26. September 2005 00:58; Akt: 25.09.2005 19:55 Print

Trotz Protesten von Pamela: J. Lo machte Pelz salonfähig

Pelz feiert ein Comeback: Nicht zuletzt wegen J. Lo haben Nerz und Co. die Schaufenster zurückerobert. Sogar die einstige Pelz-Gegnerin Cindy Crawford posiert in Tierfellen.

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Weder H&M noch Diesel kommen diesen Winter ohne Pelz aus. Pelz ist überall, an Kapuzen, Ärmelaufschlägen und Mantelsäumen. Ob echt oder nicht – was gestern noch absolut verpönt war, ist heute salonfähiger denn je.
Eine der Wegbereiterinnen für das Pelz-Revival ist Jennifer Lopez. Seit Jahren stolziert die Sängerin in Pelzmänteln über den roten Teppich. Kein Wunder, ist auch ihre Kollektion Sweetface vom ersten bis zum letzten Outfit mit Fuchs oder Kaninchen bestückt. Doch damit nicht genug: In ihrem neuen Video trägt J. Lo gar falsche Wimpern aus Nerz.

La Lopez machte es vor, die Hip-Hopper und der Rest der Welt zogen nach. Sogar Cindy Crawford – einst Aushängeschild der Kampagne «Lieber nackt als im Pelz» – posiert wieder in Tierfellen. «Pelz hat sich seit den 90ern wieder in die Mode eingeschlichen», erklärt der Zürcher Kürschner Ramon Kuster den Retro-Trend. Kommt hinzu: «Die Pelz-Produktion in Asien ist extrem günstig. Kleider mit Echtpelz-Accessoires sind für jedermann erschwinglich», so der Pelz-Schneider.

Prominente Tierfreunde wie Pamela Anderson oder Heather Mills – sie verlor bei einer Protestaktion gar ihre Beinprothese – laufen Amok. Auch der Schweizer Tierschutz ist empört: «Viele denken, eine Bordüre sei weniger schlimm als ein Mantel. Aber auch für Accessoires werden Tiere gequält», ereifert sich Sprecher Mark Rissi. Solche Worte lassen Pelzfans jedoch kalt. Und dass der berühmte New Yorker Club Home Pelzträgerinnen künftig rausschmeisst, beeindruckt J. Lo ebenso wenig.

Stefanie Rigutto