Zara Larsson

24. Oktober 2017 07:14; Akt: 24.10.2017 09:39 Print

«Ich hasse Männer als Gruppe»

von Cheyenne Strähl - Anlässlich ihres bevorstehenden Konzerts in Zürich haben wir mit Zara Larsson (19) über Tour-Tage, die Distanz zu ihren Freunden und Feminismus gesprochen.

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Am 2. November 2017 wird Zara Larsson (19) auf ihrer Tour in der Schweiz haltmachen. Wie die 19-jährige Schwedin tickt, hat sie uns im Interview erzählt.

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«Lush Life» ist der grösste von Zaras bisherigen Solo-Hits:

Zara, wie sieht ein typischer Tour-Tag bei dir aus?
Ich wache auf und esse erst mal was mit meiner Band. Danach geht es auf die Bühne, wir machen einen Soundcheck und wärmen uns auf. Es sind sehr unkomplizierte Tage – Tour-Tage sind meine Lieblingstage.

Wie bleibst du mit deinen Liebsten in Kontakt?
Ich bin ein ziemlich grosser Fan von Facetime. Ich brauche das ständig, ich will up to date bleiben.

Kannst du immer noch «normale» Dinge tun?
Ja, das ist kein Problem. Manchmal kommen dann halt Leute und wollen ein Foto, aber das stört mich nicht, ausser ich bin an einer Party und habe getrunken. Aber sonst führe ich ein fast normales Leben.

Nerven dich die Fotowünsche nicht?
Manchmal. Nicht das Fotografieren an sich, eher, dass man immer gut aussehen muss. Das ist das Negative am Berühmtsein. Komisch ist es, wenn mich Fans nicht ansprechen, dafür heimlich ein Foto machen. Mir ist es lieber, wenn man mich direkt anspricht.

Mit «Symphony» mit Clean Bandit landete sie auch einen Hit und ebenfalls international ganz vorn in den Charts:

Stresst es dich, für so viele junge Menschen ein Vorbild zu sein?
Nicht so. Ich bin einfach ich, und ich teile meine Meinung auf Social Media. Ich bin Feministin und zeige das auch.

Du nennst dich selbst auch «Männer-Hasserin».
Ich hasse Männer als Gruppe, nicht als Individuen. Die ganze Geschlechter-Aufteilung, der Patriarchismus – die Männer werden einfach besser behandelt, und sie sind schuld, dass sich daran nichts ändert. Viele wollen mich extra falsch verstehen, bilden sich ihre Meinung über mich, ohne mit mir geredet zu haben. Würden sie mir richtig zuhören, würden sie mich auch verstehen.

Ist es schwierig, Feminismus und sexy Musikvideos zusammenzubringen?
Das einzig Schwierige daran ist das Frauenbild. Frauen müssen immer gut aussehen, schlank, grosser Hintern und so weiter. Ich gebe mich sexy, wenn ich sexy sein will, nicht, weil jemand das will. Das zu unterscheiden, ist manchmal schwer.

Wie gehst du mit negativen Kommentaren um?
Die gibt es immer. Bei mir hiess es schon, ich hätte etwa einen flachen Hintern. Ich denke mir dann: Was soll ich dagegen tun? Mir Implantate reinmachen? Dann würde es wieder negativ ankommen. Deshalb versuche ich gar nicht erst, allen gerecht zu werden. Die Kommentare werden gelöscht und die Nutzer blockiert, so mache ich das.

«Never Forget You» ist Zaras neuster Song:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • yuv am 24.10.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaja

     "Frauen müssen immer gut aussehen, schlank, grosser Hintern und so weiter". Männer müssen für euch auch immer gut aussehen, muskulös, mind. 1.80m, sixpack und so weiter. Anders hat man bei euch ladies heute gar keine chance. doppelmoral vom feinsten

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  • männer am 24.10.2017 07:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    mit solchen aussagen wird sie nicht viele männliche hörer haben.

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  • Markus Kuster am 24.10.2017 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Feminismus von Heute

    Natürlich kann eine Frau nicht selbst verantwortlich sein wenn etwas nicht so will wie sie möchte. Es muss natürlich immer der nächst beste Mann verantwortlich sein ( Patriachat ). Ist man nicht gleicher meinung "hat man(n) es nicht verstanden". Die eigene Position zu hinterfragen kommt gar nicht erst in Frage. Am Feminismus stört mich nicht mal unbedingt der latente Männerhass, sondern viel mehr dass hier ganz offen den Frauen jegliche Fähigkeit zum selbstständig denken und handeln abgesprochen wird. Der Feminismus von Heute entmündigt die Frauen und das finde ich bedenklich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ella am 25.10.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Männer

    In Schweden sind Männer frauenfeidlicher als hier. Deshalb hat sie so ein schlechtes Bild über Männer. Und auch hier ist es teilweise so. Es wird hinterher gerufen wenn wir was freizügiges anziehen. Dann werden wir an Körper stellen angefasst in der wir nicht von fremden Personen angefasst werden wollen. Wir müssen immer gut aussehen sonst sehen wir komisch aus. Wir durfen nicht mit Jungs befreundet sein wenn wir in einer Beziehung sind. .... Ich weiß gleich kommt einer mit 1000 gegen Argumenten. Aber denkt mal richtig nach es stimmt alles und diese Dinge hat ein Mann mindestens 1 mal getan.

    • Vogelmind am 24.11.2017 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ella

      meine Freundin hat auch ein Problem mit meinen Kolleginnen

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  • j.c. am 25.10.2017 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    kontraproduktiv

    Von Hass zu sprechen finde ich kontraproduktiv. Ich finde Feminismus eigentlich etwas wichtiges, aber nicht in dieser Form. Es sollte darum gehen, dass wir alle Menschen sind und die gleiche Behandlung verdienen, ohne Hass. Hass hilft nicht.

  • Manuela B am 25.10.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Meiti

    ein jeder muss etwas zum Hassen haben. Dann ist man ein interessanter und gescheiter Mensch. Man muss sich ja auch an vielen Dingen des täglichen Lebens stören. Hauptsache man zeigt den anderen, dass man von edler Lebensart und ihnen moralisch haushoch überlegen ist. Gäll Zäreli.

  • Macan am 24.10.2017 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauen sind gleich

    Sorry, aber Frauen sind kein Stück besser. In der Gruppe werden die Männer genau so unter die Lupe genommen wie umgekehrt

  • Milo am 24.10.2017 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Männer werden besser behandelt...

    Eine Kostprobe: sagt eine Frau, dass sie eine Männer-Hasserin ist, dann wird noch gefragt und Verständnis gezeigt. Sagt dagegen ein Mann dass er ein Frauenhasser ist, dann wird er sofort als gefährlichen A+&% bezeichnet. Women-only Events sind völlig in Ordnung, Men-Only Events sind frauenfeindlich. Schlägt eine Frau einen Mann, dann hat er es wohl verdient. Schlägt er zurück, dann ist er der Täter. Feministinnen heutzutage geht es nicht um Gleichheit, sondern um Macht.