Chuck Norris wird 70

09. März 2010 10:18; Akt: 09.03.2010 10:23 Print

Dirty Harry für ArmeDirty Harry für Arme

von Birgit Roschy, AP - Er killt Alligatoren mit blossen Händen, hat zwei Betriebsarten - 'Gehen' und 'Töten' - und wenn er Liegestütze macht, stützt er sich nicht ab, sondern drückt die Erde nach unten. Selbst mit 70 ist Chuck Norris der unangefochtene härteste Kerl der Welt.

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«Wenn Chuck Norris Liegestütze macht, stützt er sich nicht ab, er drückt die Erde nach unten.» So lobte - kein Witz - der republikanische Politiker Mike Huckabee den Haudrauf-Mimen, der 2008 für ihn in den Wahlkampf ging. Es war die bisher letzte Rolle für den Actionstar, der am 10. März 70 Jahre alt wird. Chuck Norris gilt als ein «Dirty Harry» für Arme, als Held jener Schlag-mich-tot-Streifen, die einst in Bahnhofskinos gleich neben den Sexfilmen liefen, und Hassobjekt feinsinniger Filmkritiker - kurz: Der Mann ist Kult.

Als harter Kerl, der handelt statt labert, Alligatoren mit blossen Händen killt und Vietnam-Veteranen rächt, war Norris in den 80ern mit Streifen wie «Hitman», «Bulldozer», «Feuerwalze» und «Hero» ein Erfolgsgarant an der Kinokasse. Sein bester schlechter Film ist «Silent Rage» von 1982, eine Second-Hand-Version von «Halloween», in der er gegen einen nicht unterzukriegenden Serienkiller kämpft. Mit «Forrest Warrior» profilierte er sich 1996 als Öko-Rambo. Als Produzent und Hauptdarsteller der Serie «Walker Texas Ranger», auch im deutschsprachigen Raum ein Dauerbrenner, begann er 1993 eine zweite Karriere als Fernsehstar.

Bruce Lee und Steve McQueen als Mentoren

Doch der Action-Veteran, über den im Internet Witze kursieren und der mit seinem Narbengesicht, dem Schnauzer und seinem Konservatismus seinem filmischen Alter Ego gleicht, ist keine Dumpfbacke. Vor seiner Filmkarriere war er mehrfacher Karateweltmeister und hatte ein kleines Karateschulen-Imperium aufgebaut. Sein Kumpel Bruce Lee gab ihm 1968 eine erste Minirolle. In Hollywood eingeführt wurde er 1974 von seinem Karate-Schüler Steve McQueen, der ihm auch den Rat gab, dass, «wenn man sonst nichts hat, man immer noch Schauspieler werden kann». Hat geklappt.

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