Missbrauchsvorwürfe

10. März 2016 20:59; Akt: 10.03.2016 20:59 Print

Sony plant Dr. Lukes Entlassung

Kesha beschuldigt Sony-Produzent Dr. Luke der sexuellen Nötigung. Angeblich will sich der Konzern jetzt von ihm trennen.

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Seit Wochen schon beschäftigt die juristische Auseinandersetzung zwischen der Musikerin Kesha und deren Produzent Dr. Luke (bürgerlich Lukasz Gottwald) die US-Öffentlichkeit. Laut Anklageschrift soll Dr. Luke die Künstlerin zehn Jahre lang sexuell, physisch und psychisch missbraucht haben, angeblich bis zu einem Punkt, an dem sie beinahe «gestorben» wäre. Ende Februar musste Kesha aufgrund mangelnder Beweise eine erste Niederlage vor Gericht hinnehmen, ein endgültiges Urteil steht noch aus. Gerüchten zufolge will sich Sony jetzt noch während der laufenden Verhandlungen vom angeklagten Star-Produzenten trennen, wie Nme.com berichtet. Dies wohl nicht zuletzt wegen des öffentlichen Drucks, der seit Prozessbeginn auf dem Konzern lastet.

Zahlreiche Künstlerkollegen – darunter Adele, Kelly Clarkson, Lily Allen, Lady Gaga, Ariana Grande und Taylor Swift – schalteten sich in die öffentliche Diskussion ein und signalisierten Solidarität mit dem angeblichen Missbrauchsopfer Kesha.

Dr. Lukes Anwalt verneint die Gerüchte

«Wenn die Adeles dieser Welt öffentlich Kritik an Sony üben, kann das dem Konzern nicht egal sein», sagt ein Insider gegenüber Nme.com. Sony werde Dr. Luke fallen lassen müssen, heisst es weiter. Noch gibt es keine offizielle Stellungnahme vonseiten Sony zur angeblichen Entlassung Dr. Lukes. Der Anwalt des Angeklagten indes weist die Mutmassungen zurück: Dr. Luke habe eine ausgezeichnete Beziehung mit Sony und stehe in regem Kontakt mit der Konzernleitung, sagt Dr. Lukes Verteidiger gegenüber Tmz.com.

Am kommenden Freitag planen die Fans von Kesha, die rund 411'000 gesammelten Unterschriften beim Sony-Hauptquartier in New York abzuladen, wie Nme.com berichtet. Die Anhänger des Popstars fordern den Konzern auf, den laufenden Plattenvertrag mit Kesha aufzulösen.

(hau)

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