United-Airlines-Flug

14. März 2018 06:51; Akt: 14.03.2018 13:18 Print

«Nach der Landung lag Kokito tot in der Tasche»

Die Fluggesellschaft United Airlines ist nach einem tödlichen Zwischenfall mit einem Hund erneut in der Kritik.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auf dem Flug von Houston nach New York ist der Hundewelpe Kokito gestorben - nachdem Flugbegleiter ihn in ein Gepäckfach verbannt hatten. Die Fluglinie United Airlines erklärte am Dienstag, man übernehme die volle Verantwortung für den Vorfall und werde ihn untersuchen. «Das war ein tragischer Unfall, der nie hätte geschehen dürfen, da Haustiere niemals in Gepäckfächer platziert werden sollten», sagte Sprecher Charles Hobart.

Umfrage
Haben Sie schon mal ein Tier in einem Flugzeug transportiert?

Passagier June Lara schrieb auf Facebook, die Flugbegleiter hätten am Montag darauf bestanden, die Französische Bulldogge für drei Stunden einzuschliessen - ohne Luftzufuhr. Sie hätten zugesichert, dass die Sicherheit des Tieres gewährleistet sei, so dass die Besitzerin, die mit ihren beiden Töchtern flog, schliesslich zugestimmt habe. Der Hund habe nach der Landung keine Bewegungen mehr gemacht oder Laute abgegeben.

Kleintiere an Bord erlaubt

Auch Maggie Gremminger war an Bord. Sie schrieb auf Twitter, die Hundebesitzerin habe im Gang des Flugzeugs gesessen und geweint, alle der umstehenden Passagiere seien «total bestürzt» gewesen. Bereits im vergangenen April stand die Fluglinie in der Kritik, weil ein Passagier aus einem überbuchten Flugzeug rausgeworfen worden war.

United Airlines erlaubt Kleintiere an Bord. Wie auf der Webseitespezifiziert wird, müssen sie in genehmigten Transportboxen während des Flugs unter dem Vordersitz platziert werden.

Die US-Airline nimmt bei einer traurigen Statistik den Spitzenplatz ein, wie die «Huffington Post» schreibt. Gemäss einer Statistik des US-Verkehrsdepartements verzeichnete United Airlines im Vergleich mit anderen US-Airlines sowohl 2017 als auch 2016 die höchste Sterberate bei Tieren. 2017 starben 18 der 138'178 transportierten Haustiere, 13 wurden verletzt.

(sep/sda)