Jennifer Ann Gerber

17. Oktober 2009 23:00; Akt: 17.10.2009 22:57 Print

Ex-Miss-Schweiz auf Facebook missbraucht

Mit einem gefälschten Facebook- Profil treibt ein Unbekannter ein fieses Spiel und gibt sich als Ex-Miss-Schweiz Jennifer Ann Gerber aus. Viele ihrer Freunde und auch Prominente, wie Melanie Winiger, sind darauf hereingefallen.

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Eine unbekannte Person hat vor wenigen Wochen mit ihren Fotos und ihrem Namen ein Facebook-Profil eröffnet, knüpfte seither schon mehr als 120 Kontakte und flirtet beinahe täglich im Facebook-Chat mit Männern, wie die Zeitung «Sonntag» meldet. «Ich glaube, ich bin im falschen Film. Es ist unglaublich, dass so etwas überhaupt möglich ist», ärgert sich die PR-Fachfrau und TV-Moderatorin. Zudem gibt die Person eine gefälschte Hotmail-E-Mail-Adresse im Profil an: jennyanngerber@hotmail.com. Über diese Adresse mailt er mit Freunden von Gerber.

Eine Kollegin hat die Ex-Miss auf den Betrug aufmerksam gemacht. «Sie sagte, sie habe mehrmals mit mir auf Facebook gechattet. Das stimmte aber nicht, denn ich bin auf keiner dieser Plattformen angemeldet.» Die unter falscher Identität angemeldete Person hat noch mit anderen Freunden gechattet oder Nachrichten geschrieben – und prominente Freundinnen wie Melanie Winiger oder Nadine Vinzens sind auf die falschen Anfragen reingefallen.

Keine Reaktion von Facebook

«So etwas ist ein extremer Eingriff in die Privatsphäre, es ist irreführend und geschäftsschädigend», sagt Gerber. Als sie davon erfuhr, versuchte sie sofort mit Facebook in Kontakt zu treten und schrieb ein Beschwerde-Mail. «Es ist sehr mühsam, beim Kunden- und Help-Service durchzukommen. Ständig kamen Fehlermeldungen der Website – und bis jetzt habe ich noch keine Antwort auf mein E-Mail erhalten», so Gerber.

«Sollte das falsche Profil nicht umgehend gelöscht werden, überlege ich mir, rechtlich vorzugehen. Zudem hoffe ich, von Facebook zu erfahren, wer dahintersteckt. Technisch kann man dies anhand der IP-Adresse leicht herausfinden.» Auch der «Sonntag» versuchte mit Facebook und dem Betrüger per Facebook und Hotmail in Kontakt zu treten, doch die Anfragen blieben bisher unbeantwortet. Nun prüft Gerber eine Klage gegen Facebook.