London

21. November 2011 21:32; Akt: 21.11.2011 21:35 Print

Grant führt Krieg gegen Paparazzi

Schauspieler Hugh Grant will der britischen Boulevard-Presse an den Kragen. Vor einem Untersuchungsausschuss erhob er schwere Vorwürfe.

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Dreiste Mittelsmänner sollen in seine Wohnung eingebrochen sein. Freche Journalisten sollen seinen Telefonbeantworter abgehört haben. Und herzlose Fotografen hätten seine Freundinnen «gejagt und beleidigt»: Hugh Grant wetterte bei seiner Anhörung vor der Leveson-Kommission gegen die Presse.

Das britische Parlament hatte den Untersuchungsausschuss ins Leben ge­rufen. Dies, nachdem­ die unortho­doxen Recherchemethoden der Sonntags­zeitung «News of the World» die Medienlandschaft erschüttert hatten. Die Kommission soll neue Ethik­standards für die Medien erarbeiten. Deshalb kommen von der Presse geplagte Stars, ­Angehörige von Mordopfern oder sonstige von der Presse gebeutelte Menschen zu Wort. Wie Hugh Grant.

Um 14 Uhr Londoner Zeit trat der 51-Jährige vor das Gremium. Vor allem die Paparazzi sind dem frischgebackenen ­Vater ein Dorn im Auge. Nach der Geburt seiner Tochter kam es dazu: «Sie haben die Mutter drei Tage belagert, sie konnte ihr Haus nicht verlassen.» Er ist zudem davon überzeugt, dass Journalisten vor einigen Jahren mit Einbrechern gemeinsame Sache gemacht haben. Wie sonst hätte eine britische Zeitung wissen können, wie es bei Grant zuhause aussieht? Nach Grant machen auch Sienna Miller, J.K. Rowling und die Eltern der entführten Maddie McCann eine Aussage.