Hollywood bangt

05. März 2010 15:47; Akt: 05.03.2010 16:00 Print

Kein Geld mehr: Die Stars stecken in der KriseKein Geld mehr: Die Stars stecken in der Krise

Die Finanzkrise ist endgültig in Hollywood angekommen: Schwächere Beteiligungen, tiefere Gagen und Massenentlassungen inklusive. Auch die Top-Stars bleiben nicht verschont - und müssen gar ihre Häuser verkaufen.

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Als die Finanzkrise in der Schweiz begann: Das Plakat von Marc Heim, «Ospel's Eleven» mit Marcel Ospel, Daniel Vasella, Brady Dougan, Franz Humer und Gigi Oeri. «Die Bankerboys gehen steil» von Jules van der Ley. Ein weiteres Plakat in der Reihe Finanzkrise, von Erich Schaetti: «Der Zauberer von Oz». «Die Rezessionsmacher» von Markus Egger. Wo ist er abgetaucht? Beitrag von Franz Büchler. «Der Unergang» von Dominic Buob aus Zürich. «The Milliönchen Gone with the Wind» von Uwe Frenz. Das Plakat für «Friends with Money» von René Studer. Der Beitrag von David Mitkov: «The Dark Ospel». «Grounding Teil 2» von Userin Simon. «Casino Royale» von M.Egger. Patrik Nydegger präsentiert: «Herr der Finanzen». Der Jokerospel von Marco von Gunten. Der Beitrag von Fernando Perez: «Liebling, jetzt haben wir Milliarden geschrumpft». Das Plakat zu «The Great Bank Robbery» von Userin Esther Lita aus Zürich. David Wornis Beitrag: Wie wärs mit 20-Ospelfranken? Quasi als Erinnerung an die Schweizer Finanzkrise im Jahre 2008... ... oder der Ospeli-Dollar von Simon Gerber? «Der Clou» von User Fernando Perez. Fiktive Story: In den UBS-Teppich-Etagen werden Hilfsgelder für Boni ausbezahlt, nachdem der Staat hereingelegt wurde. User Cubedude: Warum nur auf Filmplakate beschränken, wenn sogar der Titel des Albums passt? «The Swiss Job» von Marius Baumgartner. «Ocean's Twelve» von Hendrik-Lars Bärtschi. Das Plakat zu «Der Hexer» von User M. Egger. «8 Milliarden - der Abstieg» von von Marco von Gunten.

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Die Entwicklung hat sich zwar seit längerem abgezeichnet. Doch ausgerechnet jetzt, wenn alle von Entspannung der Situation sprechen, trifft die Finanzkrise Hollywood am meisten. US-Medienberichten zufolge soll die Situation in der Traumfabrik schlimmer sein denn je. So gebe es angeblich rund 20 000 Entlassungen pro Monat - von Catering-Service über Statisten bis hin zu Sprechrollen, gespart wird an allen Ecken und Kanten.

So sollen selbst Blockbuster wie «Up» oder «Avatar» vergleichsweise wenig Geld gescheffelt haben, im Gegensatz dazu, was sie früher eingespielt hätten, meinen Experten. Die zehn bestbezahlten Schauspieler verdienen Insidern zufolge ausserdem etwa gleich viel wie Julia Roberts für «Erin Brockovich» im Jahr 2001 erhalten hat - alle zehn zusammen versteht sich. «Das Kino-Publikum wird immer älter», meint denn auch Peter Dekom, Hollywood-Anwalt und Buchautor zur «New York Times». Jüngere Leute sehen sich die Filme vermehrt auf anderem Weg an, die Kinoeinnahmen sinken stetig.

Bei Gewinn gibt es Geld - sonst nicht

Zudem hat Hollywood der Krise wegen ein neues Gagen-System eingeführt, dass sich durchzusetzen scheint. Man nennt es «CB Zero», also «Cash Break Zero». Will heissen: Während die Stars früher schon beim ersten verkauften Ticket etwas verdient haben, bekommen sie heute erst Geld, wenn der Breakeven des Filmes erreicht ist und dieser Gewinn schreibt. Sandra Bullock soll für «The Blind Side» so sage und schreibe fünf Millionen Dollar weniger gekriegt haben als sonst bei ihr üblich. Und auch Russel Crowe, bis anhin einer der bestbezahlten Hollywood-Stars, soll beim demnächst startenden «Robin Hood» erst etwas verdienen, wenn der Umsatz stimmt und dürfte somit auf mehrere Millionen verzichten.

Ausnahmen gebe es allerdings nach wie vor. So soll Brad Pitt noch immer die Top-Gage von 10 Millionen Dollar für «Inglorious Basterds» gekriegt haben - um dies zu finanzieren, hätten andere Darsteller im Tarantino-Film allerdings für ein Existenzminimum (in Hollywood nennt man diese Vertragsbasis «Schedule F») mitgespielt, berichtet die «New York Times» weiter. So meint auch Schauspieler Sam Worthington («Terminator», «Avatar») zur australischen «Herald Sun»: «Sehr viele Schauspieler fürchten sich derzeit vor der Arbeitslosigkeit».

Stars beschweren sich öffentlich

Auch Darsteller Ed Asner, der Carl Fredricksen im Animations-Streifen «Up» seine Stimme leiht, beschwert sich in der «Times» lautstark. Asner sei beim Disney-Film bloss für einzelne Einsätze bezahlt worden, und nicht wie früher mit einer Pauschale. Für acht bis zehn Einsätze kriege man heutzutage nur noch 50 000 Dollar. Im Vergleich zu früher sei das nichts. Kein Wunder, müssen sich mittlerweile selbst die absoluten Top-Stars von ihren Luxus-Gütern trennen. So etwa Nicolas Cage, der sich unlängst von seinem bayerischen Schloss Neidstein trennte. Er gab danach ehrlich zu: «Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage kann ich mir es leider nicht länger leisten».

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