Prozess in Denver

08. August 2017 05:33; Akt: 08.08.2017 14:33 Print

Taylor Swift zieht «Po-Grapscher» vor Gericht

Der US-Popstar Taylor Swift hat an der Eröffnung des Prozesses gegen einen Radio-DJ in Denver teilgenommen. Sie wirft ihm vor, ihr an den Hintern gefasst zu haben.

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Der Prozess von US-Sängerin Taylor Swift gegen einen mutmasslichen «Po-Grapscher» hat am Montag mit der Auswahl der Geschworenen begonnen. Der 27-jährige Superstar nahm an der Eröffnungssitzung des Verfahrens in Denver im US-Bundesstaat Colorado teil, wie ein Angestellter des Gerichts der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Örtlichen Medien zufolge sass Swift im Zuschauersaal neben ihren Anwälten.

Das Gericht hatte allen Beteiligten die Auflage gemacht, am Prozess teilzunehmen. Für das Verfahren sind neun Tage angesetzt.

Swift wirft dem Radio-DJ David Mueller vor, ihr im Juni 2013 bei einer kurzen Backstage-Visite vor einem Konzert an den Po gefasst zu haben, als sie für ein Foto posierten. Mueller weist den Vorwurf zurück. Er verlor seinen Job zwei Tage nach dem mutmasslichen Vorfall.

Mueller verklagte Swift

Im September 2015 verklagte Mueller Swift – er beschuldigte sie, seine Chefs statt der Polizei angerufen zu haben. Daher sei er gefeuert worden. Wegen Verdienstausfällen fordert der DJ drei Millionen Dollar von Swift.

Sexuelle Nötigung: Swift verklagt einen Radio-DJ. (Video: Tamedia/AFP)

Nach Muellers Aussage riefen die Manager des Popstars am Tag nach der mutmasslichen Grapsch-Attacke den Radiosender Kygo an, um den Rauswurf des DJs zu fordern. Mueller behauptet, nicht er, sondern einer seiner Freunde habe die damals 23-jährige Sängerin unsittlich berührt.

Swift reichte im Oktober 2015 Klage gegen Mueller ein und beschuldigte ihn der sexuellen Nötigung. Sie fordert einen symbolischen Dollar von dem DJ und argumentiert unter anderem, dass ein Urteil zu ihren Gunsten andere Frauen ermutigen würde, die Opfer ähnlicher Angriffe waren.

Die Erklärungen beider Seiten zu Beginn des Verfahrens sollten am Dienstag beginnen.

(chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wakka am 08.08.2017 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chef

    Schon krass vom Arbeitgeber, "Wie Taylor Swift? Ok ohne wenn und aber - Gefeuert! Ich meine, er hätte den Prozess noch abwarten können.

  • MArtin am 08.08.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Popstar / Frau Bonus

    Aussage gegen Aussage, aber der Popstar Bonus wird hier wohl Siegen. Zudem es auch noch eine Frau ist. Da ist "Mann" ganz klar im Nachteil

  • Berner Bär am 08.08.2017 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstinszenierung

    Irgendwie kommen mir solche Prozesse wie eine sich selbst zum Helden/zur Heldin hinaufstilisierende Selbstinszenierung vor.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thunfischbrötchen am 08.08.2017 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Überall Anschuldigungen...

    Wenn ich so in die Kommentare schaue sehe ich nur Anschuldigungen, anscheinend hat das Prinzip der Unschuld bis das gegenteil bewiesen ist keine anwendung wenn es um mutmassliche sexuelle Belästigung geht. Insbesondere beim Arbeitgeber, dieser hätte dem DJ nicht einfach ohne irgendeinen beweis kündigen dürfen.

  • Wakka am 08.08.2017 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chef

    Schon krass vom Arbeitgeber, "Wie Taylor Swift? Ok ohne wenn und aber - Gefeuert! Ich meine, er hätte den Prozess noch abwarten können.

  • IKnewYouWereTrouble am 08.08.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Keep cool Tay

    Hmm, irgendwie eine vollkommen aus dem Ruder gelaufene Situation. Klar sollen sich Frauen wehren, aber das gilt auch für Männer. Wirft eine Frau einem Mann sexuelle Belästigung vor hat dieser kaum ne Chance. Umgekehrt wird der Mann belächelt. Wieso konnte Taylor nicht einfach reagieren als der Vorfall passierte? DAS wäre sich wehren, und nicht mit den besten Anwälten auf einen armen Typen bis zu dessen Ende niedertreten, selbst wenn Sie im Recht ist. Man kann die Kirche auch mal im Dorf stehen lassen.

  • MArtin am 08.08.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Popstar / Frau Bonus

    Aussage gegen Aussage, aber der Popstar Bonus wird hier wohl Siegen. Zudem es auch noch eine Frau ist. Da ist "Mann" ganz klar im Nachteil

  • Berner Bär am 08.08.2017 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstinszenierung

    Irgendwie kommen mir solche Prozesse wie eine sich selbst zum Helden/zur Heldin hinaufstilisierende Selbstinszenierung vor.