Miley Cyrus

07. Februar 2012 16:29; Akt: 07.02.2012 16:29 Print

Die bibelfeste SchwulenfreundinDie bibelfeste Schwulenfreundin

Die «Miley wird erwachsen»-Saga geht weiter. Diesmal sind keine Wasserpfeifen oder Peniskuchen involviert, sondern ein Tattoo und ein Essay über Schwulenehe und christliche Nächstenliebe.

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Bildstrecke: Im Mai 2011 liess sich Miley von Star-Fotograf Brian Bowen Smith sich ablichten ... ganz schön mystisch. Heute beschäftigt sie sich mit konkreten, politischen Fragen.

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«Stell dir vor, du findest jemand, den du über alles in der Welt liebst, für den du dein Leben riskieren würdest – aber den du nicht heiraten darfst. Und du könntest auch nicht diesen speziellen Tag auf dieselbe Art wie deine Freunde feiern – so mit dem Ring am Finger und allem dazu», sinniert Miley Cyrus in ihrem Essay im US-Magazin «Glamour». «Versetz dich mal in die Lage dieser Person. Bei der Vorstellung davon wird mir speiübel.»

«Du warst doch eine Christin!»

Hier schreibt tatsächlich ein Teeniestar aus dem Hause Disney ein Manifest zum Thema Schwulenehe. Und ja – sie ist Befürworterin. Jüngst twitterte sie ein Foto von ihrem neusten Tattoo, einem «=»-Zeichen auf dem rechten Ringfinger: «All LOVE is equal» - jegliche Liebe ist gleichberechtigt –, textete sie dazu. Prompt hagelte es Kritik aus den Reihen ihrer millionenstarken Fanbasis. Zur Erinnerung: Als Vertreterin des als eher konservativ geltenden Disney-Konzerns stand Teeniestar Miley stets für stramme christliche Werte (und mit einem Papi, der aus der Countrymusik-Ecke stammt, sowieso).

Doch ebendiese ‹christlichen Werte›, die in den USA wie anderswo gerne von konservativen Gruppierungen politisch umgemünzt werden, stehen für Fräulein Cyrus ausser Diskussion: «Viele Leute schrieben mir [wegen dem Tattoo] – sie sagten, ‹Was ist mit dir passiert? Du warst doch einst ein christliches Mädchen!› Und ich sagte, ‹Nun, wenn du ein echter Christ bist, dann würdest du die Fakten kennen: Beim Christentum geht es um Liebe.› Die Debatte resultierte in vielen Drohungen und Hass-Mails zwischen Leuten, die meine Meinung teilten oder nicht.»

Seit geraumer Zeit ist es evident, dass die Sängerin und Schauspielerin das Image des braven Teenie-Stars abschütteln will. Bisher schien sie dies anhand gewagten, aber letztendlich kindlichen Aktionen zum Thema Kiffen oder Sex zu versuchen (unvergessen der Geburtstags-Bong oder der Kuchen in Penis-Form). Nun legt sie erstaunlich reife Ansichten an den Tag: Bei der Schwulenehe geht es vor allem um Gleichberechtigung in Sachen Gesundheitsleistungen und Rechte als Familienangehöriger, stellt sie fest.

Papi macht mit

Zum Schluss noch der Vorschlagshammer für das homophobe, Pickup-Truck fahrende, konservative Amerika: «Mein Vater [Countrysänger Billy Ray Cyrus], der nun so was von einem echten Kerl ist, wohnt auf einer Farm und ist so südstaatlerisch und hetero wie man nur sein kann. Er liebt meine schwulen Freunde und unterstützt sogar die gleichgeschlechtliche Ehe. Wenn mein Vater dies schafft, kann das jeder.»

Es gab eine Zeit, da war Hannah Montana allgegenwärtig und es schien, Miley Cyrus, würde auf ewig der brave, nervige Teeniebopper bleiben. Das war einmal. Heute haben selbst Countrysänger schwule Freunde. Yeeeeeeeee-haw!

(obi)

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  • Mike B. am 10.02.2012 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Bibel ist nicht gleich Bibel

    Ich bin bibelfester Christ und habe einen schwulen Bruder. Es macht mich wütend, wenn einige Christen einem das Gefühl geben, sie wüssten als einzige, wie die Bibel richtig ausgelegt wird und welche Verse für heute noch gelten. Wenn du als Christ behauptest, Gott hasse es, wenn ein Mensch eine Beziehung mit einer Person gleichen Geschlechts eingeht, weshalb vertrittst du dann nicht auch die Meinung, dass Christen ihre Familie hassen sollten (Jesus in Lukas 14.26) oder dass Frauen eine Kopfbedeckung tragen müssen (1.Kor.11,3-9)? Ich versuche einen Menschen so anzunehmen, wie er ist!

  • J.S. am 10.02.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    ehm?

    Wenn Gott was gegen Homosexuelle hätte, dann hätte er mich wohl kaum geschaffen, oder? Nunja, ich habe es nicht ausgewählt so zu sein. . .

  • Milo Baechtold am 09.02.2012 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Zweifelhaft

    Vorausgesetzt, es gibt einen Gott, und er hat die Menschen geschaffen. Dann hat er auch mich, einen Schwulen, geschaffen.

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