Brittanys traurige Mutter

23. Dezember 2010 16:00; Akt: 23.12.2010 17:10 Print

«Ich tue so, als wäre das alles nicht passiert»

Brittany Murphys Mutter verkraftet den Verlust ihrer verstorbenen Tochter nicht und redet sich ein, dass sie noch immer am Leben sei.

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In diesem Auto wurde die Leiche Brittanys Witwer Simon Monjack abtransportiert. Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Am 5. Mai 2007 heiratete Brittany den Drehbuchautor Simon Monjack. Drehbuchautor David Monjack: Konnte er Britannys Tod nicht verkraften? Brittany Murphy wurde am 10. November 1977 geboren und starb am 20. Dezember 2009 in Los Angeles. Schon bald nach der Geburt von Brittany zog ihre Mutter nach Edison (US-Staat New Jersey) um. Dort spielte Brittany mit neun Jahren bereits eine Hauptrolle in der regionalen Theater-Produktion «Real Rosie». Als Brittany dreizehn Jahre alt war, zog sie mit ihrer Mutter an die Westküste nach Burbank (US-Staat Kalifornien). Damals hatte sie auch ihren ersten «richtigen» Job: in einem Pizza-Werbespot. In «Girl, Interrupted» spielte sie an der Seite von etablierten Stars wie Winona Ryder und Angelina Jolie. Im Thriller «Don't Say a Word» spielte sie 2001 eine psychiatrische Patientin mit einer implantierten Nummer im Gehirn (Bild: Mit Michael Douglas). In «8 Mile» an der Seite von Eminem - Brittanys Karriere-Durchbruch. «Just Married» - 2003 mit ihrem damaligen Freund Ashton Kutcher. Mit Kinderstar Dakota Fanning an der Premiere von «Uptown Girls». «Sin City» - 2005. Ihr ausgeprägtes Stimmentalent stellte Brittany in der Zeichentrickserie «King of the Hill» unter Beweis, in der sie gleich zwei Charaktere spricht. In den Neunzigern war sie Leadsängerin einer Band. So sollte sie auch in «A Piece of My Heart» die Blues-Legende Janis Joplin verkörpern, aber aus dem Projekt wurde nichts. O-Ton Brittany: «Well, I lost my virginity in a car. But it wasn't a very nice one.» - «Tja, ich habe meine Unschuld in einem Wagen verloren. Aber es war kein besonders schöner»

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Sharon Murphy versucht noch immer, mit dem Verlust ihrer Tochter, die im vergangenen Dezember mit nur 32 Jahren an einer Lungenentzündung verstarb, fertig zu werden. Auch der Tod ihres Schwiegersohns Simon Monjack, der nur fünf Monate nach seiner Frau starb, macht ihr noch immer zu schaffen und somit versucht sie, so zu tun, als sei die Tragödie niemals passiert.

«Es ist mehr als seltsam. Ich habe da keine Antworten», erinnert sie sich an das Geschehene und fügt hinzu: «Manchmal versuche ich, so zu tun, als sei das alles nicht passiert.»

Die Mutter der Schauspielerin hatte gemeinsam mit dem Paar in dessen Haus in Beverly Hills gewohnt und blieb auch nach deren Tod dort, um sich ihnen weiterhin nah fühlen zu können. Der «InTouch Weekly» berichtet sie: «Ich kann ihre Anwesenheit hier fühlen. Es beruhigt mich.»

Das Schlafzimmer ihrer verstorbenen Tochter hat die Trauernde dabei nicht verändert und gesteht, den Verlust ihres Kindes vor allem deshalb so schwer zu ertragen, weil die beiden sich gegenseitig immer aufeinander verlassen konnten. «Ich erinnere mich immer an die Zeit mit ihr. Sie sagte immer, dass wir gemeinsam aufgewachsen seien und das stimmt. Wir standen uns sehr nah und waren unglaublich gute Freunde», klagt sie.

Um besser mit ihrer Trauer klarzukommen, arbeitet Murphy daran, die Erinnerung an ihre Tochter in einem Buch aufrechtzuerhalten und fokussiert sich auch auf ihre Arbeit an der Brittany Murphy Foundation, die Kunst-Programme für unterprivilegierte Kinder finanziert. «Ein Teil der Einnahmen, die ich für das Buch erhalte, wird der gemeinnützigen Organisation zugute kommen», kündigt sie an.


(bang)