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«Time»- Tausendsassa
14. Dezember 2012 21:48; Akt: 14.12.2012 21:48 Print
Zampano Kim nun auch noch «Person des Jahres»?
Ein Satireblatt kürt Kim Jong-Un zum «Sexiest Man Alive» - und eine chinesische Agentur fällt darauf herein. Und nun ist er gar bei der sonoren «Time» Publikumsfavorit auf den Titel des «Person des Jahres».
Kim Jong-Un ist ein Mann des Volkes. Nicht unbedingt des nordkoreanischen, denn seine Untertanen haben nach seiner Machtübernahme nichts zu Lachen, sondern der leibling der Amerikaner. Das Spassblatt «The Onion» tat so, als sei der Diktator mit dem «jungenhaften Charme» zum «Sexiest Man Alive». Das wiederum nahm eine chinesische Staatsagentur für bare Münze – und das Satiremagazin aus Chicago lachte sich ins Fäustchen.
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Erbdynastie NordkoreaDer Korea-Konflikt
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Tanzt vor Freude, sagt Kim
Posten mit Kim Jong-UnKim Jong-Uns erste Rede
Doch nun sorgt der Despot in einer New Yorker Publikation für Furore, die als Hort der Seriösität gilt. Beim «Time»-Magazin liegt Kim Jong-Un im Rennen um den Titel des «Mann des Jahres» mit 97,61 Prozent an der Spitze. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi kommt dagegen nur auf lächerliche 30,08 Prozent – auch wenn es noch Hoffnung für den Islamisten gibt. Die Zahlen stammen aus einer User-Befragung, die am 14. Dezember endet - die Auszeichnung vergibt jedoch die Redaktion. Deren «Mann des Jahres» wird am 19. Dezember benannt.
Dass es bei der Wahl nicht ganz so ernst zugeht, zeigen die weiteren Plätze: US-Talkmaster Jon Stewart verweist «illegale Emmigranten» auf Rang drei. Kims kometenhafter Aufstieg in Sachen Popularität kommt jedoch nicht von ungefähr: Hacker haben die Wahl manipuliert, nachdem in Foren der einschlägigen Website «4Chan» dazu aufgerufen worden war. Spassvögel schrieben ausserdem schlaue Abstimm-Programme, berichten die «Huffington Post» und «Forbes».
«4Chan»-Leser hatten demnach schon 2009 eine «Time»-Wahl beeinflusst und einen der Gründer der Website zur «Einflussreichsten Person der Welt» gemacht. Ausserdem bemühten sich die User, die Wahl eines Konzerts der US-Sängerin Taylor Swift zu manipulieren, über das ihre Fans auf ihrer Homepage abstimmen konnten: Sie wollten sie in eine Schule für Taube schicken.
(phi)

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