Missbrauchsvorwürfe

24. Februar 2016 11:43; Akt: 24.02.2016 11:43 Print

Kesha verwickelt sich in Widersprüche

Die Musikerin beschuldigt Dr. Luke der sexuellen Nötigung. Vor Gericht ist Kesha damit vorerst abgeblitzt, ihre Aussage von 2011 untermauert diese Entscheidung.

Keshas Aussage von 2011. (Quelle: YouTube/TMZo)
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Am vergangenen Freitag hat das Gericht in New York die Missbrauchsvorwürfe von Sängerin Kesha an die Adresse von Starproduzent Dr. Luke aufgrund mangelnder Beweise vorläufig abgelehnt.

Nun ist ein Video aus dem Jahr 2011 aufgetaucht, das Kesha in Erklärungsnotstand bringen könnte: Vor vier Jahren sagte sie nämlich bereits vor Gericht aus, dass sie weder von Dr. Luke vergewaltigt noch in irgendeiner Weise sexuell belästigt, geschweige denn von ihrem Produzenten unter Drogen gesetzt worden sei. Die unter Eid gemachten Aussagen der Sängerin wurden in einem Clip auf Tmz.com veröffentlicht. Darin kommt auch Keshas Mutter zu Wort. Sie verneinte damals, in irgendeiner Form Kenntnis davon gehabt zu haben, dass Dr. Luke ihre Tochter sexuell belästigt hat.

Dr. Luke soll sie zur Falschaussage gezwungen haben

Keshas Anwälte argumentieren, dass Dr. Luke Kesha dazu gezwungen habe, Falschaussagen zu machen. Dr. Luke weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Ein definitives Urteil zum sexuellen Missbrauch hat das Gericht bisher noch nicht gefällt.

Unterdessen ist aus dem laufenden Verfahren ein öffentliches Seilziehen geworden, das die US-Medien auf Trab hält. Zahlreiche Künstlerkollegen – darunter Lily Allen, Lady Gaga, Ariana Grande und nicht zuletzt Taylor Swift – schalteten sich via Twitter und Instagram letzte Woche in die laufende Diskussion ein und signalisierten Solidarität mit dem angeblichen Missbrauchsopfer Kesha. Die Sängerin bedankte sich heute das erste Mal öffentlich für die Solidarität, die ihr entgegengebracht wird. Ein ausführlicheres Statement der Sängerin soll in nächster Zeit folgen.


(hau)

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