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Corpus Relicti
18. Oktober 2012 20:37; Akt: 18.10.2012 20:40 Print
Will O. J. Simpson das Messer verkaufen?
Ein «Insider» behauptet Windiges: O. J. Simpson will angeblich das Messer verkaufen, mit dem er seine Ex-Frau und deren Freund nicht umgebracht hat. Preis: fünf Millionen Dollar in bar.
Das US-Blatt «National Enquirer», das für wilde Mutmassungen und Geschichten berühmt ist, schreibt ein neues skurriles Kapitel im Fall O. J. Simpson. Der zurzeit wegen Entführung und bewaffnetem Raubüberfall inhaftierte Ex-Football-Spieler und Schauspieler will angeblich die mutmassliche Mordwaffe aus dem Jahr 1994 an einen reichen Sammler verkaufen – für fünf Millionen Dollar.
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Bizarr daran ist: Die Mordwaffe war beim Prozess gegen Simpson der «Missing Link». Es gibt zwei Theorien, wo der Mörder von Simpsons Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihrem Bekannten Ron Goldman die Tatwaffe entsorgt hat. Beide Theorien gehen von Simpson als Mörder aus: Die einen gehen davon aus, dass er mit dem Flugzeug nach Chicago geflüchtet ist und das Messer in einen Mülleimer am Flughafen von Los Angeles geworfen hat. Andere behaupten, er habe das Corpus Delicti mit nach Chicago genommen und dort in einem öffentlichen Park versteckt.
Kranke Rache
Der Insider vom «National Enquirer» will noch viel mehr wissen. Er sagt, O. J. habe die Tatwaffe erst auf seinem Anwesen in Rockingham versteckt und sie dann nach Pacific Palisades in einem Mietshaus untergebracht. Wie auch immer – die Konditionen des Messer-Deals sind interessant: Häftling Simpson wolle die fünf Millionen bar auf die Hand, dann würde er den Aufenthaltsort verraten, schreibt der «National Enquirer».
Natürlich kennt der mysteriöse Informant auch die Beweggründe für einen möglichen Verkauf: Simpson wolle den Hinterbliebenen, denen er nach einem Zivilrechtsverfahren 33,5 Millionen Dollar Genugtuung zahlen musste, eins auswischen. «Es geht ihm nicht ums Geld. O. J. will auf kranke Art spüren, dass er den Polizisten und der Familie eins reinwürgen kann. Er will ihnen beweisen, dass er schlauer ist», wird der Insider zitiert.
Wirbel um Simpson-Fall
Die Akte Simpson wird nie ganz geschlossen sein. Zahlreiche Rechtsexperten und Prozess-Beobachter sind auch heute noch davon überzeugt, dass O. J. Simpson seine Ex-Frau und deren Freund umgebracht hat. Es seien Beweise manipuliert worden, behaupten sie. Sie kritisieren zudem, dass das Strafverfahren in den neunziger Jahren letztlich auf eine Anti-Diskriminierungs-Debatte von Afroamerikanern hinausgelaufen sei.
Ob Mörder oder nicht: O. J. sorgte auch selbst für Wirbel. 2006 wollte der heute 65-Jährige ein Buch mit dem Titel «If I did it» veröffentlichen. Das konnten die Anwälte von Goldman noch verhindern. 2007 kam der Text, der beschreibt, wie der Mord abgelaufen wäre, wenn Simpson ihn begangen hätte, mit Kommentaren dennoch raus. Der Erlös kommt der Stiftung in Gedenken an das Mordopfer zugute.
Simpsons versuchte Fluchtauto zu verkaufen
Ein zweites Mal brüskierte Simpson die Hinterbliebenen im Jahr 2006. Für eine TV-Show im US-Fernsehen versuchte Simpson den weissen Ford Bronco auf der Strasse zu verkaufen. Das Auto erlangte Weltruhm, als O. J. versuchte, vor der Polizei zu flüchten und dabei von einem Helikopter aus gefilmt wurde. Die Bilder gingen um die Welt.
Wies ausgeht? Das ist unklar. Denn wie gesagt: Die Quelle ist nicht unbedingt verlässlich. Was jedoch sonnenklar scheint: Das brutale Verbrechen, der undurchsichtige Gerichtsfall und O. J. Simpson selbst werden bis die Schuldfrage restlos geklärt ist auch weiterhin sogenannte Insider auf den Plan rufen.
(bbe)
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Alle 7 Kommentare

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Schuldig
Der Typ ist sowas von schuldig... Was für ein krankes Rechtssystem die Amis doch haben. Auf der einen Seite lassen sie offensichtliche Mörder laufen, auf der anderen Seite schicken sie Leute wegen Bagatellen für Jahre in die Kiste. Mir scheint als gäbe es dort keine Strafen unter 5 Jahren.
Krank
Der Typ gehört nicht ins Gefängnis sondern in die Psychiatrie ans Bett gebunden.
Oh...O.J
Only in America...