Die neusten «Forbes»-Zahlen

14. Juni 2017 22:31; Akt: 14.06.2017 22:31 Print

Diese Stars haben am meisten Geld verdient

Das «Forbes»-Magazin hat recherchiert: Sean Combs aka Diddy hat am meisten gescheffelt. Und Kylie Jenner ist die Jüngste auf der Liste (und damit die zweitreichste Kardashian).

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Wir machen es spannend und zäumen das Pferd von hinten auf. Ab hier folgt die Top 10 der reichsten Berühmtheiten der Welt. Reich bezieht sich hier nicht auf das Gesamtvermögen, sondern auf den Jahresverdienst zwischen Juni 2016 und Juni 2017. Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» hat die Zahlen errechnet/geschätzt. Auf Platz 10 ist LeBron James. Der Mann spielt bei den Cleveland Cavaliers Basketball, hat gute Werbeverträge und ein Investment bei einer Pizza-Kette. Es sind total: 86 Millionen. Ihn hier kennen Sie vermutlich nicht. Der Mann mit der Brille und dem zaghaften Lächeln heisst James Patterson. Er ist Autor und hat im Betrachtungszeitraum 87 Millionen verdient. Er schreibt Kriminal-Romane, verkauft laut «Forbes» pro Jahr rund über 9 Millionen Bücher und wird zusammen mit Bill Clinton einen Thriller schreiben. Platz neun geht also an die Literatur. Luftsprünge macht Chris Martin (hier an Ariana Grandes Benefizkonzert in Manchester) nicht allein. Musik-Gruppen sind da recht demokratisch. Coldplay hat dank einer lukrativen Welttournee rund 88 Millionen verdient. Angeblich sind das rund fünf Millionen pro Stadt. Aktuell verdient Howard Stern sein Geld mit einem sehr, sehr hochdotierten Radiovertrag. Er hat aber für die Zukunft Investments in Digital-Unternehmen in Petto. 90 Millionen mehr hat er jetzt auf dem Konto. The Weeknd zeigt, dass Musiker auch mit Streaming Geld verdienen können. Er sammelte in den letzten zwei Jahren rund 5,5 Milliarden Streams. Dazu kommen 1,1 Millionen für jeden Halt auf seiner Welt-Tournee. Zu «Forbes» sagt er: «Künstler verdienen nicht wirklich Geld mit der Musik wie im goldenen Zeitalter. Es fliesst nicht, bevor du nicht auf der Bühne stehst.» Dieser muskulöse Mann mit hochgekrempelter Badehose heisst Cristiano Ronaldo. Er spielt Fussball, verkauft Parfums, Unterhosen, Schuhe, Jeans und hat ein paar Hotels. Damit verdient der Portugiese 93 Millionen. Aber: Ein paar davon muss er womöglich bald abliefern. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft ihm Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Er soll rund 16 Millionen Franken am Fiskus vorbeigeschleust haben. Dieser Mann wurde nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Jetzt besitzt er einen Haufen goldener Mikrophone (aktuell hier an den Billboard Music Awards in Las Vegas vergangenen Monat). Drake ist der meistgestreamte Künstler der Welt. Doch auch er verdiente seine Brötchen zum grossen Teil auf Tour und mit Werbeverträgen: 94 Millionen in einem Jahr. J.K. Rowling bringt noch mehr Literatur in die Top Ten (wir sollten alle Bücher schreiben). 95 Millionen rollten auf ihr Konto. Die Britin hat ein Theaterstück geschrieben, dann bekommt sie Geld von Harry-Potter-Attraktionen in Freizeitparks und sie verdiente auch an «Fantastic Beasts and Where to Find Them» mit. Beyoncé verdiente sagenhafte 105 Millionen Dollar. Das mit einem neuen Album, einer Welt-Tournee und Streaming und anderen Investments. Ehemann Jay Z ist mit 42 Millionen Jahresverdienst immerhin noch auf Platz 55 gelandet. Die Goldmedaille (oder die goldene Mega-Kette) geht an Sean «Diddy» Combs. 130 Millionen gingen an ihn. Einnahmen aus der «Bad Boy Family Reunion Tour» (Touren! Und Bücher schreiben. Los!), Partnerschaften und dann hat er noch für 70 Millionen einen Drittel seiner Bekleidungsfirma verkauft. Ab jetzt picken wir ein paar andere reiche Menschen raus. Einfach so. Zum Beispiel diese junge Dame: Kylie Jenner hüpft hier für eine Werbung (raten Sie für wen?) in die Luft. Das Küken des Kardashian-Klans (sie ist erst 19) hat 41 Millionen verdient. Sie verdient ihr Geld mit der eigenen Kosmetiklinie, Werbedeals und der familieneigenen Reality-Show. Halbschwester Kim Kardashian ist mit 45,5 Millionen auf Platz 47. Nachdem dieser junge Mann seit ein paar Tagen die Schweiz verunsichert, hat er ein Recht auf diese Liste. Das ist Justin Bieber beim Kicken auf der Chinawiese in Zürich. Damit verdient er höchstens Zuneigung. Seine 83,5 Millionen holte er sich mit 105 Live-Shows. Und er verdient auch ein bisschen an Werbedeals mit. Platz 13 für diesen geschäftstüchtigen Kanadier. Voilà - The Rock. Verhältnismässig wenige Hollywood-Stars haben es auf die Liste geschafft. Doch Dwayne Johnson und sein gelbes Tiger-Shirt dürfen sich noch über 65 Millionen Zustupf an die Haushaltskasse freuen. Das sind hauptsächlich Filmgagen. Er sagt zum Wirtschaftsmagazin: «Ich kann besser Hintern versohlen als irgendjemand auf der Welt. Und ich habe ein hübsches Lächeln.» Das hat er ja auch. Dazu auch noch die girly Pose drauf. Vin Diesel (er und The Rock haben das Heu übrigens nicht ganz auf der gleichen Bühne) verdiente 54,5 Millionen - dank der Filmindustrie. Sooooo gross ist Mark Wahlbergs Portemonnaie. Aktuell ist er der bestverdienende Mann in Hollywood: 68 Millionen für Marky Mark. Besonders viele Frauen sind ja sowieso nicht auf der Liste. Auch keine A-Liste-Schauspielerinnen. Dafür Sofia Vergara: Die TV-Schauspielerin verdiente 41,5 Millionen. Das dank Lizenzverträgen für Produkte und ihre Rolle in der Sitcom «Modern Family». So, das ist der einzige Deutschsprachige auf der Liste. Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel holte 38,5 Millionen. Kollege Lewis Hamilton hat auch einen guten Zapfen: 46 Millionen. Dank Formel 1 und diversen Werbeverträgen. Den haben wir dabei, weil er einfach süss ist. Ed Sheeran hat jetzt 37 Millionen mehr auf dem Konto. Und weil sie ja auch sehr beliebt ist: Adele ist um 69 Millionen reicher. In die Top 100 hat es auch der wohl hässigste Koch der Welt geschafft (das ist der links, rechts sitzt David Beckham, auch reich, aber nicht auf der Liste). Gordon Ramsay hat 60 Millionen verdient. Zum Schluss noch die drei Musik-Ladys, die zurzeit zu reden geben. Rihanna: 36 Millionen ... Katy Perry: 33 Millionen und Erzfeindin ... ... Taylor Swift: Plus 44 Millionen.

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Es ist ja schon faszinierend, wie viel berühmte Menschen verdienen. Aktuell führt Sean Combs (immer besser bekannt als Diddy) die «Forbes»-Liste der Top 100 der berühmten Hochverdiener an. Das US-Wirtschaftsmagazin berechnet die Löhne (wobei das Wort «Lohn» vor dem Hintergrund des jährlichen Millionen-Flusses etwas lächerlich wirkt) jeweils von Juni bis Juni.

Wer zurzeit mit wie vielen Millionen sein Konto zum Explodieren bringt, erfahren Sie in der Bildstrecke. Die ganze Liste gibt es hier.

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Einige Auffälligkeiten vorweg:

1. Von 100 Grossverdienern sind gerade mal 16 weiblich. Laut «Forbes» ein klares Zeichen für die Lohnungleichheit in der Entertainment-Branche. Unlängst machte etwa Robin Wright Penn öffentlich, dass sie für ihre Rolle als Claire Underwood in «House of Cards» deutlich weniger verdient als Kollege Kevin Spacey (eine gute Zusammenfassung zur Diskussion gibt es hier.)

Auch Jennifer Lawrence fragte sich einst in ihrem «Lenny Letter»: «Wieso verdiene ich eigentlich weniger als meine männlichen Co-Stars?» Kleines Detail: Auf der Top-100-Liste sind 10 Schauspieler vertreten. Aber keine einzige A-Listen-Dame (nur Sofia Vergara, aber die ist TV, und damit offenbar nicht A).

2. Kylie Jenner ist der jüngste Zugang bei den Grossverdienern. Die 19-Jährige hat es mit einem Verdienst von 41 Millionen Dollar auf Platz 59 geschafft. Sie scheffelt ihr Geld mit Kosmetik-Produkten, Werbeverträgen und ihrer Teilnahme an der familieneigenen Reality-Show. Halbschwester Kim sitzt mit 45,5 Millionen auf Platz 47. Das sind die einzigen Kardashians auf der Liste. Sonst sind sie ja überall.

3. «Forbes» stellt fest: Erstmals verdienten die Berühmtheiten einen grossen Posten mit Streaming. Im Vergleich zum letzten Jahr seien die Einnahmen hier um 118 Prozent auf 387 Millionen gestiegen (2016: 177 Millionen Dollar). The Weeknd führt hier die Liste an: Er soll mit 5,5 Milliarden Streams in zwei Jahren rund 75 Millionen Dollar verdient haben.

4. Auch spannend: Taylor Swift (und alle anderen Musiker auf der Liste) beweist, dass Musikmacher vor allem mit ihren Tourneen viel Geld verdienen. «Forbes» hat errechnet, dass ihr Einkommen um 74 Prozent geschrumpft ist, weil sie im Betrachtungszeitraum zwischen Juni 2016 und 2017 nicht auf Achse war.

Sie verdiente «noch» 44 Millionen (letztes Jahr noch 170 Millionen). Das mit stabilen Musik-Verkäufen und Werbedeals mit verschiedenen Firmen. Nächstes Jahr sieht das sicher wieder anders aus. Ihre Musik gibt es inzwischen auch wieder auf Spotify.

5. Streaming ist auch bei Schauspielern ein Thema: So soll Adam Sandler (Platz 35) 50,5 Millionen Dollar von Netflix bekommen haben. Specials mit dem Streaming-Dienst sollen Dave Chappelle und Chris Rock pro Special jeweils 20 Millionen eingebracht haben.

(bbe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svb am 14.06.2017 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geldgeldgeld

    Taylor Swift hat, soweit ich informiert bin, seit mehr als drei Jahren keine Musik mehr veröffentlicht und verdiente trotzdem stolze 44 Millionen. Die Gute weiss, wie sie ihre Brötchen verdienen muss ..

  • Monika G. am 15.06.2017 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenz

    Das ist einfach nur unverhältnismässig und dekandent. Mehr kann man dazu nicht sagen.

  • Realist am 15.06.2017 01:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    42% wollen Autor oder Autorin werden. Wissen diese 42% auch, dass nicht einmal 10% der eingereichten Bücher überhaupt gedruckt/publiziert werden? Berühmt wird nur etwa jeder zehnte dieser 10% also grad mal ein Prozent!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Meier am 15.06.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Neider

    Aja die sind alle Dekadent...als ich mal Federers Lohn kritisiert habe, wurde ich als Neider abgestempelt. Also scheinbar seid ihr auch alles Neider, nicht wahr?

  • Renato Wyss am 15.06.2017 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hat mit Verdienst nichts mehr zu tun

    Verdienen ist das falsche Wort, denen wird die Kohle sprichwörtlich nachgeworfen!

  • Grunz am 15.06.2017 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drake

    Finde es immer belustigend wie Drake als "started from the bottom" dargestellt wird. Der Typ kommt aus einer mittelständischen Familie in Kanada. Kein Vergleich zu Leuten wie Kendrick etc.

  • Klaus am 15.06.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage = unvollständig!

    Ich wäre gerne von Beruf: das was ich schon jetzt mache! Auch wenn ich vielleicht deutlich mehr verdienen könnte mit einem Beruf aus den angegebenen Bereichen, ich denke ich arbeite in meinem Beruf weil es mir Spass macht. Und gut im Beruf ist man nur wenn einem der Beruf Spass macht und man sich in dem engagieren kann. Was bringt es mir wenn ich Rockstar wär, aber kein Bock drauf hab und deswegen ein schlechter bin? Ich denke ich würde als solcher weniger verdienen als heute. Man muss nicht immer Begehrlichkeiten generieren welche keinen Sinn machen!

  • kletterpunk am 15.06.2017 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdient?

    Für was