«Er liegt in einer blutigen Pfütze»

21. Juli 2014 12:30; Akt: 21.07.2014 14:07 Print

Wenn ein Vater auf den Kinds-Vergewaltiger trifft

Ein Vater erwischt den Babysitter seines Sohns in flagranti, als dieser das Kind missbraucht. Er macht kurzen Prozess mit dem Täter. Die Polizei zeigt Verständnis.

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Der Mugshot des Vergewaltigers Raymond Frolander (18). Der Polizeichef von Daytona Beach sagte, der Vater werde vermutlich nicht angeklagt. Er habe nur wie ein Vater gehandelt.

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Ein 36-jähriger Familienvater aus Dayton im US-Bundesstaat Florida kam am Freitag nach Hause – und überraschte Raymond Frolander (18) dabei, wie der seinen elfjährigen Sohn sexuell missbrauchte.

Daraufhin prügelte der Vater Frolander windelweich und rief im Anschluss die Polizei an. «Kommen Sie her und holen Sie ihn ab», sagte der Vater der Telefonzentrale. «Ich habe ihn in eine blutige Pfütze gesetzt, Officer. Schicken Sie eine Ambulanz, der Typ hat sie nötig», berichtet die amerikanische Online-Zeitung Buzzfeed.

Auf die Frage des Dispatchers, ob er eine Waffe benutzt habe, um den Eindringling zu überwältigen, sagte der Vater trocken: «Meine Faust und meinen Fuss.»

«Du hattest Glück, dass ich Gott liebe»

Als die Polizei eintraf, fand sie Frolander bewusstlos auf dem Wohnzimmerboden liegen. Er habe Wunden im Gesicht gehabt und aus dem Mund geblutet. Bevor er abgeführt wurde, soll der Vater zu Frolander gesagt haben: «Du hattest Glück, dass ich Gott liebe.»

Frolander, ein langjähriger Freund der Familie und Babysitter des Jungen, soll den elfjährigen Buben bereits seit drei Jahren missbraucht haben. Er wurde jetzt wegen sexueller Nötigung eines Minderjährigen angeklagt. Er soll seine Taten der Polizei gestanden haben, so «CNN».

Der Vater des Kindes scheint kein gesetzliches Nachspiel fürchten zu müssen. Die Polizei stellt sich auf den Standpunkt: «Er tat, was jeder Vater getan hätte.»

(cfr)