Fall «Sexy Cora»

25. März 2012 19:37; Akt: 25.03.2012 19:37 Print

Wer ist schuld an Coras Tod?

Pornostar «Sexy Cora» starb 2011 bei einer Brustvergrösserung. Die Ermittlungen gegen den Chirurgen wurden jetzt eingestellt – dafür muss nun die Anästhesistin dran glauben.

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Obwohl Caroline Wosnitza alias Sexy Cora im Januar 2011 tragisch verstorben ist, läuft der Werbespot für ein Telefonsex- und Camportal weiterhin nächtlich im Schweizer Fenster von ProSieben. Sogar untrer den «Livecams» taucht der verstorbene Pornostar auf. Verantwortlich dafür ist Witwer und Geschäftsmann Tim Wosnitza. «Ich verstehe nicht, warum man ein komplettes Lebenswerk vernichten soll», so der Unternehmer gegenüber 20 Minuten. Zudem seien «die Kosten für die Spots höher als die Einnahmen», die diese generieren. Auf der Fanpage von Sexy Cora machte die Schwester der Verstorbenen, Anne-Marie Ebert, ihrem Ärger über Tim Wosnitza Luft und wünschte sich, dass man Cora in Frieden ruhen lassen solle. Der ehemalige Mitbewohner von Sexy Cora im «Big Brother»-Container Carlos Fassanelli widmete dem Erotiksternchen ein Lied. Die Hintergründe zum tragischen Todesfall von Caroline Wosnitza, zeigen Ihnen die folgenden Seiten. Carolin Wosnitza starb am 20. Januar 2011 bei einer Brust-OP. Auch wenn zuerst gegen den Schönheitschirurgen ermittelt wurde ... ... so ist dieser jetzt aus dem Schneider. Nun lastet die Schuld auf der Anästhesistin Marion F.: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen sie wegen fahrlässiger Tötung. Sie soll die Schuld an dem Unglück tragen, als ... ... Cora sich am 11. Januar 2011 einer Brustoperation unterzog. Die Porno-Darstellerin wollte sich zum fünften Mal ihre Brüste vergrössern lassen. Sie träumte von einem G-Körbchen. Ein Arzt riet ihr von der Operation ab. In der Alster-Klinik in Hamburg hatten die Ärzte jedoch keine Bedenken. Dann geschah das Unglück: Bei der Narkose ging etwas schief, Coras Gehirn war während 15 Minuten vom Sauerstoff abgeschnitten. Cora fiel ins Koma. Die Prognosen standen schlecht, die Ärzte glaubten, dass sie bleibende Gehirnschäden davontragen würde. Am 20. Januar um 14.30 Uhr trat das Schlimmste ein: Cora starb im Alter von 23 Jahren. Ihre Familie hat sich laut «Bild» bereits um 9 Uhr früh an ihrem Krankenbett versammelt ... ... um sich von Cora zu verabschieden.

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Am 20. Januar 2011 starb Carolin Wosnitza im Alter von nur 23 Jahren an den Folgen einer Schönheits-OP. Die ehemalige Pornodarstellerin und «Big Brother»-Kandidatin unterzog sich der fünften Brustvergrösserung - aus Körbchengrösse F sollte G werden - und fiel dabei ins Koma. Neun Tage später war «Sexy Cora» tot. Dabei sollen die behandelnden Ärzte am Tod nicht unschuld gewesen sein, weil bei der Beatmung und Wiederbelebung massive Fehler begangen wurden. Deshalb wurde bislang gegen den Schönheitschirurg der Alsterklinik ermittelt. Jetzt wurden die Ermittlungen gegen diesen eingestellt, dafür muss die Anästhesistin Marion F. herhalten. Die Staatsanwaltschaft erhebt wegen fahrlässiger Tötung Anklage gegen sie.

Verantwortung liegt allein bei ihr

Auch wenn der Schönheitschirurg bei der Wiederbelebung gepfuscht habe, so liege der Fehler bei der Anästhesistin Marion F. Er habe nur als ihr «Assistent» gehandelt: «Wir sind der Auffassung, dass die Anästhesistin den Tod der Patientin durch Fahrlässigkeit verursacht hat», so Wilhelm Möllers von der Staatsanwaltschaft. Bei der OP erlitt Cora fatale Hirnschäden. Gemäss der Anklage soll Marion F. nicht bemerkt haben, dass die Patientin bei der Narkose zu wenig Sauerstoff durch die Maske bekam. Als bei Cora dann der Herzstillstand eintrat, begann der Chirurg mit einer Herzdruckmassage und griff auf ein Stromstossgerät zurück. Später stellte ein Gutachter fest, dass bei der Wiederbelebung massive Fehler gemacht wurden. Trotzdem wird gegen den Schönheitschirurgen keine Anklage erhoben: «Die Verantwortung für die Reanimation liegt allein bei der Narkoseärztin», erklärt Möllers weiter.

Wie das Verfahren weiter geht, ist noch unklar. Marion F. ist derzeit wegen schweren Depressionen nicht verhandlungsfähig.

(cem)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Es handelte sich hier nicht um eine für das Leben notwendige Operation Sondern um eine Schönheitsop. Cora war nahm das Risiko in kauf. Auch Ärzten, Anästhesisten, Schwestern usw. können Fehler passieren - es sind auch nur Menschen. Es darf jetzt nicht sein dass alle mit dem Finger auf das Spital Personal zeigen... Aber schade ist es, dass hier ein Mensch mit deinem Leben für einen Fehler zahlte. Cora we miss you – Raphael Hodel

Die neusten Leser-Kommentare

  • Miara am 26.03.2012 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung

    Liebe männer hört auf euch Frauen mit riesen brüsten wie gummibälle anzusehen oder gar aufzuhängen. Denn so unterstützt ihr das ganze, denn labile frauen fühlen sich dann unvollkommen, obwohl sie kein medizinisches oder stark kosmetisches problem haben und legen sich unters messer bis es zur sucht wird... Und frauen auch ein A-Körbchen ist schön, auf jeden Fall schöner als diese furchtbaren Gummibälle.. Und auch wenn es eine andere OP gewesen wäre, operationen sind risikoreich.. Und nicht wie zur kosmetikerin zu gegen..

  • Kurt am 26.03.2012 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesen talent

    Extrem wie einige hier schreiben.sie war eines der grössten talente der letzten jahre.sie war auf dem weg zum internationen star, mit ihren unvergesslichen rollen hat sie die brange recht aufgerüttelt.auch ihre spezialität,daef man hier ja nicht sagen,war weltklasse.rufe ihn frieden

    • .T. am 26.03.2012 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sarkasmus?

      Soll das ein Witz sein? Riesentalent im ******?

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  • Vanessa am 26.03.2012 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Klar, ist es schade, dass ein weiterer Mensch gestorben ist. Aber in diesem Fall sag Ich nur eins: Selber schuld! Wenn sie sich nicht von Ärzten umstimmen lässt, Pech gehabt!

  • Sarah Michael am 26.03.2012 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übertriebener Perfektionismus

    Es tut mir zwar leid für die Familie, denoch bin ich der Meinung, dass wenn ein Arzt schon davor warnt es zu tun und man es trotzdem tut, man eben mit dem schlimmsten rechnen muss! Ich hoffe dieses Beispiel schreckt ab, denn keiner ist perfekt und man sollte sich so akzeptieren wie man ist!

  • celoed am 26.03.2012 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Pfusch

    Täuscht der Eindruck oder kommet es immer häufiger zu Pfusch bei Ärzten und Narkosenärzten?

    • Martello am 26.03.2012 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Denke nicht das immer mehr gepfuscht wird. Nur gibt es immer mehr operationen, deshalb steigt prozentual auch die statistik von komplikationen... Das hat meiner meinung nichts mit pfusch oder so zu tun. Und man besenke, nakotisiert und operiert wird von menschen, menschen machen fehler , und jetzt kommt das unverständliche für viele leute, AUCH BEI OPERATIONEN! Ja dürfte nicht aber es passiert, kann man nicht viel machen, ausser daraus lernen!

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