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Marketing-Phänomen
26. Juni 2009 16:09; Akt: 26.06.2009 17:54 Print
Die Geldmaschine Michael Jackson
von Marius Egger - Er war der grösste Popstar der Musikgeschichte. Auf seinem Höhepunkt hatte er ein Vermögen von geschätzten 1,5 Milliarden Dollar angehäuft. Dann wurde aus dem Geldvermehrer eine Vernichtungsmaschine in Nöten. Die «Firma Michael Jackson» aber wird weiterleben. Denn: «Jackson ist wie Jesus Christus».
Noch einmal lief die Vermarktung der Marke Jackson auf Hochtouren. Innerhalb von wenigen Stunden waren im März erst 10, dann die 50 Konzerte seiner Comeback-Tournee ausverkauft. Insgesamt 1,1 Millionen Tickets im Wert von 85 Millionen Dollar gingen über den Tisch. Jackson sollte pro Auftritt 1 Million Dollar kassieren. Das gab es noch nie. Doch da leuchtete nur noch Jacksons chirurgisch gebleichtes Gesicht, der musikalische Stern war längst verblasst.
Die Ehe hielt zehn Jahre. Michael Jackson und Pepsi.
Über 750 Millionen verkaufte Alben
Die Zahlen aber zeigen: Michael Jackson, der «King of Pop», war bis zuletzt eine Geldmaschine geblieben, die vor allem in den Achtziger- und Anfang Neunzigerjahre auf Hochtouren lief. Als er sich 1982 mit dem Album «Thriller» ins Reich der Unsterblichkeit katapultierte und mit bis heute über 108 Millionen verkauften Platten selbst die Beatles überflügelte, war die Geldmaschine so richtig heiss gelaufen. Insgesamt verkaufte Jackson bis heute rund 750 Millionen Alben. Mit dem eigenen Merchandising-Verlag Triumph International Inc. hatte er eine sprudelnde Geldquelle aufgebaut. Der Verlag machte mit Kalendern, Tourneeprogrammen, Stofftieren oder einem Energy-Drink Millionen.
Die Heirat mit Pepsi
Das Potenzial entging auch der Werbebranche nicht. Bereits 1984 vermählte sich der «King of Pop» mit Pepsi. Die Vision des ehrgeizigen Getränkeherstellers war klar: Den Rückstand auf den ewigen Rivalen Coca Cola wettmachen. Für seine Welttour 87/88 machte Pepsi 10 Millionen Dollar locker, um sich seines Ikonenbilds bedienen zu können. Für damalige Verhältnisse eine Wahnsinns-Summe. Jackson tanzte nun für Pepsi (siehe Video unten). Laut Pepsi lohnte sich die Investition. Im März 1988 frohlockte der Getränkeriese, man habe den Pepsi-Absatz in den USA um 8 Prozent steigern können, seit Jackson vier Jahre zuvor für Pepsi zu werben begonnen hatte. Andere Zahlen waren ernüchternder. Nur 13,7 Prozent konnten sich laut einer Untersuchung noch an die Pepsi-Werbeaktion mit Jackson erinnern. Bei Coca-Cola waren es knapp 50 Prozent. Doch das war der «Firma Jackson» egal. Die hatte sich längst mit der Werbung verbrüdert.
Anzeigen, Plakate, Pappfiguren
Für seine Platten liess sich Jackson vermarkten, wie kein Popstar vor ihm. Kleider von ihm wurden in Wettbewerben verlost. Anstecknadeln verteilt. Geworben wurde in Zeitungen, Radio, TV. Und überall gab es Anzeigen, Plakate und Pappfiguren in genieteten Kleidern. 1991 unterzeichnete er mit Sony den höchstdotierten Plattenvertrag aller Zeiten über 900 Millionen Dollar. 1993 legte ihm Pepsi einen neuen Rekord-Vertrag über 50 Millionen Franken vor. Das war kurz vor seiner «Dangerous»-Tour. Doch so weit sollte es nicht mehr kommen.
Die erste Bombe platzte 1993. Evan Chandler, der Vater eines Kindes, das zeitweise auf Jacksons Neverland-Ranch gewohnt hatte, erhob Vorwürfe: der Musiker hätte seinen Sohn Jordan sexuell missbraucht. Zum Gerichtsprozess kam es nicht. Jackson einigte sich mit den Eltern des betroffenen Jungen aussergerichtlich und zahlte 25 Millionen Dollar. Doch da gab es die nächsten dicken Kratzer in Jacksons chirurgisch verändertem Lack.
Pepsi kündigte den 50-Millionen-Dollar-Vertrag kurz nachdem Jacko die «Dangerous»-Tournee abgebrochen hatte. Im November 1995 enthüllte das Magazin «Newsweek», Jacko wolle seine Rechte an den Beatles-Songs für 113 Millionen Franken an den Sony-Konzern verkaufen. Erste Gerüchte über Schulden des Superstars machten die Runde. Am 19. November 2003 wurde bekannt, dass der Staatsanwalt von Santa Barbara County, Tom Sneddon, erneut wegen Verdachts auf mehrfachen Kindesmissbrauch Haftbefehl gegen den Popstar erwirkt hatte. Einen Tag zuvor wurde das Anwesen Neverland von 70 Ermittlern der Polizei durchsucht. Am 20. November 2003 stellte sich Michael Jackson den Behörden und wies alle Vorwürfe zurück.
Das grösste Gerichtsspektakel der Geschichte
Der Prozess von 2004 wurde von Kommentatoren und Experten als das «grösste Gerichtsspektakel aller Zeiten» angekündigt. CBS strahlte im Vorfeld die Serie «Michael Jacksons Jubiläumsshow» aus. 25,7 Millionen Zuschauer sahen zu. Andere Fernsehstationen konterten. ABC erreichte mit dem Beitrag «Leben mit Michael Jackson» mehr als 27 Millionen Zuschauer. CBS soll Jackson für ein Exklusiv-Interview 1 Million Dollar geboten haben. Und der Pop-Kolumnist Michael Musto urteilte: «Wir sind Zeugen der unwiderstehlichsten Freak-Show in der Geschichte des Pop».
Der Freak wurde 2005 schliesslich freigesprochen. Seinem Lebensstil blieb er treu. Er flog nach Bahrain, Las Vegas, Europa und versank zunehmend in Schulden. 415 Millionen Dollar sollen die Ausstände damals betragen haben. Das «Wall Street Jounal» meldete, Jacko könne kaum noch seine Stromrechnung bezahlen. Vor allem der aufwendige Lebensstil von Jackson zehrte an seinem Vermögen. Laut Wirtschaftsprüfer John Duross O’Bryan gab der gefallene Star pro Jahr 20 bis 30 Millionen mehr aus, als er einnahm. 2008 wurde Jacko nach langer Suche seine Neverland Ranch mit Privatzoo los.
«Wie Jesus Christus»
Die Geldvermehrungsmaschine, die zu Lebzeiten auch eine Geldvernichtungsmaschine war, wird nach seinem Tod weiterbrummen. Im Guinness-Buch der Rekorde ist Jackson der Eintrag «erfolgreichster Unterhaltungskünstler aller Zeiten» gewidmet. Glaubt man den Worten der Kolumnistin Diane Dimond, wird die Firma Jackson ewig weiterleben. 2004 sagte sie: «Jackson ist wie Jesus Christus».
Pepsi-Werbung mit Michael Jackson 1988
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Alle 515 Kommentare
































this is it
warum haben deine drei kinder gweint wegen dir
King of Pop
Hallo! ich kann es immer noch nicht glauben das Michael Jackson Tod ist!er war der besste Musiker aller zeiten gewesen,ich bin so draurig,ruhe in Frieden Michael Jackson by.
unglaublich
ich kanns irgendwie immer noch nicht so ganz begreifen was passiert ist, es heisst ja das er doch lebe nsolle und sich versteckt...aber ich glaube das nicht. Mir tut das echt extrem leid was passiert ist, aber dieser mann hatte doch auch kein wirklich schönes leben , vielleicht hat er die erlösen ge