Türkischer TGV

26. Juli 2014 05:12; Akt: 26.07.2014 05:12 Print

Zug mit Problemen bei Jungfernfahrt

In der Türkei sollen die öffentlichen Verkehrsmittel einer Modernisierung unterzogen werden. Darunter ist ein neuer Hochgeschwindigkeitszug, der jedoch bereits Probleme macht.

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Der neue Hochgeschwindigkeitszug der Türkei musste während seiner Jungfernfahrt unverhofft anhalten. (Bild: AFP/Ozan Kose)

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Auf der Jungfernfahrt auf der ersten Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse zur Metropole Istanbul hat es in der Türkei eine technische Panne gegeben. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und weitere Ehrengäste sassen eine halbe Stunde lang mitten auf der Strecke fest.

Es habe ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel gegeben, weshalb der Zug in der Nähe von Izmit zum Halten kam, berichteten am Freitagabend übereinstimmend mehrere Medien. Erst nach einer halben Stunde konnten Ingenieure das Problem beheben - und der Zug weiter Richtung Istanbul fahren.

Erdogan hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich auf der Jungfernfahrt dabei zu sein. Er fuhr mit dem Zug in Ankara los, um die prestigeträchtige, aber auch pannengeplagte Strecke einzuweihen. «Wir haben hart gearbeitet», sagte Erdogan bei einem Zwischenstopp in der Stadt Eskisehir.

Erdogans Herzensprojekt

«Trotz aller Versuche, das Projekt zu sabotieren, zu blockieren und zu bremsen, haben wir die Strecke fertiggestellt und eröffnen sie heute.» Der reguläre Zugverkehr auf der Trasse soll ab Samstag rollen.

In der Türkei fahren bereits seit längerem Hochgeschwindigkeitszüge zwischen der Hauptstadt Ankara und den südlich gelegenen Städten Eskisehir und Konya. Istanbul war bisher jedoch nicht an dieses Netz angeschlossen, die Hochgeschwindigkeitstrasse in die Millionenmetropole war eines der erklärten Herzensprojekte von Erdogan.

(sda)