Silvester-Bilanz

01. Januar 2018 22:04; Akt: 02.01.2018 08:55 Print

Attacken auf Polizisten überschatten Feiern

In Deutschland und Frankreich wurden an Silvester Angriffe auf Einsatzkräfte verübt. Doch das neue Jahr wurde auch friedlich gefeiert.

Spektakuläre Feuerwerksshows: So feiert die Welt ins Jahr 2018. (Video: Tamedia/AFP)
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Als letzte Menschen ins neue Jahre rutschten die Bewohner der zur Insel-Gruppe Amerikanisch-Samoa gehörenden Insel Tutuila, am Montag um 12 Uhr Schweizer Zeit.

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Bereits am Sonntag um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) feierten ihre Nachbarn jenseits der Datumsgrenze, die Bewohner des Inselstaats Samoa. Nach Neuseeland begrüsste dann Australien mit einem spektakulären Feuerwerk in Regenbogenfarben in Sydney 2018. Damit wurde der Beschluss Australiens für die Ehe von Schwulen und von Lesben gefeiert. Etwa 1,6 Millionen Menschen hatten sich in der Hafengegend an der Harbour Bridge versammelt.

Statt mit einem Feuerwerk begrüsste das Golfemirat Dubai das neue Jahr mit einer aussergewöhnlichen Lichtshow rund um den höchsten Wolkenkratzer der Welt. Der 828 Meter hohe Burj Khalifa wurde dabei ab 21.00 Uhr MEZ zur «Leinwand» für die knapp sechsminütige Show.

Der Ticker zum Silvester 2018

Es folgten Silvesterfeiern in Berlin, Paris oder London - und in der Schweiz bei milden Temperaturen. Bei minus 12 Grad Celsius haben hingegen Menschen in New York City in das neue Jahr hineingefeiert. Um 6 Uhr Schweizer Zeit fiel die berühmte Kristallkugel am Times Square hinunter, Konfetti und Feuerwerk markierten den Beginn des neuen Jahres. Wegen der Temperaturen hatten sich deutlich weniger Menschen als üblich vor Ort versammelt. Feiernde trugen dicke Mützen, Handschuhe, Geschichtsmasken und mehrere Schichten Kleidung. Andere joggten oder tanzten, um sich warm zu halten.

Polizisten mit Steinen und Böllern attackiert

Die Silvester-Feiern wurden überschattet von mehreren Zwischenfällen. Ein Angriff auf eine Polizistin und einen Polizisten in der Silvesternacht hat in Frankreich grosse Empörung ausgelöst. Die Beamten wurden bei einem Einsatz in einem Vorort von Paris attackiert, wie die Polizeipräfektur der Hauptstadt am Montag bestätigte.

Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Vorfall via Twitter als «feige und kriminelle Lynchjustiz». Er versicherte, dass die Schuldigen gefunden und bestraft würden. In der Silvesternacht wurden in Frankreich auch wieder Hunderte Autos angezündet - insgesamt gingen 1031 Fahrzeuge in Flammen auf, mehr als im Vorjahr (935).

Landesweit wurden nach Angaben des Innenministeriums elf Polizisten und Gendarmen verletzt. Der aufsehenerregendste Fall spielte sich in Champigny-sur-Marne östlich der französischen Hauptstadt ab, wo eine Gruppe auf die beiden Beamten losging.

Raketen verboten

Ein Polizist erhielt einen Faustschlag ins Gesicht, wodurch seine Nase brach. Seine zu Boden geworfene Berufskollegin wurde nach Darstellung von Innenminister Gérard Collomb von mehreren Personen umringt, die sie traten und schlugen. Französische Medien verwiesen auf Videobilder, die in sozialen Netzwerken kursierten und die brutale Szene zeigen sollen. Die Polizisten waren gerufen worden, weil mehrere Personen versucht hatten, sich Zugang zu einer grossen Silvesterparty zu verschaffen.

Doch es wurde auch gefeiert. In der französischen Hauptstadt feierten die Menschen mit einem Feuerwerk an den Champs-Élysées. Am Triumphbogen am Ende der Prachtstrasse stieg ein kurzes Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel. Ansonsten waren Raketen und Böller in der «Stadt der Lichter» an Silvester aber verboten.

Auch in Deutschland Angriffe auf Beamte

Bei der grössten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin feierten mehrere Hunderttausend. Hier und in weiteren Grossstädten wurden anders als vor zwei Jahren in Köln nur vereinzelt sexuelle Übergriffe auf Frauen gemeldet. Zwei Männer im Bundesland Brandenburg starben bei Unfällen mit Böllern, zahlreiche weitere Menschen wurden mit - oftmals illegalen - Knallern verletzt.

Rund 40 bis 50 Randalierer griffen in Leipzig Polizisten in der Silvesternacht mit Böllern und Steinen an. Mehrere Personen wurden wegen schweren Landfriedensbruchs in Gewahrsam genommen. Auch an anderen Orten in Deutschland gab es Angriffe auf Sicherheits- und Rettungskräfte: Die Berliner Feuerwehr berichtete von «massiven Angriffen auf Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge» durch Feuerwerkskörper. Zudem sei die Besatzung eines Rettungswagens mit Schusswaffen bedroht worden. In Berlin wurden Polizisten mit Flaschen beworfen. In Bremen wurden Beamte am Bahnhofsplatz mit Pyrotechnik beschossen. In Stuttgart gab es Verletzte, weil Polizisten und Feuerwehrleute durch Böller und Raketen bei der Arbeit behindert wurden.

Messerangriff in London

In London sind am Sonntag und Montag vier Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren erstochen worden. Eine weiterer 20-Jähriger schwebt in Lebensgefahr. Fünf Männer wurden verhaftet. Die Fälle passierten an verschiedenen Tatorten (Enfield, West Ham, Tulse Hill und Old Street) und hängen laut der Metropolitan Police nicht zusammen. Sie spricht von «sinnloser Gewalt». Die Untersuchungen laufen allerdings noch.

(nxp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Domi am 31.12.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    es fehlt "ich arbeite..."

    in der Abstimmung fehlt: "ich arbeite, damit Andere feiern können". Ich mache das gerne, würde mich bei einigen wenigen aber freuen, wenn dem Personl etwas mehr Respekt gezollt wird. Lasst euch nicht unnötig volllaufen, weil dann leidet das Personal. Danke dafür und es gilt auch: wer trinkt, fährt nicht! ä guete Rutsch aune!

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  • Fantanismus am 31.12.2017 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Einen guten Rutsch

    Ich wünsche allnen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Glück, Gesundheit und Frieden.

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  • Roli1966 am 31.12.2017 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Welcome 2018

    Willkommen 2018 - auf ein tolles Jahr

Die neusten Leser-Kommentare

  • Swingen am 02.01.2018 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach hammer

    Meine Freundin und ich feiern immer sehr ausgelassen in einem Swingerclub. Es gibt ja nichts heisseres als das

  • Pia Paula am 02.01.2018 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total nett

    Weiss nicht was die meisten hier scheinbar erlebten: Bin weiblich Mitte 20 und war in Zürich am See während dem Sylvester. Echt nur nette gue Menschen, nirgends Agressionen oder Probleme, friedliche Leute aus der ganzen Welt. Kein einziger junger Migrant hat mich belästigt oder eine Rakete in die Menge abgelassen. Die Stimmung war grossartig!

    • Ronnie R. am 02.01.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pia Paula

      Zwar lässt sich über Geschmack streiten, aber ich denke, dass auch diesbezüglich nicht alle gleich gefährdet sind. Vielleicht lag es auch mit Bestimmtheit an simplen Äusserlichkeiten.

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  • Geri K. am 02.01.2018 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Alles besser als früher.

    Bei mir war auch alles ruhig im Senioren-Zentrum. Keine Bolizei und kein Chef anwesend das schönste was es überhaupt gibt. ;)

  • Theres am 02.01.2018 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika

    Komisch von den USA hört man nichts dergleichen. Uebergriffe auf Polizisten, Feuerwehr, Sanitäter oder Frauen. Woran kann das nur liegen, kann es sein, dass die Amerikaner doch nicht so alles falsch machen, wie viele Europäer das gerne glauben. Vielleicht kommt bald der Tag, an dem viele Amerika-Kritiker, liebend gerne nach Amerika auswandern würden...

  • Paul Poller am 02.01.2018 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr friedlich

    Wieder mal war die Sillvesterparty und alle Besucher sehr friedlich. Es wurde freundschaftlich und herzerwärmend gefeiert. Keine Spur von Gewalt. Es ist alles viel besser und sicherer als früher. Danke Simonetta, danke Angela!