Oscars 2010

08. März 2010 06:03; Akt: 21.11.2010 13:56 Print

Irak-Krieg schlägt Pandora-HypeIrak-Krieg schlägt Pandora-Hype

Nicht der vielfach nominierte Kassenknüller «Avatar», sondern das Kriegsdrama «The Hurt Locker» triumphierte bei der Oscarverleihung. Christoph Waltz gewann erwartungsgemäss den Preis als bester Nebendarsteller, Sandra Bullock und Jeff Bridges wurden zu den besten Hauptdarstellern gekürt.

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Für Durchblick sorgen die Moderatoren des Abends: Steve Martin (links) und Alec Baldwin. Die Schauspieler haben nur dann nicht die Lacher auf ihrer Seite, wenn ... ... Kollegen wie Ben Stiller ihren Auftritt im «Avatar»-Look bestreiten. Dem Maskenbildner gebührt Respekt. Kathryn Bigelow wurde für «The Hurt Locker» zum einen für ihre Arbeit als Regisseurin ausgezeichnet, zum anderen ... ... wurde der Irak-Streifen auch noch bester Film. Regisseur Juan Jose Camponella staunt über den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, «El Secreto de Sus Ojos». Christoph Waltz («Inglourious Basterds») nimmt den Preis als bester Nebendarsteller von Penélope Cruz entgegen, sein weibliches Pendant ... ... ist Aktrice Mo'Nique («Precious»). Sandra Bullock heimste ihren ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin ein. In Anlehung an ihren gemeinsamen Film «The Fabulous Baker Boys» stellte Michelle Pfeiffer den Kandidaten Jeff Bridges vor, der dann auch ... ... prompt den Titel als bester Hauptdarsteller absahnte. Der Altstar war sichtlich gerührt ob der Ehrung und kam aus dem Danken gar nicht mehr heraus. Das Moderatoren-Duo Martin-Baldwin ohne 3D-Brille. Ein Blick zurück auf den roten Teppich: Cameron Diaz, ... ... Jungdarstellerin Kristen Stewart ... ... und Javier Bardem sowie ... ... Aktrice Kathy Bates. Dieser Mann ist US-Medien-Mogul Sumner Redstone. Die ihn liebende Dame an seiner Seite wird von den Bildagenturen als sein «Date» Malia Andelin geführt.. Prinzessin Lopez und Prinz Anthony (Weitere Bilder vom roten Teppich finden Sie ) Marc Anthony, während Gattin J-Lo Autogramme scheibt. Hier haben wir Jeff Bridges mit Ehefrau Susan. Da fällt der Blick auf Kate Winslett, die sich für das figurbetonte Silberne entschieden hat und feminin-galant daherkommt.

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Sensation bei der 82. Oscarverleihung: Als erste Frau hat die US-Regisseurin Kathryn Bigelow mit ihrem Irak- Kriegsdrama «The Hurt Locker» den Regie-Oscar gewonnen. Die kleine Independent-Produktion wurde zudem als bester Film ausgezeichnet und stach somit in beiden Königskategorien den Hollywood-Blockbuster «Avatar» von James Cameron aus. Insgesamt gewann «The Hurt Locker» (»Tödliches Kommando») sechs Oscars, «Avatar» kam auf drei Trophäen - beide waren neunmal nominiert.

Das Rennen zwischen «The Hurt Locker» und «Avatar» war das zwischen David und Goliath: «Avatar» kostete 500 Millionen Dollar und spielte 2,5 Milliarden Dollar ein - er ist der erfolgreichste Film der Geschichte. «The Hurt Locker» kostete hingegen gerade einmal 15 Millionen Dollar und war an den Kinokassen kein grosser Erfolg.

Doch bei den Kritikern landete er einen Volltreffer - und schrieb Geschichte. Erst dreimal zuvor war eine Frau für die beste Regie nominiert: Sofia Coppola mit «Lost in Translation» (2003), Jane Campion mit «Das Piano» (1993) und Lina Wertmüller mit «Sieben Schönheiten» (1975).

Die 58-jährige Bigelow gewann als erste Frau und stach damit ihren Exmann Cameron aus. Der hatte 1998 mit «Titanic» elf Oscars gewonnen, diesmal blieb es bei drei Statuen für Kameraführung, Ausstattung und Spezialeffekte.

Bridges und Bullock als beste Hauptdarsteller

In die Oscar-Liste der besten Hauptdarsteller schrieben sich erstmals Jeff Bridges und Sandra Bullock ein. Der 60-jährige Bridges erhielt die goldene Statue für seine Rolle als abgehalfterter Country-Sänger in dem Film «Crazy Heart». Bridges, der bereits zum fünften Mal nominiert war, war überwältigt und bedankte sich überschwänglich.

Bullock würdigte einzeln ihre Konkurrentinnen - darunter Helen Mirren und Meryl Streep - und bedankte sich unter vielen Tränen der Rührung. Die 45-Jährige bekam den Oscar für die Darstellung einer Mutter aus der Oberschicht, die einen obdachlosen, schwarzen Jungen in ihrer Familie aufnimmt und ihn zum Football-Profi macht.

«Kann mich niemals genug bedanken»

Als erster Preisträger des Abends hatte der Österreicher Christoph Waltz für seine Rolle in «Inglorious Basterds» von Quentin Tarantino den Oscar als bester Nebendarsteller erhalten. «Dies ist ein Über-Bingo», sagte der sichtlich gerührte Waltz mit tränenerstickter Stimme. «Ich werde mich niemals genug bedanken können. Aber ich kann damit jetzt beginnen.»

Der 53-Jährige galt als Favorit: Für seine Darstellung des charmant-zynischen SS-Offiziers hatte er zuvor bereits eine Goldene Palme von Cannes und einen Golden Globe bekommen. Beste Nebendarstellerin wurde US-Schauspielerin Mo'Nique für ihre Rolle als gewalttätige Mutter im Sozialdrama «Precious - Das Leben ist kostbar». Zuvor war «Precious»-Autor Geoffrey Fletcher bereits für das beste adaptierte Drehbuch geehrt worden; der Film basiert auf dem Roman «Push» von Sapphire.

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(Video: APTNVideo)

«Up» ganz oben

Bei der 82. Oscarverleihung gab es ausserdem zwei Trophäen für den Zeichentrickstreifen «Up» (Oben): Er wurde von den Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences zum besten Animationsfilm gewählt und für die beste Originalmusik ausgezeichnet.

Den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film holte der Thriller «El Secreto de Sus Ojos» (Das Geheimnis Deiner Augen) aus Argentinien.


Alle Awards im Überblick


- Bester Film: «The Hurt Locker»

- Bester fremdsprachiger Film: «El Secreto de Sus Ojos» (Argentinien)


- Bester Animationsfilm: «Up» (Oben)

- Beste Darstellerin (Hauptrolle): Sandra Bullock


- Bester Darsteller (Hauptrolle): Jeff Bridges

- Beste Darstellerin (Nebenrolle): Mo'Nique


- Bester Darsteller (Nebenrolle): Christoph Waltz

- Beste Regie: Kathryn Bigelow (»The Hurt Locker»)


- Bestes Original-Drehbuch: Mark Boal (»The Hurt Locker»)

- Bestes adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher (»Precious»)


- Beste Kamera: «Avatar»

- Bester Schnitt: «The Hurt Locker»


- Bester Ton: «The Hurt Locker»

- Beste Toneffekte: «The Hurt Locker»


- Beste Filmmusik: Michael Giacchino (»Up»)

- Bester Filmsong: «The Weary Kind» von Ryan Bingham und T Bone Burnett aus dem Film «Crazy Heart»


- Beste Kostüme: Sandy Powell (»The Young Victoria»)

- Beste Maske: Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow (»Star Trek»)


- Beste Ausstattung (Szenenbild): «Avatar»

- Beste Spezial-Effekte: «Avatar»


- Bester Dokumentarfilm: «The Cove»

- Bester kurzer Dokumentarfilm: «Music by Prudence»


- Bester kurzer Trickfilm: «Logorama»

- Bester kurzer Realfilm: «The New Tenants»

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Oscar-Verleihung - Die Academy Awards im Überblick

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  • Ric Stalder am 08.03.2010 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    Das ein Film wie Hurt Locker, der eigentlich nichts spezielles ist den Oscar für beste Musik, beste Regie und bester Film bekommt ist lächerlich. Man merkte richtig wie sehr sich Hollywood darum bemüht hat Avatar NICHT auszuzeichnen, wohl weil er zu erfolgreich war... Hurt Locker bekam all diese Oscars nur weil er von einer Frau gemacht wurde und "es nun endlich Zeit sei, dass eine Frau diese Auszeichnungen bekommt". Wäre dieser Film von einem Mann gemacht worden hätte er diese Oscars nicht erhalten, sehr schade das ganze.

    • Dani am 09.03.2010 14:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, lächerlich..

      Avatar ist wirklich ein sehenswerter Film. Gut gemacht, und bis jetzt einmalig. Aber mal ehrlich: war die Musik besonders gut? War der Schnitt besonders gut? Ist die Geschichte nicht etwas, das schon 100x verfilmt wurde? Und die Schauspieler waren leider viel zusehr mit der 30-Capturing-Technik beschäftigt, als sich um guten Ausdruck oder sowas zu kümmern. Beispiel: Die Stelle, wo Neytiri ihre Trauer über den gefallenen Baum zum ausdruck bringen wollte? - der ganze Kinosaal hat gelacht. Wie ein echter tiefer Schmerz hat es nun leider wirklich nicht ausgesehen...

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  • Peter am 08.03.2010 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    ??

    Der Artikel und die Bildstrecke beschäftigen sich praktisch nur mit den Kleidern der Frauen, die Filme sind offenbar völlige Nebensache geworden. Wer entscheidet eigentlich was in und out ist? Ist der Geschmack des Journis massgebend? Ich kann immer noch selber entscheiden, was mir gefällt und was nicht.

  • Martin am 08.03.2010 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    The Hurt Locker.... naja

    Diese vielen Oscars sind nicht gerechtfertigt. Ok der Film ist in Ordnung, aber hat er doch auch mehrheitlich wegen seiner Thematik, dem Irak-Krieg, soviele Oscars erhalten... USA halt...