250'000 Dollar

22. Februar 2016 21:09; Akt: 22.02.2016 21:09 Print

Swift schenkt Kesha Geld – und wird kritisiert

Mit einer sehr grosszügigen Summe will Taylor Swift ihrer Kollegin Kesha unter die Arme greifen. Demi Lovato ist wenig beeindruckt von dieser Tat.

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Taylor Swift hilft ihrer finanziell gebeutelten Kollegin Kesha mit einer Spende von einer Viertelmillion Dollar. Sängerin Demi Lovato hält wenig von dieser Spende. Lovato kritisierte Swift auf Twitter. «Erst wenn du auch öffentlich dafür einstehst, bin ich beeindruckt», schreibt sie. Die heftigen Reaktionen der Swift-Fans liessen nicht lange auf sich warten. Lovato krebst zurück: Nicht jeder habe 250'000 Dollar zum Verschenken übrig, rechtfertigt sie sich in einem Instagram-Kommentar. Zudem macht Lovato geltend, dass sie sich im Gegensatz zu Swift die eigenen Hände dreckig mache. Sie wolle, dass Frauen «die unangenehmen Diskussionen» auch wirklich führen. Keshas Mutter hingegen ist über Swifts Mega-Spende natürlich erfreut und bedankte sich via Twitter bei der Grammy-Gewinnerin. Auf diesem Bild von 2014 scheint Keshas Welt noch in Ordnung gewesen zu sein. Doch hinter ihrem zufriedenen Lächeln muss es schon damals gebrodelt haben. Kesha behauptet, ihr Produzent Dr. Luke habe sie jahrelang psychisch und sexuell missbraucht. Letztes Wochenende wollte sie sich vor Gericht aus dem Vertrag mit ihrem Label Sony rausklagen. Doch sie blitzte ab. Das Gericht begründet die Ablehnung der Klage damit, dass die Missbrauchsvorwürfe nicht ausreichend durch medizinische Atteste belegt seien. Ausserdem erklärte Richterin Shirley Kornreich, Kesha könne auch im laufenden Vertrag mit Sony ihre Musik ohne Dr. Luke als Produzent aufnehmen. Dr. Luke weist die Anschuldigungen von Kesha entschieden zurück. Ein Urteil zu den Missbrauchsvorwürfen steht jedoch noch aus.

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Als am Wochenende eine Richterin in New York entschied, dass Sängerin Kesha noch bis auf weiteres an ihren Vertrag mit Sony Music und ihren mutmasslichen Peiniger Dr. Luke gebunden ist, schlug der 28-Jährigen eine grosse Welle der Solidarität entgegen. Sowohl Fans als auch Branchenkollegen meldeten sich via soziale Medien zu Wort und sprachen der Sängerin Mut zu.

Taylor Swift liess jedoch Taten statt Worte sprechen und spendete Kesha 250'000 Dollar, wie inzwischen auch ein Sprecher der Grammy-Gewinnerin bestätigte. Dieses Geld dürfte Kesha derzeit ganz gut gebrauchen können, da der Prozess gegen ihren ehemaligen Produzenten enorm teuer ist und gleichzeitig kaum Geld reinkommt, da sie vorläufig aufgrund des umstrittenen Plattenvertrags keine neue Musik mehr produzieren kann. Ob Kesha mit diesem finanziellen Zuschuss das Urteil weiterziehen wird oder entstandene Anwaltskosten begleicht, ist nicht bekannt. Keshas Mutter bedankte sich via Twitter für die grosszügige Spende.


«... erst wenn du deine Stimme erhebst, bin ich beeindruckt»

Doch nicht alle scheinen diese Tat von Swift zu honorieren. Sängerin Demi Lovato kritisiert, dass Swift, statt öffentlich zu ihrer Freundin zu stehen, nur Support finanzieller Art zeigt: «... erst wenn du deine Stimme erhebst, bin ich beeindruckt», so Lovato auf Twitter.


Swift-Fans stehen natürlich zu ihrem Idol und geben Lovato für ihre Äusserungen mächtig Saures. Auf Instagram schrieb Lovato zu ihrer Verteidigung. «Nicht jeder hat eine Viertelmillion zu verschenken. Ich würde zwar auch gerne, aber ich komme nicht aus reichem Haus und habe auch nicht so viel verdient wie sie», so die 23-Jährige.

(mor)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Swifter200 am 22.02.2016 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch okay

    Finde es wirklich super das Swift der Kesha hilft, aber trotzdem finde ich das ärmere Menschen es nötiger haben. Aber sonst nichts gegen sie, super Person und weiter so.

  • Sibi am 22.02.2016 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    West

    Ohhh das wird Herrn West wohl sauer aufstossen, der braucht doch auch dringend Geld

  • Walles am 22.02.2016 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    von wegen

    Swift sollte ihr Geld lieber für sinnvollere Dinge ausgeben als für Menschen, die auch so Geld verdienen. Demi hat Recht. Für jemanden, der Millionen auf dem Konto hat, sind 250'000 nichts. Von wegen feministische Geste - reine Publicity meiner Meinung nach.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr. Gabber am 23.02.2016 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Freundin

    Ich bin absolut kein Fan von Taylor Swift. Ich mag ihre Musik überhaupt nicht. Aber ich muss echt sagen, dass sie vom menschlichen Aspekt her eine tolle Frau ist. Echt Hut ab.

  • Bürgerwürger am 23.02.2016 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Empfänger

    Es gibt sicher Leute, die das Geld dringener bräuchten.

  • GuyFawkes am 23.02.2016 05:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann Sie gut verstehen

    Keind wunder wenn die Rente gekürzt wird ;)

  • marko 31 am 22.02.2016 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swift

    Eine super Gäste!

  • Sibi am 22.02.2016 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    West

    Ohhh das wird Herrn West wohl sauer aufstossen, der braucht doch auch dringend Geld