Corpus Relicti

18. Oktober 2012 20:37; Akt: 18.10.2012 20:40 Print

Will O. J. Simpson das Messer verkaufen?

Ein «Insider» behauptet Windiges: O. J. Simpson will angeblich das Messer verkaufen, mit dem er seine Ex-Frau und deren Freund nicht umgebracht hat. Preis: fünf Millionen Dollar in bar.

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O.J. Simpson freut sich: 1994 sprach ihn ein Gericht in Los Angeles des Mordes an seiner Ex-Frau und ihres Bekannten frei. Mittlerweile sitzt der Ex-Football-Spieler jedoch trotzdem in Haft: Er wurde wegen bewaffnetem Raubüberfall und Entführung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Er kommt voraussichtlich erst 2017 wieder raus. Das Polizeifoto aus dem Jahre 1994: O.J. Simpson wurde angeklagt, Nicole Brown Simpson und ihren Bekannten Ron Goldman brutal ermordet zu haben. Die mutmassliche Tatwaffe, ein Messer, wurde nie gefunden. Ein Insider des «National Enquirer» behauptet im Oktober 2012, dass Simpson das Messer noch besitze und für fünf Millionen Dollar an einen reichen Sammler verkaufen wolle. Die Opfer Nicole Brown Simpson... ...und Ron Goldman. Simpson während des Strafverfahrens: Zahlreiche Experten halten ihn trotz Freispruch für den Mörder. 2006 wollte Simpson ein Buch mit dem Titel «If I did it» veröffentlichen. Darin schilderte er die Ereignisse, wie er sie begangen hätte, wenn er der Täter gewesen wäre. Die Familie von Ron Goldman verhinderte die Veröffentlichung. Staranwalt Johnnie Cochran zieht sich während der Verhandlung eine Strickmütze über den Kopf. In der Mütze wurden Haare von O.J. Simpson gefunden. Sie galt als Beweisstück. Verhandlungskritiker behaupten noch heute, Beweise seien manipuliert worden. Ein Beispiel: Diese Handschuhe fanden Ermittler am Tatort. Simpson musste sie während der Verhandlung anprobieren, sie passten ihm nicht. Noch heute wird behauptet, die Handschuhe seien verfälscht worden. Er hat gut lachen: Hier wird O.J. Simpson freigesprochen. Die Angehörigen der Opfer können es nicht fassen. Sie und viele andere waren davon überzeugt, dass Simpson der wahre Mörder ist. Der Tatort.

Zum Thema
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Das US-Blatt «National Enquirer», das für wilde Mutmassungen und Geschichten berühmt ist, schreibt ein neues skurriles Kapitel im Fall O. J. Simpson. Der zurzeit wegen Entführung und bewaffnetem Raubüberfall inhaftierte Ex-Football-Spieler und Schauspieler will angeblich die mutmassliche Mordwaffe aus dem Jahr 1994 an einen reichen Sammler verkaufen – für fünf Millionen Dollar.

Bizarr daran ist: Die Mordwaffe war beim Prozess gegen Simpson der «Missing Link». Es gibt zwei Theorien, wo der Mörder von Simpsons Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihrem Bekannten Ron Goldman die Tatwaffe entsorgt hat. Beide Theorien gehen von Simpson als Mörder aus: Die einen gehen davon aus, dass er mit dem Flugzeug nach Chicago geflüchtet ist und das Messer in einen Mülleimer am Flughafen von Los Angeles geworfen hat. Andere behaupten, er habe das Corpus Delicti mit nach Chicago genommen und dort in einem öffentlichen Park versteckt.

Kranke Rache

Der Insider vom «National Enquirer» will noch viel mehr wissen. Er sagt, O. J. habe die Tatwaffe erst auf seinem Anwesen in Rockingham versteckt und sie dann nach Pacific Palisades in einem Mietshaus untergebracht. Wie auch immer – die Konditionen des Messer-Deals sind interessant: Häftling Simpson wolle die fünf Millionen bar auf die Hand, dann würde er den Aufenthaltsort verraten, schreibt der «National Enquirer».

Natürlich kennt der mysteriöse Informant auch die Beweggründe für einen möglichen Verkauf: Simpson wolle den Hinterbliebenen, denen er nach einem Zivilrechtsverfahren 33,5 Millionen Dollar Genugtuung zahlen musste, eins auswischen. «Es geht ihm nicht ums Geld. O. J. will auf kranke Art spüren, dass er den Polizisten und der Familie eins reinwürgen kann. Er will ihnen beweisen, dass er schlauer ist», wird der Insider zitiert.

Wirbel um Simpson-Fall

Die Akte Simpson wird nie ganz geschlossen sein. Zahlreiche Rechtsexperten und Prozess-Beobachter sind auch heute noch davon überzeugt, dass O. J. Simpson seine Ex-Frau und deren Freund umgebracht hat. Es seien Beweise manipuliert worden, behaupten sie. Sie kritisieren zudem, dass das Strafverfahren in den neunziger Jahren letztlich auf eine Anti-Diskriminierungs-Debatte von Afroamerikanern hinausgelaufen sei.

Ob Mörder oder nicht: O. J. sorgte auch selbst für Wirbel. 2006 wollte der heute 65-Jährige ein Buch mit dem Titel «If I did it» veröffentlichen. Das konnten die Anwälte von Goldman noch verhindern. 2007 kam der Text, der beschreibt, wie der Mord abgelaufen wäre, wenn Simpson ihn begangen hätte, mit Kommentaren dennoch raus. Der Erlös kommt der Stiftung in Gedenken an das Mordopfer zugute.

Simpsons versuchte Fluchtauto zu verkaufen

Ein zweites Mal brüskierte Simpson die Hinterbliebenen im Jahr 2006. Für eine TV-Show im US-Fernsehen versuchte Simpson den weissen Ford Bronco auf der Strasse zu verkaufen. Das Auto erlangte Weltruhm, als O. J. versuchte, vor der Polizei zu flüchten und dabei von einem Helikopter aus gefilmt wurde. Die Bilder gingen um die Welt.

Wies ausgeht? Das ist unklar. Denn wie gesagt: Die Quelle ist nicht unbedingt verlässlich. Was jedoch sonnenklar scheint: Das brutale Verbrechen, der undurchsichtige Gerichtsfall und O. J. Simpson selbst werden bis die Schuldfrage restlos geklärt ist auch weiterhin sogenannte Insider auf den Plan rufen.

(bbe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Gamma am 18.10.2012 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    Der Typ gehört nicht ins Gefängnis sondern in die Psychiatrie ans Bett gebunden.

  • Theo am 18.10.2012 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Oh...O.J

    Only in America...

  • Judge Dredd am 19.10.2012 01:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuldig

    Der Typ ist sowas von schuldig... Was für ein krankes Rechtssystem die Amis doch haben. Auf der einen Seite lassen sie offensichtliche Mörder laufen, auf der anderen Seite schicken sie Leute wegen Bagatellen für Jahre in die Kiste. Mir scheint als gäbe es dort keine Strafen unter 5 Jahren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Judge Dredd am 19.10.2012 01:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuldig

    Der Typ ist sowas von schuldig... Was für ein krankes Rechtssystem die Amis doch haben. Auf der einen Seite lassen sie offensichtliche Mörder laufen, auf der anderen Seite schicken sie Leute wegen Bagatellen für Jahre in die Kiste. Mir scheint als gäbe es dort keine Strafen unter 5 Jahren.

  • Hans Gamma am 18.10.2012 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    Der Typ gehört nicht ins Gefängnis sondern in die Psychiatrie ans Bett gebunden.

  • Theo am 18.10.2012 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Oh...O.J

    Only in America...

  • Noah.P am 18.10.2012 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WAS?!?

    Der will doch blos aufmerksamkeit!! WOW ich habe ein messer mit denen Menschen umgebracht worden sind. Gez noch?!?!

    • Martin Kuster am 18.10.2012 21:37 Report Diesen Beitrag melden

      Rechtschreibung.

      Kauf Dir einen Duden ! Danke.

    • Hans Von Dü am 18.10.2012 22:31 Report Diesen Beitrag melden

      nein

      er will Geld, sicher keine Aufmerksamkeit.

    • Katana am 19.10.2012 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Klingen an denen Blut klebt

      Waffen die im Kampfeinsatz waren sind einiges mehr wert. Japanische Schwerter z.bsp. welche Schnittests an Verurteilten bestanden haben, kosten locker das doppelte. Ob der Kauf von solchen Waffen krank oder nicht ist, sei dahingestellt.

    einklappen einklappen
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