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No Angels und Nadja Benaissa
03. September 2009 10:09; Akt: 03.09.2009 10:23 Print
«Fast schon ein bisschen mittelalterlich»
Weil die No Angels am 11. September ein neues Album herausbringen, haben sich die Bandmitglieder der Presse gestellt. Nadja Benaissa kritisierte dabei ihr HIV-Zwangsouting durch die Medien mit deutlichen Worten.
Die Bildstrecke vom April 2009: «Todes-Angel Nadja? Eine Medienschau».
Eigentlich ging es bei der Pressekonferenz in Berlin um das neue No-Angels-Album «Welcome to the Dance», das am 11. September erscheint. Sandy Mölling sieht dem Erscheinungstermin gelassen entgegen: «Wir sind eigentlich nicht nervös, ob der Sound gut ankommt. Bisher hatten wir ein sehr gutes Feedback», sagte sie laut «Welt Online».
Die No Angels (von links: Nadja Benaissa, Sandy Mölling, Lucy Diakowska und Jessica Wahls) im April 2009.(Bild: Keystone/Sören Stache)
Im Mittelpunkt des Medieninteresses stand jedoch einmal mehr Bandmitglied Nadja Benaissa, die mit den Journalisten wegen ihrer Berichterstattung über ihre HIV-Infektion hart ins Gericht ging: «Das war nicht in Ordnung, was da passiert ist. So ein Zwangsouting ist eine Sache, die nicht passieren dürfte», kritisierte die 27-Jährige. «Es gab viele Formen von Tiefschlägen und Diskriminierungen, fast schon ein bisschen mittelalterlich.»
Zwar ermittelt die Staatsanwaltschaft Darmstadt weiter gegen die Sängerin, die im Verdacht steht, einen Liebhaber wissentlich mit HIV angesteckt zu haben. Mittlerweile gehe es ihr persönlich aber wieder besser, berichtete Benaissa laut «Welt Online». «Das Ganze hat mich sehr mitgenommen und ausgezehrt. Ich bin froh, dass die Arbeit weitergeht, dass es eine Perspektive gibt und hoffe, dass sich die Dinge bald klären werden.»
(phi)

























