«Sports Illustrated»

17. Oktober 2017 22:02; Akt: 17.10.2017 22:02 Print

Alexis ist die Bikini-Anfängerin 2018

Im Mai machte Alexis Ren ihre Essstörung öffentlich und holte sich viele neue Fans. Dazu gehören die Macher von «Sports Illustrated» – für sie modelt die Amerikanerin nun als «Rookie».

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Dieses Foto ist quasi Sinnbild für einen erfolgreichen Vertragsabschluss: Alexis Ren hat einen Badeanzug (mit dem für die «Sports Illustrated» traditionell eher hochgeschnittenen Beinausschnitt und ihrem Namen drauf). Übersetzt heisst das: Alexis wird für die Zeitschrift arbeiten. Als was, schreibt sie hinzu. Als Rookie. Als Rookie (das ist eigentlich eine Anfängerin) wird sie in der sehr erfolgreichen Swimsuit-Ausgabe für das Jahr 2018 vor der Kamera stehen. Bei einem Fitting (Kleideranprobe) zeigt sie sich im Korsett. Das stellen wir uns beim Baden etwas unpraktisch vor. Nacktbaden ist da wahrscheinlich sicherer. Ein Korsett könnte ihr die Luft abschnüren. Bisschen doof beim Untertauchen. (Zählt das noch zu den Fittings?) Dieser Häkel-Bikini empfiehlt sich zum Posieren. Beim Surfen oder anderen bewegungsintensiven Aktivitäten im Wasser könnte sie ihn womöglich verlieren. Vielleicht wollen Sie das ja, wer weiss? Ah, Alexis duscht auch. Hoffentlich rutscht sie nicht aus, bei den Verrenkungen. Noch mehr Körperhygiene. Das macht Spass! Im Mai machte Alexis übrigens öffentlich, dass sie an einer Essstörung litt. Das kam bei ihren Followern gut an. Sie sagte, dass man es den Bildern aus dem letzten Jahr ansieht, dass sie ein Problem mit dem Essen hatte. Jetzt gehe es ihr gut. Sie könne wieder ohne schlechtes Gewissen essen. Bei dieser Pose wissen wir, dass das ganz bewusst so gemacht wird, damit die Dame auf dem Bild a) dünner und b) trainierter aussieht. In den letzten Monaten haben einige Instagrammerinnen (inklusive Anja Zeidler) gezeigt, dass die perfekte Pose viel ausmacht. Alexis präsentiert hier übrigens den von Kourtney Kardashian erfundenen Underboob. Immer am Puls der Zeit, diese Alexis. Die Flossen sind recht gross. Damit kann Alexis sicher schnell schwimmen. Und dabei sieht sie wirklich sehr fröhlich aus. Dieses Pischi macht nicht viel Sinn. Solche Fotos mögen ihre 10,9 Millionen Follower. Die Pose mit der herabhängenden Hose hat damals in den Neunzigern der Marky Mark (jetzt Mark Wahlberg) gross gemacht. Büroarbeit muss auch mal sein. Noch schnell einkaufen. Dazu eine total natürliche Pose. Habt ihr meinen gesunden Salat eigentlich schon gesehen? Und in diesem Rucksäckchen hat Alexis ihre Einkäufe verstaut. Jetzt geht sie heim.

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Sie hat die fast perfekte Influencerinnen-Karriere hingelegt: Alexis Ren hat sich mit 10,9 Millionen Abonnenten auf Instagram ein kleines Imperium aufgebaut. Was sie macht? Sie postet gern Bilder von sich in Bademode (oder mit weniger).

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Und weil das US-Magazin «Sports Illustrated» gern Damen in sportlicher Minimal-Bekleidung rekrutiert, hat die Amerikanerin jetzt einen neuen Job an der Angel. Alexis ist der «Swimsuit Rookie» für die Badekleider-Ausgabe 2018.

Ein «Lebenstraum» erfüllt sich für Alexis

Es ist schon faszinierend, was für Job-Beschreibungen sich Magazine (und andere Unternehmunen) so ausdenken. «Rookie» heisst ja so viel wie Anfängerin. Noch erschliesst sich nicht ganz, inwiefern ein Profi einen Bikini oder ein alternatives Bade-Outfit denn anders trägt.

Logischerweise geht für Alexis jetzt ein «Traum in Erfüllung», wie ihren Instagram-Storys zu entnehmen ist. Hunderte junge Frauen (Victoria's-Secret-Engel inbegriffen) träumen offenbar von nichts anderem, als sich in Unterwäsche oder Bademode fotografieren zu lassen.

Ihre nahezu perfekten Körper bekommen sie natürlich (so sagen sie in den meisten Fällen) durch eine der folgenden Optionen: 1. Die wirklich superguten Gene, 2. Extrem gesunde Ernährung, aber keine Diät, 3. Ausreichend Sport, 4. Viel Wasser, viel Schlaf oder allerhand anderes, was in der Theorie total simpel klingt, aber in der Praxis in praktisch allen Fällen nicht ganz so realistisch ist. Und damit die Kurven nicht verlustig gehen, hilft auch mal der Doc nach.

Body Positivity als Zusatz

Bei Alexis aber liegt der Fall ein bisschen anders. Sie machte im Mai öffentlich, dass sie unter einer Essstörung litt. Das öffentliche Echo war enorm. Wie sie ihren Körper wahrgenommen habe, sei «giftig» gewesen. «Ich kann jetzt ganze Mahlzeiten essen, ohne Schuldgefühle zu haben», schrieb sie damals auf Instagram.

Trainieren? «Nur wenn ich Lust darauf habe.» Viele nahmen ihr Geständnis sehr positiv auf. Ihre Ehrlichkeit, die, wie viele glaubten, dem durchschnittlichen Insta-Körper-Duktus, diametral gegenübersteht, kam gut an. (Anmerkung: Wobei auch bei Alexis nicht alles natürlich gewachsen scheint.)

Und deshalb ist der «Swimsuit-Rookie» halt auch keine Anfängerin mehr. Die US-Zeitschrift hat mit ihr jemanden ins Boot geholt, der weiss, wie man das mit Social Media macht. Trotz praktisch makellosem Superkörper (den halt eine Zeitschrift schon gern ablichtet) haben sie mit Alexis noch ein bisschen Body Positivity ins Boot geholt. Kein schlechter Move.

(cts/bbe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Brunner am 17.10.2017 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja...

    Und in 15 Jahren klagt sie wegen Belästigung irgend jemanden an.

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  • A.M.K am 17.10.2017 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hapa hapa

    So viel zum Thema.. Frauen nicht als Objekt darzustellen... man wird ja quasi dazu gezwungen... Naja.. mich störts nicht^^

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  • Yachty am 17.10.2017 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kennen wir schon...

    Heute verdient sie als Halbnackte ihr Geld, in ein paar Jahren dann das Gejammer, dass sie nur auf ihr Körper reduziert wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.B. am 18.10.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sie tut mir leid

    Das arme Mädle, hat nicht mal Geld für eine richtige Badehose - und die Jeans habe auch schon überall Löcher und Risse. Ich würde ihr gerne ein paar ganze Hosen spenden, sie tut mir leid. Schlimm, wenn man so jung und so arm ist.

  • Dr.Spock am 18.10.2017 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig Herzig

    Na du süsse Schnecke

  • KimmJ am 18.10.2017 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm sowas...

    Sie war mal magersüchtig. Möchte das Magazin wirklich so jemanden als Vorbild für andere junge Frauen?

  • WaleLi am 18.10.2017 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Knapper

    Super, die Bikinis werden immer knapper, wer weiß, vielleicht bestehen sie im Jahr 2019 aus gar nichts mehr ;-)

  • Lucidar am 18.10.2017 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Talent

    und dann soll man Frauen nicht als Sexobjekt sehen?

    • Hää am 18.10.2017 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lucidar

      Schauen ist erkaubt...nur nicht anfassen;-)

    • Michi am 18.10.2017 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Lustlos

      Ansprechen aber auch nicht ...

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