiktiven SMS, über die sich zwei Männer lustig machen. Jetzt wirds spassig!
21:20
0
WItschis Text besteht mehrheitlich aus SMSen. Ein Auszug? Hier: "!!!"
21:16
0
Der Gute sagt, es gehe um seine Freundin, beginnt aber mit attraktiven Krankenschwestern. Oh-oh!
21:17
0
Angemerkt sei noch: Witschi hat irgendwie auch mit dem Buch zu tun. Bei den Ticker-Sitzungen im 20Minuten-Büro war er jedenfalls dabei. Nun liest er. Seine Freundin heisst im Text "F.". "F." wie Freundin.
21:14
0
Nun der Herr Witschi aus Wiedikon. Der Moderator nennt seinen Text sensationell, wirkt aber leicht ironisch. Ist aber eh seine Masche. Mal schauen.
21:13
0
Und schon vorbei. Knackig wars.
21:13
0
Roten macht sich gut. Erzählt, dass sie nicht mehr so viel Fäkalsprache benützen will. Und von DJ Tatana. Diese sage die ganze Zeit "Schätzeli". Die People-Abteilung des 20 Minuten kann dies nur bestätigen. Ach und: Roten schaut in Echt übrigens nicht halb so verrucht aus, wie die Hälfte der Tagi-Magi-Leser wohl hofft.
21:09
0
Uiuiui, die Roten legt aber los. Dahm zieht es vor, seinen Co-Piloten zu denunzieren. Madame Rôtén, Cappellini wars. Oh, sie lästert über Tatana. Die ist jetzt echt nicht so dolle. Da hat die Roten jetzt Recht!
21:08
0
Roten bekommt bei der Streetparade Hass und Gewaltphantasien. Sie kotzt sich wie immer tüchtig auf der Tastatur aus: Natürlich ist ihr Text eine Abrechnung mit allem. Hoffentlich liest sie das hier nicht.
21:05
0
Jetzt kommt Michèle Roten. Sie liest nicht den ganzen Text, weil sie auf Klo musst. Dahm ist dankbar, weil er in diesem Punkt total mit ihr fühlt.
21:03
0
Cavelty verrät, dass auch er im "Who is Who" vertreten ist. Und zwar gleich unter Markus Gilli.
21:03
0
Cavelty tickert sich noch immer durch den Ausgang, landet nun aber am Ende doch zu Hause bei seiner Alarmanlage. Und das wars.
21:03
0
Ein Auszug aus Caveltys Text: "Ich nehme mir auch eines der Hefte, die beim Ein-, resp. Ausgang des Indochina aufliegen. Der Erste, der mir daraus entgegen blickt, ist Markus Gilli von Tele Züri. Ein klares Zeichen, sofort heimzugehen."
21:00
0
Röbi Koller kommt hier nicht gut weg. Dafür wird Gray Goose häufig genannt. Prost!
20:58
0
Wie kann man in den Rossschwanz einer Reporterin hereinlaufen? Dahm schnallts wohl nicht, ist aber auch nicht bös drum. Hoppla, Cavelty hat Schamlippenpiercing gesagt.
20:55
0
Während Cavelty von Wodka, Gemeinderäten und Dialekten erzählt, nochmals zurück zu Constantin Seibts Vorwort. Dieser schreibt: "Der Live-Ticker widerspricht allem, was man vom Leben und vom Schreiben weiss. Er ist die radikalste Form von Aktualität. Eingeführt wurde er im Online-Journalismus, um dessen Schnelligkeit optimal zu vermarkten: auf der Jagd nach Clicks im Minutentakt.
20:56
0
Cavelty beschreibt Cavelty im Zusammentreffen mit Politikern und Promotion-Girls om Usgang. Okay.
20:54
0
Er tickert über ein Who-is-Who-Event in Züri. Und dass im Kaufleuten. Na dann!
20:53
0
Schicke Dame in zweiter Reihe schreibt SMSen. Seit zehn Minuten. Und wo ist eigentlich Piero?
20:53
0
Cavelty wurde bestohlen. Alle Uhren wurden bei einem Einbruch gestohlen!! In was für einer Welt leben wir eigentlich?
20:46
0
Nächste Kategorie - Kategorie "Hass und Schmerz". Roten, Cavelty und Witschi.
20:49
0
Ahhh, jetzt kommen die Starjournalisten!
20:47
0
Uetz soll Federer in einem Satz beschreiben und antwortet: Federer. Blasphemie!
20:47
0
Uetz überschlägt sich in der Stimme und beweist insofern doch Realismus.
20:45
0
Uetz merkt grad, dass er die Zeiten weggelassen hat. Dahm realisiert mittlerweile, dass es im Text wohl um den übermenschlichem Jargon im Sportjournalismus geht.
20:42
0
Uetz' Text hinkt. Einzelne Ballwechsel derart genau tickern geht gar nicht. Das ist voll unrealistisch (was ganz nebenbei auch der Lieblingskommentar von Dahms Liebster bei gefühlt jedem Film ist).
20:43
0
Nun wird Uetz philosophisch. Fliessender Übergang, vom Tennismatch zum Lebenssinn. Schön.
20:38
0
Uetz gibt sich Mühe, Emotionen im Publikum zu wecken. Er brüllt und gestikuliert wie Beni National zu seinen besten Zeiten.
20:41
0
Und erst jetzt gehts um Gott, respektive Roger. Wovon handelte nun der erste Text? Verwirrung!
20:37
0
Meyer ist durch. Aber mur mit dem Lesen. Ein feiner Beitrag, auch für Kinder-Nichtsogernemöger. So wie Christian Uetz, der wohl auch nicht kinderfreundlich genug geguckt hat. Jetzt muss er sich dafür rechtfertigen.
20:38
0
Ein Ausschnitt aus Meyers Part: "Ich werde von eigenartigen Geräuschen geweckt; als übe ein halbwüchsiger Drachen das Feuerspeien."
20:35
0
Gute Idee: Schnell Pikierten MMS mit Kinderkacke schicken. Gross!
20:31
0
Zmörgele, Windel wechseln, Kind bohrt Finger in Fleisch. Dahm freut sich heimlich, bloss mehrfacher Onkel zu sein. Meyer erzählt was von Co-Existenz zwischen Pflanze und Nachwuchs. Diese Blagen, Püh! Meyer ist aber trotzdem ganz lustig. Trotz Kinderstory.
20:35
0
Meyer trägt zudem neuerdings Schal. Dieser war zuletzt auch auf seinem Facebook-Account ein grosses Thema. Immerhin: Das Zettelchen (auf dem Facebook-Foto noch dran) hat Meyer mittlerweile abgeschnitten.
20:30
0
Eigentlich klar: Kinder ziehen immer. Und Brüste.
20:29
0
Er schreibt über einen Tag mit seinem Sohn Levi. Die Sympathien der Eltern im Publikum sind ihm schon zu Beginn sicher!
20:25
0
Nun an der Reihe, Thomas Meyer. Auch genannt: "Die Federhure."
20:27
0
Federer. Es ging um Gott!
20:23
0
Rubbeldiekatz! Locher hat grade zehn Worte in einer Sekunde vorgelesen. Und beendet seine Lesung mit: Das ist Hollywood. Der Moderator fragt: Worum gehts in dem Text eigentlich?
20:24
0
Oh, künstliche Pausen. Wichtig bei Lesungen.
20:24
0
Ein kleiner Auszug aus Lochers Text: "Ich habe meine Nägel immer selber geschnitten. Ohne mich dabei zu verletzen. Wenn ich mich jetzt schneiden würde und die Wunde wäre ein Symbol wie die Wunde von Natalie Portman in Black Swan dann würde ich sehr stark bluten jetzt."
20:23
0
Locher liest in einem liebenswerten Hack-Stil. Das Publikum gluckst. Dahm folgt mühsam. Alles zu schnell. Grippe im Blut. Kopf pulsiert. Hitze. Locher liest, hack-artig.
20:14
0
Locher beginnt seinen Text „Featuring Beyonce“. Er krempelt die Ärmel hoch und bekundet, geehrt zu sein, mit der Roten in einem Buch zu sein. Wenn Dahm gross ist, will er auch mal die Ärmel hochkrempeln.
20:12
0
Die ersten Gäste sind auf der Bühne: Thomas Meyer, Dominik Locher und Christian Uetz. Sie trinken Wasser. Ausser Locher, der gleichzeitig von seiner Therapeutin erzählt. Der war schon immer ein Siebesiech. Und sagte einst: "Das Wallis ist das Texas' Europas."
20:12
0
Moderator Dominik hält 20 Minuten für ein Fanals der Littera, Lüttäre, Leter - ach, schlecht fürs Schreiben. Menno!
20:12
0
Angemerkt noch, schon Rousseau sagte einst (fast): "Um einen Ticker zu schreiben, musst du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und endigen, ohne zu wissen, was du gesagt hast".
20:09
0
Moderator Dominic kündigt neun Egos auf der Bühne hat und hat selbst nur zwei Bücher gelesen, davon eins über Hooligans. Passt ja!
20:10
0
Juhei, die Lesung beginnt. Mitveranstalter Mischa erzählt, dass es insgesamt ein Jahr gedauert hat, bis das Buch umgesetzt war.
20:09
0
Ein Erkennungsmerkmal einer Lesung ist, dass die Leute in den vorderen Reigen Wein trinken. Uiiii, und es geht los!
20:01
0
Während Darm, äh Dahm, noch immer über C-Promis und Brüste schreibt, muss Cappellini ein letztes Mal Bier holen. Dahm quengelt: "Du kennst die hier besser". So, und nun ist der Saal beinahe voll.
20:03
0
Mit Brüsten! Nein, ein mieser Scherz. Das hier ist ja eine akademische Übung - und muss deshalb wohl auch mit einer akademischen Viertelstunde Verspätung beginnen. Cappellini freut sich derweil, dass sein Auto-Correct aus Dahm Darm macht.
20:01
0
Dabei handelte es sich übrigens um Michèle Roten und Till Rippmann - beide lesen heute. Nun unterhalten sie sich im Fumoir grad über Social-Media. Rippmann meint: "Brüste geben immer Klicks." Die Lesung könnte langsam beginnen.
20:00
0
So dissen sich ohrenscheinlich Autoren: „Ehj, ich schreib über dich bei Twitter!“ Schöne neue Social-Media-Welt!
19:55
0
Cappellini beobachtet immer noch den Spink. Der soll im Kaufleuten schliesslich schon einige tolle Stories durchgezogen haben. Aber eben, man wird älter. Und interessiert sich dann irgendwann auch für Literatur.
19:54
0
Dahm bemerkt an Herren mit Kaschmirschalsintellektuell anmutenden Brillen, dass er heute Abend nicht die einzige Virenschleuder ist und findet das gerecht. Warum passiert so etwas eigentlich immer, bevor man Ferien hat? Was im Saal passiert? Halten Sie sich fest! Menschen nehmen Platz.
19:51
0
Untermalt wird der Countdown hier im Kaufleuten derweil von Liftmusik. Darm wackelt dennoch mit den Schenkeln.
19:45
0
Stopp! Gölä liest "Blick"<7b>! Wir wollen da auch fair bleiben. Nix für Ungut - and keep on Rocking!
19:36
0
Oder Esteriore? Piero fuhr den Wagen seiner Mamma damals schliesslich ins Ringer-Gebäude wegen einer Story von Gion Mathias Cavelty. Und der liest heute auch.
19:45
0
Die Reihen füllen sich. Weil Cappellini seine Nase ins Buch steckt, fehlt das Auge für anwesende Promis, weil Dahm keine Ahnung hat. Was wenn Gölä auftaucht? Ach ne, das ist ein ehrlicher Büezer, der liest nix.
19:38
0
Wir Journalisten sind schon gewieft! Was man nicht zuletzt an der Tatsache sieht, das wir (Journalisten) einen Live-Ticker zum Live-Ticker-Buch der Journalisten machen.
19:37
0
Ganz im Sinne der Leserschaft haben Dappellini (oder Cahm, wie Sie wollen) die letzten Minuten für Recherche im Fumoir genutzt und beim Interview vom Kollegen von Radio Zürisee mit Autor Adrian Witschi die Frage des Tages mithören können: „Und wie tickst du?“
19:34
0
In den Saal kommt langsam Bewegung. Ebenfalls unter den illustren Gästen: Nachtleben-Legende Yves Spink.
19:28
0
Seibt schrieb in seinem Vorwort übrigens unter anderem, es handle sich beim Tickern um "eine journalistische Form, die so viel Stumpfsinn, Zeitvernichtung und Grammatikfehler hervorgebracht hat wie keine andere Form in der ganzen, an Unfug nicht armen Pressegeschichte.
19:23
0
Zum Buch: Das Vorwort hat Constantin Seibt geschrieben. Ja, jener Kollege, bei dessen Artikeln man sich selbst gerne mal klein und dumm vorkommt. Und selbstredend hat er auch zum Thema „Live-Ticker“ verdammt viele kluge Dinge zu sagen. Muss er aber auch, weil sein Bruder Theater-Mann Alexander Seibt auch geschrieben hat. Nachtigall, ick hör dir trapsen, würde man bei einer Berliner Vorlesung wohl sagen. Der vielversprechende Titel des Elaborats des Alexander: „Der schlimmste Porno der Welt“.
19:11
0
Das Buch kommt frisch aus der Druckerpresse. Man kann trotz der heraufziehende Grippe den stechenden Geruch der Druckerschwärze wahrnehmen. Kein Wunder: Beim Durchblättern stechen weiterhin geschwärzte Passagen in einem Stück von Daniel Ryser ins angeschwollene Autoren-Auge, das „Deutschland muss sterben“ heisst. Hoppla, was war da denn los? Ein gerissener Marketingschachzug? Oder doch bloss ein pikierter Politiker? Vielleicht erfahren wir bald mehr...

Neun illustre Autoren tummeln sich bereits im noch leeren Festsaal des Kaufleuten, der bis 20 Uhr mit Lesern und potenziellen Käufern befüllt sein wird. Besonders emsige wie Gijon Mathias Cavelty scheinen sich konzentriert auf das Kommende vorzubereiten, während die anderen Kulturschaffenden am Bier nippen und sich in Grüppchen miteinander unterhalten.

Um 19 Uhr darf das Publikum herein. „Alles reserviert. Ja, spinnen denn die?“, empört sich eine ältere Dame. Während die ersten Besucher pünktlich die besten Plätze okkupieren, lässt Co-Pilot David Cappellini noch auf sich warten. Dahm fragt sich unterdessen, was jenes Bier in Kombination mit jener unvermeidlichen Grippe auf seine Fähigkeit zu arbeiten auswirkt. Da kommt der Kollege. Ist wohl besser so.
Zum Thema
Fehler gesehen?