Aufwühlendes Interview

17. April 2017 17:36; Akt: 17.04.2017 17:36 Print

Prinz Harry hat das «totale Chaos» durchlebt

Vor knapp 20 Jahren starb Lady Diana. Nun erzählt Prinz Harry erstmals, wie sehr ihn der Tod seiner Mutter aus der Bahn geworfen hat.

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So offen hat sich ein Mitglied des britischen Königshauses wohl noch nie gezeigt: Prinz Harry spricht in einem Interview mit der Zeitung «The Daily Telegraph» offen über seine psychischen Probleme nach dem Unfalltod seiner Mutter Diana im August 1997.

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Zwei Jahre lang habe er wegen seiner Unfähigkeit, mit seinem Kummer umzugehen, «totales Chaos» durchlitten. Er sei mehrfach einem «völligen Zusammenbruch sehr nahe» gewesen, gab der 32-Jährige zu Protokoll. «Ich habe mich geweigert, über meine Mutter nachzudenken», so Harry weiter. Denn er habe sich gedacht: «Es macht dich nur traurig. Sie wird davon nicht wieder lebendig.»

Bruder William hat geholfen

Erst vor vier Jahren entschloss sich Harry laut eigenen Angaben, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und den Tod aufzuarbeiten. Sein Bruder William haben ihn dazu ermutigt. «Er hat mir immer wieder gesagt, dass etwas nicht stimmt und dass ich mit jemandem reden müsse.»

Mittlerweile ist der royale Spross mit seiner Vergangenheit im Reinen. «Ich weiss jetzt, dass Reden über die eigenen Probleme sehr wertvoll ist. Schweigen macht alles nur noch schlimmer. Nicht nur für einen selbst, sondern auch für alle anderen um dich herum.»

Harry setzt sich für psychisch Kranke ein

Harry hatte nie zuvor öffentlich über seine Probleme bei der Verarbeitung des Todes seiner Mutter gesprochen. Er arbeitet mit einer Wohltätigkeitsorganisation zusammen, die sich für psychisch Kranke einsetzt.

(ysc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sein am 17.04.2017 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir sind alle nur menschen

    ein sehr sympathischer, menschlicher mann. respekt!

  • Tina Stettler am 17.04.2017 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vater starb als ich 12 Jahre alt war

    Zuerst verdrängt man diesen Verlust, denkt möglichst nicht daran. Am schlimmsten waren für mich die ersten Weihnachtstage ohne ihn. Da wurde mir erst so richtig bewusst wie sehr er mir fehlt. Auch jetzt viele Jahre später, mit eigenen Kindern, vermisse ich meinen Vater über die Weihnachten immer noch.

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  • Pack Man am 17.04.2017 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prinzen seit Stolz auf Eure Mutter

    Die Jungs,welche heute Männer sind hatten und haben noch immer mein Mitgefühl.Aber Lady Di war für mich das beste was jemals aus England kam und mir die Engländer überhaupt sympatisch machte.Dank ihr wurde England,ausser Fussball und Bond England Interessant.Ok,die Queen,Charles und seine Pferdefreundin und Tennis Wimbeldon auch,aber die gab es unter anderem vorher schon.Lady Di war tatsächlich eine Prinzessin aus dem Volk und für die Welt und eine starke und tolle Frau,welche noch viel gutes getan hätte,wäre ihr mehr Zeit vergönnt gewesen.Sie war und wäre auch eine gute Mutter gewesen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobi am 18.04.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach grossartig!

    Mein Vater sagte, Prinz Harry ist ein Nachfahre des biblischen Königs David. Auch der berühmte Thron Davids befindet sich in London. Die Bibel sagt, dass Gott David versprochen hat, dass seine Nachfahren grosse Persönlichkeiten werden. Auch das Königswappen mit dem Löwen und Einhorn drauf, wird biblisch beschrieben und mit David in Verbindung gebracht. Krass nicht?:)

  • Th1990 am 18.04.2017 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    omg

    Schlimm für jedes Kind seine Mutter zu verlieren. Nur bei uns kommen dann die existenziellen Sorgen noch dazu, der reiche Harry hatte nie und wird nie solche Probleme kennen. Also bitte, aus Respekt vor denen die nicht auf königlichen Rosen gebetet sind, etwas mehr Respekt!

    • Ladyinred am 18.04.2017 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Th1990

      @Th1990 da bin ich gar nicht ihrer Meinung. Der Schmerz eine Mutter zu verlieren ist nicht minder wenn jemand Geld wie Heu hat. Den kleinen Jungs damals, nützte die Krone und Geld und der ganze (Reichtum)nichts glauben Sie mir. Die haben einfach Riesenschmerz erlitten als ihre Mami starb. Wie alle Kinder dieser Welt. Ob arm oder reich. Im Gegenteil,die Königskinder konnten ja nicht mal in Ruhe trauern und wurden dauernd beobachtet. Ihr Kommentar ist beschämend

    • clini am 18.04.2017 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Th1990

      Der Schmerz,wenn man einen geliebten Menschen verliert,ist da.Egal ob man Geld wie Heu hat oder arm ist.Sorry,so eine doofe Aussage von Ihnen.

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  • Oliver Prinz am 18.04.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das totale Chaos... Materiell musste er nichts befürchten. Jobmässig auch nicht. Also mal halblang. Ich würde sifort tauschen, sogar mit Handkuss

    • Kaja B. am 18.04.2017 08:38 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung...

      Gehts noch? Er war damals ein Kind. Er führt ein Leben im Rampenlicht und kann nichts dagegen tun. Er wurde da reingeboren. Er ist wirklich nicht zu beneiden. Sein Bruder allerdings noch weniger. Harry kann im Gegensatz zu William wenigenstens noch ein paar Entscheidungen selbst treffen...William ist ein Sklave der Monarchie.

    • Ladyinred am 18.04.2017 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oliver Prinz

      @was für ein gehässiger Kommentar. Er war ein Kind, das seine Mutter verloren hat. Glauben Sie,ihn hat da sein Status und Geld getröstet. ? Das Königshaus zu vertreten ist im Übrigen harte Arbeit. Sie haben keine Ahnung und sollten sich schämen.

    • livia am 18.04.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      was für ein Kommentar ist das den?

      da geb ich kaja und ladyinred vollkommen recht, Oliver, stell dir vor du wärst in Harrys damaliger situtaion gleicher Status, gleiches Schicksal, er hat sich dieses leben auch nicht ausgesucht, stell dir vor, die queen verbietet dir als 9 jähriger hinter dem sarg der mutter nicht zu weinen, auch wenn du es gern getan hättest, aber ich denke das kannst du dir nicht vorstellen weil ich mir denke das du das nie erlebt hast, sollte bei dir jemand sterben dem du sehr nahe warst, weine nicht auch nicht nach jahren, das schaffst du nicht, denke mal darüber nach

    • Sam Bichsel am 18.04.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

      Spannend!

      @Oliver Prinz Wie viel müsste ich ihnen bieten, damit sie auf den wichtigsten Menschen in ihrem Leben verzichten?

    • Pack Man am 18.04.2017 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oliver Prinz

      soso,also die Mutter tauschen wegen Geld-kurtz die eigene Mutter verkaufen.Ich hatte nicht gerade das beste Verhältnis zu meiner Mutter,aber ..,janu,ich denke nicht das man mit Geld glücklicher trauern kann.Sie haben ein anderes Problem,scheint mir?!;)

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  • Monika Busch am 18.04.2017 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sich verändern

    Er war ja auch im Krieg in Afghanistan. Wie vielen Leuten hat er da etwas angetan? Es tut mir leid, was er als Kind durchmachen musste. Vielleicht sollte er eine Psychotherapie machen.

    • Felix am 18.04.2017 19:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Monika Busch

      Wie komen Sie darauf, dass er Leuten etwas angetan hat? Ich denke nicht, dass sein land das Risiko eingegangen ist, ihn zum Mörder zu machen. Wenn Sie den Artikel esen, sehen Sie übrigens, dass der genau davon handelt, dass er vor aller Welt von der Psychtherapie erzählt hat, die er brauchte, um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten.

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  • erika am 18.04.2017 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauerarbeit

    mein Mann ind Vater meines damals vierjährigen Sohnes wurde jäh aus dem Leben gerissen ohne vorherige Krankheit,er kam einfach nicht mehr nach Hause....damals war ich sehr froh und dankbar über die psychologiesche Hilfe die mein Sohn und ich erhalten haben,gemeinsam konnten wir so die Trauerarbeit bewältigen...übrigens Adressen von guten Psychologen kann jeder Hausarzt geben...