Oscar-Stylewatch

08. März 2010 09:09; Akt: 08.03.2010 13:30 Print

Gold, Silber und ein KondomGold, Silber und ein Kondom

Als wären die Olympischen Spiele noch immer im Gange: Gold und Silber waren die Trendfarben bei der Oscarverleihung 2010. Die Stars waren bei ihrer Kleiderwahl eher brav – was aber nicht jeden vor einem Fehlgriff bewahrte.

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Trendfarbe Silber? Cameron Diaz bezaubert ohnehin, kommt in ihrem Galakleid aber noch besser rüber. Oscar-Gewinnerin Sandra Bullock trägt ebenfalls edle Farben auf: Dank der Muster bleibt das durchsichtige Teil aber züchtig. Kate Winslet im Platin-Look mit weiter Seidenhose (oder ist das doch ein Kleid?), die entfernt an Schlafzimmer-Kleidung erinnert. Rote Gewänder sind Klassiker. Man kann sie tragen wie Michelle Pfeiffer (gut), ... ... wie Kollegin Vera Farmig (schlecht),... ... wie Clooney-Freundin Elisabetta Canalis (erstaunlich unauffällig) ... ... oder wie Penélope Cruz (raffiniert). Aber der Toga-Style ist absolut out - selbst wenn eine Frau wie Sigourney Weaver ihn wiederbeleben will. Klassisch anmutig: Demi Moore. Jungstar ist nicht gleich Jungstar: Miley Cyrus greift geschmacklich daneben, ... ... Kristen Stewart setzt auf Altbewährtes und bewahrt modisch gesehen Haltung. Maggie Gyllenhaal (mit Peter Sarsgaard) hat wohl auf einen «Avatar»-Sieg gesetzt und mutet äusserlich eher wie eine Pauschal-Touristin an. Oben Glitzer, unten gaga: Zoe Saldana spielt in «Avatar» mit - aber musste sie deshalb das futuristisch anmutende Äussere für diesen Abend wählen? Zwei Rosen für den roten Teppich: Charlize Theron. «Sarah Jessica Parker kam als Kondom», so der Kommentar einer Bloggerin. Trotz Robert Downey Jr. kann Tina Fey nicht kaschieren, dass auch das «Kleine Schwarze» nicht immer richtig ist. Wie in Vorhänge gehüllt - und standesgemäss üppig ausladend: Mariah Carey. Der einzige Mann, der optisch aus der Reihe fiel: Schauspieler Ben Stiller.

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Eher konservativ war die Garderobenwahl bei den heurigen Oscars. Allzu viel Bling ist in Zeiten von Wirtschaftskrise und Sparmassnahmen nicht angesagt – selbst in Hollywood. Trotzdem dominierten die Farben Gold und Silber den roten Teppich: in gelungener Façon wie bei Kate Winslet, Sandra Bullock oder Demi Moore, aber auch in fragwürdiger Ausführung (ja, Miley Cyrus, du bist gemeint). Neben Moore posierte in Zartrosa Jennifer Lopez. Im raffiniert geschnittenen, eng anliegenden Armani-Kleid setzte sie ihr berühmtes Hinterteil gekonnt in Szene.

Das tiefste Decolleté des Abends präsentierte übrigens die Rekordhalterin bei Oscar-Nominierungen, die 60-jährige Meryl Streep. Bei ihrer 16. Oscar- Verleihung, bei der sie als Nominierte zittern musste, trug sie ein dramatisch tiefen und zugleich extrem eleganten und damenhaften Ausschnitt.

Wie schon bei den Golden Globes waren es einmal mehr die Europäerinnen, die etwas mehr Modeflair an den Tag legten – allen voran Penélope Cruz, die elegant wie immer alle Blicke auf sich zog.

Gespannt sind wir nun auf die bitterbösen Kommentare der zahlreichen Modekommentatoren Hollywoods. Bloggerin Madison Ventura hat schon mal ein Zeichen gesetzt mit der Aussage, Sarah Jessica Parker sei «als Kondom verkleidet» gekommen ...

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(Quelle: APTNVideo)

(phi/obi)

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  • Ric Stalder am 08.03.2010 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    Das ein Film wie Hurt Locker, der eigentlich nichts spezielles ist den Oscar für beste Musik, beste Regie und bester Film bekommt ist lächerlich. Man merkte richtig wie sehr sich Hollywood darum bemüht hat Avatar NICHT auszuzeichnen, wohl weil er zu erfolgreich war... Hurt Locker bekam all diese Oscars nur weil er von einer Frau gemacht wurde und "es nun endlich Zeit sei, dass eine Frau diese Auszeichnungen bekommt". Wäre dieser Film von einem Mann gemacht worden hätte er diese Oscars nicht erhalten, sehr schade das ganze.

    • Dani am 09.03.2010 14:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, lächerlich..

      Avatar ist wirklich ein sehenswerter Film. Gut gemacht, und bis jetzt einmalig. Aber mal ehrlich: war die Musik besonders gut? War der Schnitt besonders gut? Ist die Geschichte nicht etwas, das schon 100x verfilmt wurde? Und die Schauspieler waren leider viel zusehr mit der 30-Capturing-Technik beschäftigt, als sich um guten Ausdruck oder sowas zu kümmern. Beispiel: Die Stelle, wo Neytiri ihre Trauer über den gefallenen Baum zum ausdruck bringen wollte? - der ganze Kinosaal hat gelacht. Wie ein echter tiefer Schmerz hat es nun leider wirklich nicht ausgesehen...

    einklappen einklappen
  • Peter am 08.03.2010 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    ??

    Der Artikel und die Bildstrecke beschäftigen sich praktisch nur mit den Kleidern der Frauen, die Filme sind offenbar völlige Nebensache geworden. Wer entscheidet eigentlich was in und out ist? Ist der Geschmack des Journis massgebend? Ich kann immer noch selber entscheiden, was mir gefällt und was nicht.

  • Martin am 08.03.2010 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    The Hurt Locker.... naja

    Diese vielen Oscars sind nicht gerechtfertigt. Ok der Film ist in Ordnung, aber hat er doch auch mehrheitlich wegen seiner Thematik, dem Irak-Krieg, soviele Oscars erhalten... USA halt...