Chaos bei Leverkusen

14. Mai 2018 10:39; Akt: 14.05.2018 10:39 Print

Wasserbüffel-Herde blockiert Autobahn

Autofahrern auf der deutschen A3 bot sich am Morgen ein ungewöhnlicher Anblick: Wasserbüffel trieben dort ihr Unwesen.

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Eine von der Weide eines Privatbesitzers ausgebrochene Herde Wasserbüffel hat auf der Autobahn A3 im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen für ein stundenlanges Verkehrschaos gesorgt. Bei Leverkusen musste die zu den meistbefahrenen Autobahnen der Region zählende Strecke in der Nacht auf Montag und am Morgen neun Stunden zumindest teilweise gesperrt werden, kurzfristig war eine Vollsperrung in beiden Richtungen nötig, wie eine Sprecherin der Kölner Polizei am Montag sagte.

Erst nach Stunden gelang es mit Hilfe einer Tierärztin des Kölner Zoos, die drei ausgewachsenen Wasserbüffel und zwei Jungtiere zu betäuben. Mit einem für grosse Tiere geeigneten Kran der Berufsfeuerwehr seien sie dann auf einen Tiertransporter gebracht und betäubt zu einem Landwirt in der Nähe transportiert worden.

«Tiere sind gross und kräftig»

Die eigentlichen Besitzer der Wasserbüffel seien nicht erreichbar gewesen, deshalb seien die Tiere zu einem anderen Landwirt gebracht worden. Ob den Besitzern nun eine Strafe drohe, müsse geprüft werden.

Einsatzleiter Christoph Emsländer von der Kölner Polizei sprach im Radiosender WDR2 von einem sehr aussergewöhnlichen Einsatz. Die Polizei habe zunächst mit Hilfe von zwei Lastwagen und Polizeiwagen auf der Autobahn quasi eine Art Gehege errichtet, damit die Büffel sich nicht weiter fortbewegen können. «Diese Tiere sind sehr gross und sehr kräftig», sagte Emsländer.

Zur zwischenzeitlichen Vollsperrung sei es gekommen, nachdem der grösste Büffel versucht habe, eine Betonabsperrung zur Gegenfahrbahn zu überwinden. Zwischenzeitlich stauten sich sich Fahrzeuge «Spiegel Online» zufolge in beiden Richtungen auf zehn Kilometern.

(mlr/afp)