Zum Skelett abgemagert

11. Oktober 2012 14:43; Akt: 11.10.2012 15:14 Print

Natascha Kampusch hat sie dürr gemacht

Die Irin Antonia Campbell-Hughes spielt die Hauptrolle im Natascha-Kampusch-Film «3096». Die Dreharbeiten sind in vollem Gange. Aktuelle Bilder der Darstellerin erschrecken und werfen Fragen auf.

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Die Geschichte von Natascha Kampusch ging um die Welt: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Weg zur Schule entführt. Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil hielt sie 3096 Tage lang in einem Kellerverlies gefangen, bis die Österreicherin im Jahr 2006 fliehen konnte. Ihr Peiniger nahm sich noch am selben Tag das Leben.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Filmindustrie auf die Geschichte stürzen würde: Der Fall Kampusch soll für die Grossleinwand neu erzählt werden. Seit April diesen Jahres ist die Besetzung für den Film mit dem Titel «3069» bekannt: Die 29-jährige Irin Antonia Campbell-Hughes spielt die Rolle der erwachsenen Natascha. Die Dreharbeiten sind in vollem Gange, Bilder des Sets behält die Produktion unter Verschluss.

Ein Skelett auf dem roten Teppich

Derweil wird in England das 56. Londoner Filmfestival gefeiert. Zu Gast waren am 10. Oktober unter anderem Regisseur Tim Burton, Gattin und Schauspielerin Helena Bonham-Carter – und Antonia Campbell-Hughes, die Kampusch-Darstellerin. Erschreckend dürr präsentierte sich die 29-Jährige in einem dünnen, halb durchsichtigen Kleid. Einen Hauch von nichts trug sie, ein Schleier auf hervorstehenden Knochen. Ein erschreckender Anblick.

Ältere Bilder beweisen: Antonia war schon immer dünn. Aber so krankhaft dürr? Für die Rolle der Natascha Kampusch? Auch der britischen Tageszeitung «Daily Mail» sind die Bilder aufgefallen. «Antonia scheint sich auf ihre Rolle streng vorbereitet zu haben», schreibt das Blatt und vergleicht die Schauspielerin mit Matthew McConaughey, der sich für die Rolle seines aktuellen Films herunterhungerte.

«Ich habe die Art, wie Natascha gegessen hat, verinnerlicht»

Im vergangenen Juni sprach die Schauspielerin über ihre Diät für den Film: «Ich habe die Art, wie Natascha gegessen hat, verinnerlicht - nicht sehr viel und nicht sehr oft», zitiert sie der «Londoner Standard». Sie betonte aber auch, dass sie während der strengen Diät von einem Arzt beobachtet wurde.

Das Bild der ausgemergelten Irin wirft Fragen auf: Wieso sollte sie für ihre Rolle als Natascha Kampusch derart dünn sein? Damals, drei Wochen vor ihrer Flucht aus ihrem Verlies, soll Natascha Kampusch sehr dünn ausgesehen haben, berichtete ein 67-jähriger Rentner, der Natascha zufälligerweise in Pregarten begegnete. «Kasweiss war's, ganz mager und dürr. Da stimmt was net mit ihr, hab ich mir gedacht», schilderte der Mann die Begegnung in einem ORF-Radiointerview im August 2006. Als sich Natascha aber erstmals in den Medien präsentierte, war sie nicht annähernd so mager. Konnte Natascha tatsächlich innert weniger Wochen so sehr zugenommen haben?

Wieso die Produzenten des Films ihre Hauptdarstellerin derart hungern liessen, bleibt wohl deren Geheimnis – bis im kommenden Jahr. Der Kinostart im Verleih der Constantin Film ist für Mitte 2013 vorgesehen.

(sim)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kate am 12.10.2012 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stell euch mal vor...

    Stellt euch mal vor ihr würdet entführt und missbraucht und dann macht irgenjemand einen film darüber! Das ist krank! Lasst sie endlich in ruhe...

    • Gundel Gaukelei am 12.10.2012 15:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Kate

      Sie selber hat doch die Story verkauft. Die kassiert dafür ganz schön Geld.

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  • S.R. am 12.10.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Natascha Kampusch

    "Natascha Kampusch hat sie dürr gemacht". Das liest sich so, als sein Natascha Kampusch schuld an ihrem Zustand......

    • Laras am 12.10.2012 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      genau

      meine worte...danke!!!

    einklappen einklappen
  • Hanna am 12.10.2012 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Ich kann bis zu einem gewissen Punkt verstehen, dass man für eine Rolle hungert oder Pfunde anfrisst. Jedoch dann eine solch ungesunde Figur noch mit einem knappen Kleidchen zur Schau zu stellen finde ich nicht ok. Etwas mehr Stoff wäre in diesem Fall meiner Meinung nach eher angebracht gewesen.

  • Jennifer am 12.10.2012 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Braucht die Welt echt diesen Film??? Haben wir sonst wirklich keine guten Geschichten mehr?

  • Gast am 12.10.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheit

    Diese ewigen Diskussionen über Ästhetik und Geschmack gehen mir auf den Wecker. Fakt ist, dass es gesundheitlich Richtlinien in beide Richtungen gibt. Dünn ist ungesund, dick ist ungesund. Ob es gefällt oder nicht ist in diesem Falle, wie ich finde, total zweitrangig. Wenn unsere Gesellschaft kranke Menschen toll findet, dann muss unsere Gesellschaft wohl selber krank sein - was ach nix Neues ist.