Raubüberfall

05. Dezember 2008 19:41; Akt: 05.12.2008 20:39 Print

O.J. Simpson zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt

Der frühere US-Footballstar O.J. Simpson ist wegen bewaffneten Raubüberfalls zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach frühestens acht Jahren kann er wegen guter Führung entlassen werden.

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Die von Simpson vor der Strafmassverkündung geäusserte Entschuldigung lehnte Richterin Jackie Glass ab: «Das war mehr als eine Dummheit», erklärte sie. Simpson nahm das Urteil mit versteinertem Gesicht zur Kenntnis.

Der heute 61-jährige einstige Sportstar war zusammen mit mehreren Komplizen vor einem Jahr in ein Hotelzimmer in Las Vegas eingedrungen und hatte zwei Fanartikelsammler mit Waffengewalt gezwungen, ihm persönliche Erinnerungsstücke auszuhändigen.

In seiner überraschenden Stellungnahme vor der Urteilsbegründung machte er geltend, dass er die Gegenstände, darunter den Ehering seiner Ex-Frau, lediglich für seine Familie zurückbekommen wollte. Sein Anwalt Yale Galanter sprach von «Dummheit und Rachegefühlen» auf der Seite Simpsons. Zu keiner Zeit habe sein Mandant jemanden verletzen wollen.

Anfang Oktober hatte ein Jury Simpson in allen zwölf Anklagepunkten für schuldig befunden - unter anderem des Raubs, der Geiselnahme und der Körperverletzung. Er darf allerdings schon nach sechs bis acht Jahren seine frühzeitige Entlassung wegen guter Führung beantragen.

Fernsehkommentaren «beglückwünschten» Simpson zu dem milden Urteil. Er sei «sehr glimpflich davongekommen». Ihm drohte eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Freispruch in Mordfall

Simpson war 1995 in einem aufsehenerregenden Strafprozess vom Vorwurf des Doppelmordes an seiner Exfrau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ron Goldman freigesprochen worden. In einem Zivilprozess wurde er später jedoch für schuldig befunden und zu einer Entschädigungszahlung von 33,5 Millionen Dollar verurteilt.

(sda)

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