Mit Riri im Jet

16. November 2012 20:35; Akt: 21.11.2012 20:11 Print

Rihanna – Die Tor-Tour ist beendet

Es waren strapaziöse Tage. 20-Minuten-Frau Monika Rufener weiss nun was es heisst, mit einer Diva auf Tour zu sein. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem Superstar können Sie hier nachlesen.

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Das Grande Finale: In der Webster Hall in New York City stand Rihanna das siebte und letzte Mal im Rahmen der 777-Tour auf der Bühne. Trotz Tourstress und grosser Verspätung hat Rihanna ihren Spass auf der Bühne nicht verloren. Hoffentlich war diese Pose nicht für die mitgereisten Journalisten gedacht. Und los geht der Striptease! Der Spitzen-BH erinnert stark an den kegelförmigen Gaultier-BH, den Madonna zu «Vogue»-Zeiten trug. Bitte das nächste Mal einen sexy BH von Victorias Secret auswählen. Auch aus dieser Perspektive überzeugt er nicht. Kylie Minogue liess es sich nicht nehmen, ans Geheimkonzert der «Diamonds»-Interpretin zu gehen. Will Stella McCartney etwa nicht erkannt werden? Sie ist der aufstrebende Jungstar von Hollywood: Die 15-jährige Chloé Moretz. Der Unbekannte neben ihr ist hoffentlich ihr Bruder. Ein weiterer Riri-Fan: Musikerin Pixie Lott. Auch Model Cara Delevigne ist ein Fan der Barbados-Schönheit. Vor dem Geheimkonzert zeigte sich Rihanna auch bei der traditionellen Weihnachtsbeleuchtungsshow in einem Londoner Kaufhaus. Auch da gab sie ein paar Lieder zum Besten. Weil sie erst mit mehr als zwei Stunden Verspätung auf der Bühne erschien, wurde Rihanna in Berlin mit Buhrufen empfangen. Ganz der Profi lieferte die 24-Jährige dennoch eine perfekte Show ab und die Stimmung drehte sich. Mal schauen, ob Riri immer noch so fröhlich ist, wenn ihr Chef Jay-Z die Rechnung für ihre 777-Tour bekommt. Weil Madame den Tourtross gerne warten lässt, sind die Kosten explodiert. «Mit jeder Stunde, die verstreicht, muss sie dafür blechen, dass die Startbahn von dem Flugzeug blockiert wird. Ausserdem fallen Kosten für private Flugbegleiterteams, den Zoll, Gepäckabfertiger und Sicherheitsbeamte an», erklärte ein Insider in der britischen. Hier der Bildbeweis. Pharell Williams und P. Diddy befinden sich auch in Paris. Und wie verbringen sie den Tag? Beim Unterwäsche kaufen mit Rihanna. Noch ein Erinnerungsphoto aus dem edlen Dessousladen La Perla. Riri soll um die 2000 Euro in wenigen Minuten ausgegeben haben. Geht es nach der Kleidung der Sängerin, ist bereits tiefster Winter in der Stadt der Liebe. Auf zur nächsten Destination: Berlin wartet. Dieser Bus mit den nettesten Chauffeur der Welt hat uns zu unserem Hotel gebracht. Welcome in Paris! Im Rihanna-Jet war wieder einmal warten angesagt. Die Zeit vor dem Start, nutzten einige von Riris Bandmitglieder für einen kleinen Schwatz mit den Journalisten und Fans. Im Flugzeug nach Frankreich herrschte Katerstimmung. Viele Mitreisenden haben bis in die frühen Morgenstunden in Stockholm gefeiert. Wenn Riri etwas kann, dann feiern - wie hier auf der After-Show-Party. Selbst ist die Frau! Die Sängerin hat neben dem Gesangstalent auch ein Händchen für Drinks mixen. Da muss noch ein bisschen mehr Whiskey rein. Rihanna scheint vom Bierschaum hypnotisiert zu sein. Ein paar Shots für die Journalisten. Die zwei Stunden Verspätung von Rihanna überbrückten die anwesenden Journalisten mit arbeiten. Natürlich. Die Location in Stockholm war schlicht atemberaubend. Kurz nach der Ankunft im Hotel, ging es auch schon zum Konzert. Sass Rihanna wirklich in einer dieser schwarzen Limousinen? Schade, dass man wirklich nicht viel von den Städten sieht. Doch beim Ausblick aus dem Hotelzimmer, beschleicht mich das Gefühl, dass ich in Toronto nicht allzu viel verpasse. Das Objekt der Begierde: Ein Hotelzimmer mit Bett, Dusche und WLAN. Jedoch nur für ein paar Stunden. Auch an diesem Tag spielt Rihanna noch ein Konzert. Nach dem Konzert ging es dann auch gleich weiter nach Toronto! Diesmal dauerte der Flug vier Stunden und 15 Minuten und von Partystimmung war im Flieger keine Spur mehr. Für das waren alle auch Auch in Mexiko scheint sich In Mexiko gab Rihanna das erste Konzert im Rahmen der 777-Tour. Riri spielte in kleinerem Rahmen als üblich, ... ... zog aber alle Register: Griff in den Schritt inklusive. Tolle Figur, Mädchen! Bei kam wenigstens ein bisschen ein Mexiko-Feeling auf. Eigentlich finden die Konzerte der 777-Tour alle an statt. Nun ja, ausser in Mexico City wie es scheint, dort wussten so einige von dem «Geheimnis». Vor den Türen des Clubs befanden sich sogar eine Handvoll «Merchandise»-Verkäufer. Das ist etwa alles, was wir von Mexico City zu Gesicht bekamen: Der auf dem Weg zu Rihannas erstem Gig. Nach landete die Maschine in Mexico City. Riri brachte mit ihrem Besuch bei den Journalisten in der Holzklasse das Flugzeug regelrecht zum beben. Im Flugzeug wird gefeiert ... ... rumgeblödelt ... ... telefoniert ... ... und natürlich posiert. Auch Riri war glücklich, als es dann endlich los ging. Dieses Foto postete die Sängerin auf Twitter. Und beim Anblick des dran, das behauptet Riri jedenfalls. Dafür sind die Journalisten und die Fans umso glücklicher, als sie dann endlich im Flieger sassen. Schliesslich kann man endlich durch die Sicherheitskontrolle der Rihanna-Jets. Im Gegensatz zum Handgepäck, werden die im Frachtraum geladenen Gepächsstücke nicht kontrolliert. Wie gesagt, auf diesem Reisli ist Stundenlang ist nicht sicher, wie es weitergeht. Es werden zwischenzeitlich etliche Male die Gepäckstücke in- und aus dem Bus geladen. Doch die Hinreise zum Flugzeug und das Gepäckeverladen verläuft - gelinde gesagt - etwas chaotisch. Um 8:30 Uhr heisst es in der Hotellobby in L.A für die rund 150 Journalisten: So sieht das also aus, wenn die Crew von Rihanna den Journalisten ein Hotel bucht. So erholt es sich auch besser nach einem langen Flug. Wir wollen ja jetzt keine Werbung machen, aber so sah der Flieger aus, der uns über den Atlantik verfrachtete. In diesem Fortbewegungsmittel sass neben Zumindest meine ich, ihn bei der Gepäckausgabe gesehen zu haben. Würde auch Sinn machen, nachdem er das Berner Schlager-Mädchen gegen eine Schauspielerin/Sängerin aus L.A. getauscht hat. Da habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich nach zehn Stunden Flug Max Loong eine Reihe hinter mir entdeckte. Wer der Reiseprofi von uns zweien ist, sieht man bereits auf diesem Bild. Loong strahlend und frisch und ich ... naja ...

automatisches Update
Es tickert für Sie:
Monika Rufener
18:34
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Es ist vollbracht. Die 777-Tour ist Geschichte - genauer gesagt ein Drama in sieben Akten. Gestern Abend spielte Rihanna in New York ihr letztes Konzert. Wirklich zu begeistern vermochte die 24-Jährige jedoch nicht - viel zu hoch waren die Erwartungen. Vor allem überraschte, das Riri keine Gäste mit auf der Bühne hatte. Zuvor kursierten Gerüchte über Auftritte von Jay-Z, Chris Brown und gar Nicky Minaje, die auch in der Stadt war. Doch Rihanna bestritt das Konzert ganz alleine und war sichtlich erschöpft.

Wir übrigens auch. Die Journalisten und Fans haben die schwierigen Umstände zusammengeschweisst und der Abschied in der Hotellobby in New York fällt schwer. Schliesslich wurden wir miteinander traumatsiert. Riahannas Albumtitel "Unapologetic" - zu Deutsch dreist, kompromisslos - bekommt für uns Tourbegleiter eine ganz persönliche Bedeutung. Auch der Song "Where have you been" hat für uns nun eine neue Tragweite erhalten und wurde zum Soundtrack dieser Tour.

(Quelle: Youtube)



(Quelle: Youtube)

Nun ist aber Schicht im Schacht. Ich habe wieder einmal einen Flieger zu erwischen. Diesmal einen Linienflug. Diesmal nach Zürich. Ich verabschiede mich an dieser Stellen von Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, danke herzlichst für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld. Ein ausführlicher Abschlussbericht der Tour folgt.

Oh, beinahe hätte ich das vergessen... Rihanna, ich hätte da noch eine Frage:

(Quelle: Youtube)
01:53
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In den wenigen stillen Momenten die ich hier habe, mache ich mir ein bisschen Sorgen um meinen ökologischen Fussabdruck ...
01:37
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Das Promimagazin People.com ist auf der 777-Tour nicht mit dabei, es hat aber die internationale negative Presse einmal zusammengefasst.
23:53
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Das heutige Konzert soll der krönende Abschluss der Tour sein. Es werden Stars wie Jay-Z und Eminem erwartet.
22:03
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So, jetzt muss ich aber kurz los um mir noch ein paar Klamotten zu kaufen. Schliesslich stecke ich seit drei Tagen in demselben Kleid, da meine Koffer noch immer nicht angekommen sind. Zahnbürste und Zahnpasta habe ich mir bereits in London gekauft. An der Fasson der Anschaffung kann man auch gleich meinen Ermüdungsgrad erkennen.
21:42
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Auch wenn wir die ganze Zeit von Rihanna nur enttäuscht wurden, waren die Erwartungen an den letzten Flug im Riri-Jet hoch. Jetzt musste einfach noch etwas von ihr kommen, denn auch die freundlichsten Journalisten fanden bald keine guten Worte mehr für die Sängerin. Wie naiv von uns!

Denn auf dem Flug passierte die ersten sechs Stunden nichts. Dann kamen ein paar Bandmitglieder der Sängerin zu uns - die wie es seit Beginn an scheint im im Team-Journis-und-Fans sind - und jamten ein bisschen. Es fühlte sich so an wie ein Gruppenabend der Jungwacht Dottikon, nur mit mehr Kameras.

Dann kam der Clou: Als der Flieger schon im Landeanflug war, setzte sich plötzlich Rihanna in die vordersten Journalisten-Reihen. Wir sprangen natürlich alle auf, um doch noch ein Quote oder ein Bild von ihr zu erhaschen (so armselig sind wir bereits). Doch, die 24-Jährige beantwortete kaum eine Frage und wirkte ziemlich verwirrt. Nachdem der Pilot uns mehrmals nachdrücklich darum bat, wieder zu unserem Sitzplatz zurückzukehren, weil sonst das Flugzeug eine Extra-Schalufe fliegen muss, gingen wir wieder retour zu unseren Plätzen und schnallten uns an.

Kurz nach der Landung, sprang Riri dann vom Stuhl und sagte was über das Bord-Mikrofon. Was genau, kann ich leider nicht mehr wiedergeben. Es waren vor allem komische Geräusche wie "Who, Whooo!" und "Let's Party in New York!". Doch niemand reagierte. Alle blieben sie ruhig. Ausser der portugiesische Journalist hinter mir, er schrie: "Shut up, Rihanna!"
21:32
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Tag 8: New York, 10 Grad Celsius, Ortszeit 15:32 Uhr

Endstation.
10:53
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Die Journalisten üben sich in Galgenhumor. Etwas anderes bleibt ihnen auch gar nicht übrig. Die Anzeige hängt im ganzen Flugzeug. Auch vor Rihannas - werwaistem - Sitz.
09:38
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In diesem Sinne verabschiede ich mich für die nächsten Stunden von Ihnen. Es geht ab nach New York City!
09:06
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Um 03:00 Londoner Zeit sind wir an den Flughafen gefahren wirden. Jetzt um 8:00 sind wir noch nicht einmal im Flugzeug. Das macht fünf Stunden potentielle Schlafzeit die mal wieder mit warten vergeudet wurden. Diese Leute sollten nicht einmal einen Kindergeburtstag organisieren!
07:13
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Die Mitreisenden überbrücken die Wartezeit meist hinter ihren Computern oder I-Pads. Es wird auch viel gelacht. Als Überlebensstrategie dient der Galgenhumor. Einer der Höhepunkte: Auf dem Weg Richtung Konzert in London stimmte einer der Universal-Verantwortlichen den Rihanna-Song "Diamond" über das Bus-Mikrofon an. "Shine like a diamond", das tun wir alle grad.
06:32
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Raten Sie einmal was ich gerade mache... Wir befinden uns gerade am Flughafen in London und warten. Das ganze fühlt sich so an, als wären wir schon seit Jahren auf Tour. Ich weiss gar nicht mehr, wie es sich anfühlt in einem Büro zu arbeiten und nicht mit dem Laptop auf den Knien in einem Bus oder Hotelzimmer zu schreiben.

Die einzige Konstante die wir haben, ist das tägliche Rihanna-Konzert. Ich habe inzwischen ausgewachsene Riri-Paranoia. Als ich in London kurz in einem Shop war, um mir eine Zahnbürste und Zahnpasta zu kaufen - mein Gepäck ist noch immer irgendwo zwischen Paris und Berlin - lief plötzlich ein Rihanna-Song im Radio. Es lief mir eiskaltem Schauer über den Rücken. Dieses Ding hier sollte passender 666-Tour heissen.
23:19
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Rihanna steht auf der Bühne! Pünktlich! Wow, vielleicht können wir trotzdem
noch Freundinnen werden. Sie hat auf der Bühne auch alle Journalisten gegrüsst die auf der 777-Tour sind. Grüsse zurück!!! Ich bin gespannt auf den Flug heute Abend. Sie hat auch gerade die Namen der Sponsoren ins Publikum gerufen. Ich glaube der Druck langsam was abzuliefern ist nun imens.
22:41
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Die Londonner warten auf gespannt auf das Konzert. Die Location ist wieder einmal
entzückend.
22:06
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"Ich bin ein Journalist, holt mich hier raus!"
22:02
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Wir sitzen wieder im Bus Richtung Rihanna-Konzert Nummer sechs. Running-Gag des Tages: Rihanna ist ein Hologramm.
20:23
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Auch auf Twitter bringen die anwesenden Journalisten ihren Unmut zum Ausdruck. So werden auch hier Sprechchöre zitiert, die während des Fluges gesungen wurden. Unter anderem: "Schütze unsere Jobs!" Doch Rihanna reagierte nicht.
19:55
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"Just one quote!" (dt.: "Nur ein Zitat!"), schreit die Menge. Mein Reporter-Kollege bringt es auf den Punkt: "Wir waren auf der Suche nach einer Story. Doch plötzlich waren wir die Story".

(Quelle: Youtube)
18:04
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Nörgelverbot schreibt um Am Sonntage, den 18. November um 20:33 um Talkback:
Hör auf rum zu nörgeln. Andere Leute wären nur froh, einen so "anstregenden" Beruf wie du zu haben.

Lieber Nörgelverbot. Ich verstehe natürlich deine Kritik. In sieben Tagen in sieben Ländern an sieben verschiedenen Konzerten zu sein hört sich sehr gut an. Ich war zu Beginn auch Besgeistert von dieser Idee und freute mich, ein Teil dieser wirklich aussergewöhnlichen Tour zu sein.

Das Problem ist nicht, dass mein Beruf zu "anstrengend" ist. Der Beruf des People-Journalisten hat Vorteile und Nachteile wie jeder andere Job auch. Was ich in meinem Ticker jedoch kritisieren, ist dass Rihanna und ihre Crew mich am ausüben meines Berufs stark behindern.

Über 150 Journalisten sind an Bord der Rihannair. Über 150 Journalisten sitzen derzeit nicht in ihren Büros, sondern Berichten von Riris Tour um die Welt. Doch wenn sich die Sängerin nie blicken lässt, gibt es keine Geschichten. Es wurden Pressekonferenzen zugesichert. Doch die 24-Jährige scheint keinen Bock mehr darauf zu haben, also wurden diese abgesagt. Es sind schon einige Journalisten wieder abgereist, weil ihr Output zu einfach gering war. Gerade TV-Leute, haben es schwer, eine Geschichte über diesen Trip zu machen, wenn es keine bewegten Bilder von ihr gibt.

Durch die langen Wartezeiten in Wireless-Freien-Zonen wie Flughäfen, Bussen und an Konzerten können auch die meisten von uns über Stunden unserer Arbeit nicht nachgehen. Dies gilt auch für die Airline-Crew, die stundenlang auf dem Flieger auf Rihanna wartet. Als sie in Paris viel Verspätung hatte, konnte unser Flieger erst um 04:00 morgens von Berlin nach London abheben. Der Grund: Cabine-Crew und Piloten haben eine gesetzliche Ruhezeit von neun Stunden zwischen ihren jeweiligen Flügen. Diese muss respektiert werden, was ich auch total wichtig finde. Die Leute haben viel Verantwortung uns sollen auch so ausgeruht wie möglich sein.

Auch am arbeiten gehindert werden Leute, die das ganze liebevoll organisert haben. Hier geht auch ein grosses Danke an die aufopfernden Leute von Universal-Music, die uns alle versuchen, irgendwie bei Laune zu halten. Doch ich möchte wirklich nicht in ihren Schuhen stecken. Denn sie befinden sich im Kreuzfeuer zwischen den Journalisten und Rihanna. Die Journalisten machen auf der einen Seite Druck wegen der fehlenden Präsenz der Sängerin, den grossen Verspätungen und dem nicht vorhandenen Schlaf. Auf der anderen Seite müssen die Organisatoren uns immer wieder vertrösten, weil Rihanna offebar diesbezüglich nicht einsichtig ist.

Nicht zuletzt werden auch die Fans enttäuscht. Diese müssen jeweils bis zu zwei Stunden warten, bis ihr Idol endlich auf die Bühne geht.

Das Schlimmste: In Paris wurde uns ein Vertrag unter die Nase gehalten, in dem wir versichern sollten, keine Gerüchte über Rihanna zu verbreiten und dergleichen. Ich habe nicht unterschrieben. Auch wenn es eine Promo-Tour ist und wir dazu eingeladen wurden: Ich beschreibe was ich sehe und höre. Egal ob das zu Gunsten oder gegen die Sängerin ist. Ich bin für Transparenz und natürlich finde ich auch die Errungenschaft der Pressefreiheit etwas sehr schönes.

Deshalb liebe Rihanna, du hast noch zwei Tage Zeit das Ruder zu wenden, oder die "777"-Tour geht als einer der wohl teursten Promo-Flops in die Geschichte ein.
17:54
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So, nun habe ich doch noch etwas Schlaf agbekriegt. Der Transfer vom Londoner Flughafen bis zum Hotel in der Stadt dauerte ganze vier Stunden. Das Problem: Wir gerieten in den frühmorgentlichen Pendler-Stau Richtung Stadt.

Leider hat es mein Gepäck nicht nach England geschafft. Es ist wohl irgendwo zwischen Paris und Berlin stehen geblieben. Eine Herausforderung mehr.
Video0283358
Ein australischer Kollege ist aus Protest sogar durch den Flieger geflitzt. Geniessen Sie den Anblick, während ich ein mir ein paar Stunden Schlaf gönne.
11:24
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Tag 7: London, 10 Grad Celsius, Ortszeit 10:45 Uhr

Auf dem Flug nach London forderten wir Journalisten lauthals die uns versprochene Pressekonferenz mit Rihanna ein. Erst einmal haben wir sie in unseren Sitzreihen gesichtet. In Toronto stellte sie sich dann noch demonstrativ ans Gepäckband. Seither glänzt Riri mit Abwesenheit. Not cool. Der aufständische Pöbel wurde mit Jay-Zs Haus-Cognac beschwichtigt. Mal schauen, wie lange diese Taktik hinhaut. Auf der Rihannair herrscht Meuterstimmung.
05:52
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Jetzt wird gemeutert Rihanna. Ich habe dich gewarnt. So war die Stimmung gleich nach dem
Start von Berlin nach London.
01:40
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Auch wenn ich sonst meist motze: Die Rihanna hat es halt drauf. Nachdem das Publikum die Verspätung der Sängerin mit Buh-Rufen quittierte, legte Rihanna eine anständige Show hin. Der Applaus fiel trotzdem
verhalten aus - nicht zuletzt weil die Location zu überfüllt war und sich eine unheimliche Hitze breit machte.
22:41
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Kool Savas wartet auch auf Rihanna.
20:56
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Tag 6: Berlin, 6 Grad Celsius, Ortszeit 20:56 Uhr.

Bald steht Rihanna zum fünften Mal auf der Bühne. Ich freue mich schon auf ihr Outfit. Langsam aber sicher kenne ich auch all ihre Songs auswendig.
19:21
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Heute hätten wir um 13:00 in Paris abfliegen sollen. Um 11:00 Uhr waren wir Journalisten am Airport. Um 14:00 war Rihanna immernoch im Hotel ... Eine Frage quält mich seit Tagen: Warum, liebe Rihanna, lädst du 150 Journalisten zu einer riesen Promo-Tour ein und machst dich dann so unbeliebt? Ich würde liebend gerne etwas positives über dich schreiben, aber derzeit gibst du mir keinen Anlass dazu.
19:02
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Vielen Dank, Deutschland! Wir werden in Berlin richtig verwöhnt.
17:17
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Ich bin ein Berliner! Zumindest für die nächsten sieben Stunden. Wir hatten - wieder einmal - eine riesen Verspätung. Warum? Offenbar hat Rihanna verschlafen und liess uns Stunden auf sie warten. Langsam wird mir das Mädchen unsympathisch.
13:29
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So, ich melde mich in zwei Stunden wieder. Hoffentlich mit Currywurst in der Hand und einem neuen Sitzplatz neben Riri aus Berlin.
12:38
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Sitz 1B. Hier soll Rihanna also jeweils während des Fluges sitzen. Vielleicht werde ich heute die First Class stürmen. Denn wie ich gerade sehe, wird auch fleissig Jay-Z's Champagnet ausgeschenkt.
11:41
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Ich stehe wieder einmal an einem Flughafen. Diesmal gehts nach Berlin. Das Programm ist tough: Heute Abend geht es bereits weiter nach London und am Montag wird die Rihannair bereits nach New York abfliegen.
10:51
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Seit heute Morgen habe ich endgültig Lagerkoller. Das alles sehr schlecht organisiert ist, habe ich bereits öfter erwähnt. Doch noch schlimmer wird die Situation, wenn die Leute noch zu allem Übel jeweils bis zu einer Stunde zu spät aufkreuzen. Die Uhrzeit für die für eine Besammlung wird eher als Vorschlag gehandhabt.
10:14
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Ich glaub ich dreh' am Rad. Gestern Abend wurden wir nach der Show in Paris in einen Club gefahren, für eine exklusive Aftershow-Party. Auch ich war da. Doch offenbar nicht lange genug. Kurz nachdem ich die Diskothek um ca. drei Uhr morgens verliess - schliesslich musste ich heute Morgen früh raus - soll Rihanna aufgetaucht sein. Mit dabei: P. Diddy, Will Pharell und Akon! Langsam aber sicher nehme ich das persönlich, dass die immer erst dann auftauchen, sobald ich weg bin.
10:12
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23:18
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Rihanna stand heute in Unterhosen und Overknees auf der Bühne. Leider habe ich es nicht in eine vordere Reihe geschafft, um ein gutes Foto zu machen. Aber sobald eines im World Wide Web auftaucht, werde ich dies natürlich mit Ihnen teilen.
20:54
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Oha, in Stockholm ist es offenbar tatsächlich hoch hergegangen. Es ist das Gerücht im Umlauf, dass ein mitreisender Fan mit einem Bandmitglied von Rihanna Sex hatte ... Was passiert dann wohl heute, in der Stadt der Liebe?
19:36
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Oh, ich habe ganz vergessen, wir befinden uns derzeit:

Tag 5: Paris, 10 Grad Celsius, Ortszeit 19:36 Uhr.

So viel Ordnung muss sein.

17:48
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Vom Flieger in den Bus, vom Bus ins Hotel, vom Hotel zum Konzert, vom Konzert ins Hotel, vom Hotel in den Bus, vom Bus in den Flieger. Und das jeden Tag. So unglamourös ist das Tourleben.
16:23
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In Toronto wurde Rihanna bei der Gepäcksausgabe gesichtet. In Paris fehlt von ihr jedoch jede Spur.
16:03
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15:51
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Bonjour Paris! Nach zweieinhalb Stunden Flug sind wir mit Riri in der Stadt der Liebe gelandet.

Erinnern Sie sich an die Cabine-Crew von gestern Abend? Sie waren auch heute wieder an Bord.
13:12
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Wir haben schon wieder zweieinhalb Stunden Verspätung. Das heisst für uns: Minus zweieinhalb Stunden Ruhezeit im Hotel.
12:47
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Vor dem Start kommt Rihannas Band für einen kurzen Schwatz zu den Journalisten. Sehr nett die Jungs. Echt jetzt.
12:44
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Wie meine Kollegen von der internationalen Konkurrenz über die «777»-Tour berichten lesen Sie hier.
12:03
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Endlich sitzen wir nun alle im Flieger. Das ist mein fünfter Flug seit Dienstag dieser Woche. Inzwischen steige ich in ein Flugzeug als wäre es ein Tram. Nur dass es hier Verpflegung und Filme gibt. Sehr gute sogar. Ich sollte weniger schlafen und mehr das Entertainment-Programm des Riri-Jets nutzen. Doch ich bin so übermüdet, dass ich mich kaum für 90 Minuten wach halten kann. Nächster Stopp: Paris!
10:48
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Auch in Stockholm ist vor allem Warten angesagt. Seit über einer Stunde stehen wir nun vor dem Flughafen und warten darauf, dass wir zum Rihanna-Jet gelassen werden. Unter den Mitreisenden ist die Stimmung inzwischen im Keller. Derweil gibt es auch immer mehr Gerüchte über den Verbleib von Riri. Die meisten Journalisten sind sich einig, dass die Sängerin von Toronto nach Stockholm nicht in der Boing 777 sass.
08:56
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Auch für mich wurde es spät gestern. Schliesslich musste ich eine gute Freundin in Stockholn treffen, die gerade in ihr Erasmus-Semester in der schwedischen Stadt absolviert. Trotzdem habe ich es pünktlich in den Bus geschafft - im Gegensatz zu vielen anderen. Nachdem die letzten zwei Nächte im Flugzeug übernachtet wurde, war dies die erste Station mit Hotelzimmer. Da gab es offensichtlich einigen Nachholbedarf.
08:50
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Katerstimmung in Stockholm. Nach einer wilden Partynacht tröpfeln die Journalisten Richtung Bus. Besammlung wäre eigentlich um 8:30 in der Lobby gewesen. Doch auch um 09:00 hat es nur etwa die Hälfte der Mitreisenden aus dem Bett geschafft. Man darf gespannt sein, ob wir heute vollzählig nach Paris reisen.
00:46
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Okay. Das Konzert in Stockholm war bis anhin das Beste unserer Riri. Nicht ganz unschulug daran ist wohl ihr weisses Top. Ihr durchsichtiges Top. Eigentlich hätte sie auch ohne Shirt kommen können. Der Bildbeweis folgt. Hoffentlich. Denn ich habe es trotz grossem Ellbogeneinsatz nicht in de vordersten Reihen geschafft.
22:02
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Da klopfen mir zwei junge Damen auf die Schulter und begrüssen mich euphorisch. Nun ja, leider habe ich sie im ersten Moment nicht erkannt: Es waren unsere Stewardessen. Mit ihnen werde ich mich heute Abend gut stellen. Denn falls Rihanna tatsächlich im gleichen Flieger mitfliegt, sind sie mein Ticket für die First Class. Das hat mir übrigens auch Max Loong geraten.
21:43
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Wow, Stockholm! Die Location für Riris drittes Konzert kann sich sehen lassen. Und das Publikum hat sich richtig rausgeputzt! Und es gibt gratis Alkohol. So einfach sind wir Journalisten.
20:21
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Bild: Ankuft am Flughafen Stockholm. Zu sehen: Journalisten die in bereitstehende Busse einsteigen und ein paar verdächtige schwarze, abgedunkelte Autos.

Doch wie gesagt, ich bezweifle, dass Rihanna in einem von diesen Wagen sitzt. Wahrscheinlich wurde sie mit einem Privatjet nach Stockholm geflogen. Was natürlich total unsolidarisch von dir wäre, liebe Rihanna.
20:11
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Bei uns Journalisten und Fans wurde zwar im Flieger auch kräftig Alkohol ausgeschenkt, aber dass sah dann so aus. Können diese zwei Bilder aus dem gleichen Jet stammen? Riri, langsam aber sicher beginnen wir zu meutern! Lass dich blicken, stosse mit uns an und rede ein paar Worte mit uns. Das wir auch sehen, dass du tatsächlich dabei bist. Und wenn du so weiterkiffst, kannst du dir meinen Namen noch weniger merken!
20:02
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Dieses Bild postete eine Freundin von Rihanna auf Twitter. Darauf sieht man Riri in ihrem Konzertoutfit von Toronto - zumindest die Hosen - wie sie sich lasziv zwischen Blumenblättern und Geld räkelt. Warum habe ich das nicht mitgekriegt oder vor allem: Warum war ich nicht dabei? Eine kleine Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Foto vor dem Gig aufgenommen wurde. Doch dann war sie beim gestrigen Konzert schon ziemlich betrunken und vor allem bekifft?
19:23
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Tag 4: Stockholm, 8 Grad Celsius, Ortszeit 19:26 Uhr.

Manchmal beschleicht mich das dubiose Gefühl, dass Rihanna gar nicht im gleichen Flieger wie ich mitfliegt. Bis jetzt hatte sie lediglich nur einen Auftritt in unserem 777-Tour-Jet, bei dem sie für fünf Minuten den Journalisten und Fans Alkohol ausschank. Ein zweites Mal sah ich sie kurz am Gepäcksband stehen. Mit einer dicken schwarzen Sonnenbrille versteht sich. Doch wie kann es sein, dass wir Journalisten - eine offensichtlich ausschweifende Party auf dem Flieger - gar nicht mitkriegten? Hier der Fotobeweis:
05:03
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Fazit 3.Tag: Toronto

Rihanna war heute mal wieder in Bestform. Auch beim zweiten Konzert vermochte dir 24-Jährige zu begeisten. Toronto, eine Stadt mit äusserst stylischem und zeiweise auch extrem angetrunkenem Publikum, wusste die Quasi-Privataudienz der US-Amerikanerin zu schätzen. Ich auch, ist ja erst mein zweites Konzert bei der 777-Tour. Obwohl es auch diesmal orgnisatorische Problem gab (ich musste das Hotelzimmer wechseln und wurde dadurch nicht über Zeitplanänderungen informiert, in Folge dessen ich mit einem Privatchauffeut statt dem normalen Bus an die Konzertlocation geführt wurde) ist das ganze eine rinde Sache. Jetzt gerade befinde ich mich in einem bus von der Konzrthalle an den Flughafen. Denn jetzt gehts ab nach Europa. Nächster Stopp: Stockholm.

23:30
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Neben zu wenig Schlaf ist das unregelmässige Essen das zweite grosse Belastung auf dieser Tour. Mir ist eben gerade eingefallen, dass ich heute (es ist 17:30 Ortszeit) noch nichts gegessen habe. Doch dieses Problem ist jetzt - zumindest für den Moment - behoben. Was wohl Riri auf dem Teller hat?
21:20
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Im Talkback schreibt "Augen Optiker": Gibts auch Bilder von Rihanna ohne Sonnenbrille? So viel ich weiss, braucht es normalerweise keinen Sonnenschutz für die Augen IM Flugzeug?

Lieber "Augen Optiker", ich bin natürlich kein Experte in dieser Materie. Nichtsdestotrotz behaupte ich als Leihe, dass das nicht-tragen einer Sonnenbrille im Flugzeug nicht zu vorzeitigem Erblinden führt. Das unsere Rihanna permanent eine Sonnenbrille trägt, ist mir auch aufgefallen. Ich habe da so meine eigenen Theorien dazu: 1. Rihanna schützt sich damit vor Blitzlicht, 2. Weil es wenig unglamouröseres gibt, als ein Foto auf dem man die Augen zu oder nur halb offen hat, 3. Mit einer Sonnenbrille ist es schwer Blickkontakt aufzunehmen, damit wird die Distanz zwischen Star und Otto Normalverbraucher untermauert, 4. Riri will ihre müden und wahrscheinlich ungeschminkten Augen nicht zur Schau stellen, 5. Sie empfindet sich mit Brille am attraktivsten.

Welche und ob überhaupt eine Theorie zutrifft, weiss ich leider nicht mit Sicherheit. Doch mir wäre Rihanna heute Morgen an der Gepäcksausgabe gar nicht aufgefallen, wäre sie und ihre Freundin nicht die Einzigen gewesen, die eine dicke schwarze Sonnenbrille auf der Nase trugen.
18:32
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"Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - grosse zerstören sie auch nicht", wird sich Rihanna beim bepacken des Goodie-Bags gedacht haben. Jeder Mitreisende erhielt von der Sängerin ein Parfum, Kopfhörer, Riri-Socken, eine Uhr und viele weitere kleinere Aufmerksamkeiten geschenkt. Unter anderem auch eine kleiner Halskette mit einem echten Diamanten dran, das behauptet Riri jedenfalls.

"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser", denke ich mir und werde zurück in Zürich mal beim Bucherer vorbeischauen.
18:22
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Viel lieber präsentiere ich Ihnen die atemberaubende Aussicht aus meinem Hotelzimmer in Toronto. Dieses Zimmer wurde aber auch nicht zum aus dem Fenster starren gebucht, sondern zum kurz Kräfte tanken. Denn in sieben Stunden spielt Rihanna ihr zweites Konzert der 777-Tour. Übernachtet wird natürlich wieder im Flugzeug. Wo sonst.
18:19
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Und das wäre dann auch mein - hoffentlich - letztes vorpubertärese sich-selbst-im-Spiegel-fotografieren-Bild.
18:16
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Eine Nacht und zwei Flüge später: Das lang ersehnte Hotelzimmer mit Bett, Wireless und Dusche. Meine drei grössten Wünsche gingen damit in Erfüllung.
17:13
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Tag 3: Toronto, 8 Grad Celsius, Ortszeit 11:35 Uhr.

Good Morning Toronto! Hallo Internetzugang! Beim Hinflug nach Kanada war an Party nicht mehr zu denken - so übermüdet war die ganze Mannschaft. Ich bin sogar vor dem Start eigeschlafen. Ein persönlicher Rekord. Zuvor hatte ich innert zwei Tagen maximal fünf Stunden geschlafen. In Toronto wird uns nun für die Zeit bis zum Konzert am Abend ein Zimmer zur Verfügung gestellt, zum Ausruhen und Duschen. Beides ist bitternötig, glauben Sie mir.
16:59
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Verehrte Leserinnen und Leser, bitte entschuldigen Sie mir meine lange Ticker-Abstinenz. Das mit dem Internetzugang wollte in Mexico City leider gar nicht klappen. Nach dem ersten Konzert von Riri wurden wir auch gleich in ein Flugzeug verfrachtet und weiter nach Toronto geflogen, und dort bin ich jetzt auch gerade angekommen.

Fazit 2. Tag: Mexico City
Rihanna hält was sie verspricht. Ihr kurzer Auftritt im Flugzeug ähnelte zwar einem schlechten US-Rap-Videoclip. Trotzdem: Wenn man mittendrin ist und nicht nur zusieht, findet man prolliges Jay-Z-Champagner-ausschenken und ein so-tun-als-gehöre-einem-die-Welt-Gehabe doch irgendwie amüsant. Vor allem wenn man zuvor vom Kabinenpersonal mit Weisswein abgefüllt wird und es - ganz mexikanisch - Burritos zu essen gibt. Obwohl ich kräftig mitgefeirt habe, habe ich es bislang noch nicht geschafft, der Guten meinen Namen beizubringen und sie zu meiner neuen besten Freundin zu machen. Ich bleibe am Ball.

Ziel für den nächsten Tag: Ziel des ersten Tages.
13:39
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So gehts im Flugzeug ab.

(Quelle: YouTube/925thebeatofmontreal)
01:32
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Auf dem Flieger war die Hölle los. Es fühlte sich so an, als würde man in Windisch in einen Bus nach Lloret de Mar steigen. Die Leute tanzten und Rihanna flitzte immer wieder mal zwischen den Sitzen umher und gab Sätze wie: "Seid ihr bereit für Mexiko?!? Seid ihr bereit für Tequilla?!? Let's get drunk!!!" von sich. Gekreischr pur, aber trotzdem lustig. Und jetzt sind wir also hier, in diesem Mexico City. In zwei Stunden soll Riri zum ersten Mal auf der Bühne stehen.
01:24
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Okay. Das war irritierend. Eigentlich hätte unser Flieger von L.A nach Mexico City um 11:00 a.m abfliegen sollen. Der Flug verspätete sich jedoch um stolze zwei Stunden. Verstörende zwei Stunden. Denn die Informationspolitik lässt ja schon seit Tag eins zu wünschen übrig, trotzdem: Nach dreimaligem ein- und ausladen unserer Gepäckssrücke aus dem Bus, sind wir nun endlich in Mexico City angekommen!
16:52
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Liebe Patricia Rentsch, ich nehme Ihre Stylingkritik im Talkback sehr ernst. Ist dieses Kleid besser? Was würden Sie mir anraten? Abgesehen davon, dass mir die Natur in optischen Belangen auch ein paar Schranken setzt. Zudem verhalten sich Schlafmangel und Stress leider nicht positiv linear zu meiner optimalen äusserlichen Erscheinen. Sind mit diesem Outfit die Chancen höher, dass Riri sich heute meinen Namen merken kann?
16:51
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14:52
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So, noch eine Stunde, dann muss ich in der Lobby erscheinen, damit man mich mit dem Riri-Bus in das Riri-Flugzeug transferieren kann. Ich habe gehört es sollen insgesamt über 150 Journalisten aus der ganzen Welt mit dabei sein. Doch die wenigsten machen den ganzen Trip. Im Gegensatz zu mir ... Was habe ich mir da nur zugemutet?!? Doch ich bleibe fokussiert: Denn, heute werde ich wohl Riri das erste Mal zu Gesicht bekommen.
14:51
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Tag 2: Los Angeles, 14 Grad Celsius, Ortszeit 05:51 Uhr. Abflug nach Mexico City

Das darf doch nicht wahr sein, war mein erster Gedanke als ich heute Morgen aufwachte und auf die Uhr schaute. Um 05:00 Uhr früh war ich plötzlich hellwach und konnte beim besten Willen nicht mehr einschlafen. Nachdem ich gestern über 24 Stunden auf den Beinen war, hätte ich dringend etwas mehr Schlaf nötig. Doch meine innere Uhr scheint dies wenig zu interessieren. Nun bin ich also wach – von ausgeruht kann jedoch keine Rede sein. In drei Stunden muss ich auch schon wieder in der Lobby stehen, denn Rihanna spielt um 21:00 Uhr ihr erstes Konzert. In Mexiko City.
07:11
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Fazit 1. Tag: Los Angeles

Oha. Das wird anstrengend. Nicht nur, dass bereits der Flugplan schmerzende Beine und wenig Schlaf verspricht, auch die Organisation der ganzen Tour ist gelinde gesagt etwas undurchsichtig. Per Zufall erfährt man existentiellen Details über das weitere Vorgehen.

Der wichtigste Ort um sich als Journalist aufzuhalten ist die Hotelbar. Dort trifft man mit etwas Glück gepaart mit Menschenkenntnis andere Journalisten, von denen man weitere Einzelheiten über die Tour informiert wird. So habe ich jetzt zumindest mein nächstes Flugticket nach Mexico City erhalten und weiss nun, dass mein Gepäck im Flieger bleiben wird, bis es Morgen weiter nach Toronto geht. Man munkelt, dass Rihanna Pressekonfernzen im Flugzeug geben wird.

Doch ob ich es noch schaffe, mich mit Rihanna anzufreunden oder ob ich überhaupt mit ihr sprechen kann, bleibt ein grosses Fragezeichen. In diesem Sinne verabschiede ich mich an dieser Stelle für einige Stunden. Ich habe noch etwas Schlaf nachzuholen.

Ziel für den nächsten Tag:
Rihanna soll zumindest meinen Namen kennen.
07:10
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Inzwischen ist es bereits 22:10 in Los Angeles. Derweil wird mir auch klar, weshalb die Ganze 777 Tour heisst: Die Tour umfasst sieben Länder in sieben Tagen mit sieben Konzerten. Und vielleicht werden wir auch in einer Boing 777 durch die Welt geflogen. Wäre zumindest meine logische Schlussfolgerung.
07:01
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Mir fällt gerade ein: Neben Max Loong war auch Florian Ast auf dem gleichen Flieger. Ich glaube zumindest ihn gesehen zu haben. Den Ast habe ich aber nicht angesprochen. Der hatte schon genug Promo in letzter Zeit.
07:01
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Ach ja, Loong hatte auch noch ein paar Tipps wie am Besten die Aufmerksamkeit von Rihanna erhaschen kann. Doch dazu später mehr. Denn Zuerst muss ich mal die Riri finden. Wo ist sie eigentlich? Und wo kann man in diesem Hotel anständig essen?!?
05:20
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Doch ich möchte mich um Himmels Willen nicht beklagen. Schon nur der Hinflug war ein Highlight. Denn wie ich nach zehn Stunden Flug bemerkte, sass Max Loong eine Reihe hinter mir im Flieger. Nach einem kurzen Anflug von Verfolgungswahn - der gute Herr lief mir in letzter Zeit in Zürich immer wieder über den Weg (unter anderem an der James-Bond-Premiere und Who-is-Who-Party) – witterte ich meine Chance, von ihm die besten Vielfliger-Survival-Tipps überhaupt abzustauben.

Der Gute war auch sogleich zu einem kleinen Schwatz bereit und staunte nicht schlecht über mein Reisevorhaben: „Das ist echt tough“, meinte er. Loong selbst fliegt nach eigenen Angaben pro Jahr rund zehnmal um die Welt. Schliesslich pendelt er zwischen Singapur, Zürich und Los Angeles. Neben den Standart-Tipps wie „viel Wasser trinken“ und „gesund essen“, empfiehlt er die Uhr immer sogleich im Flieger auf die korrekte Zeit umzustellen. Max, diese Regel werde ich auf meiner weiteren Reise beachten, vielen Dank!
05:10
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Dieser strenge Zeitplan ist auch der Grund dafür, dass diesmal der Ticker nicht in gewohnter Regelmässigkeit aktualisiert wird. Denn, die Zeitumstellung lässt sich leider nicht einfach so schnell aushebeln.
05:10
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Tag 1: Los Angeles, 17 Grad Celsius, Ortszeit 21:10 Uhr

Verehrte Leserinnen und Leser, die gross angelegte Promo-Tour mit Rihanna hat begonnen. Zumindest für mich. Nach einem 12-stündigen Flug über den Atlantik bin ich nun da gelandet, wo die Tour der 24-Jährigen starten soll: In der Stadt der Engel – Los Angeles.

Doch wo mein persönlicher Engel in Form der barbadischen Sängerin nun genau ist, ist mir zu diesem Zeitpunkt noch ein Rätsel. Denn über den genauen Verlauf der Tour wird ein grosses Geheimnis gemacht. Das Einzige was ich bis anhin mit Sicherheit weiss, sind die Stationen, welche wir in den nächsten sieben Tagen abfliegen werden – und glauben Sie mir, das Programm ist rigoros und kennt kein Erbarmen in Sachen Jetlag und Schönheitsschlaf. Wenn alles nach Plan läuft, sieht Rihanna und somit auch meine Woche so aus:

Mittwoch, 14. November – Mexiko City
Donnerstag, 15. November - Toronto
Freitag, 16. November - Stockholm
Samstag, 17. November - Paris
Sonntag, 18. November – Berlin
Montag, 19. November - London
Dienstag, 20 November – New York City

Puh.
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Am Montag, dem 19. November, kommt Rihannas neustes Werk «Unapologetic» in die Plattenläden. Um ihrem siebten Silberling die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen, hat die 24-jährige Sängerin kurzerhand eine Hundertschaft Pressevertreter eingeladen, sie für eine Woche um die Welt zu begleiten.

Mit von der Partie ist auch die 20-Minuten-Redaktorin Monika Rufener. Sie tickert ab heute täglich auf 20 Minuten Online über alle wichtigen und unwichtigen Geschehnisse der Promotour. Diese startet in Mexiko City und führt über Toronto, Stockholm, Paris, Berlin, London schliesslich nach New York. In jeder Stadt wird Riri vor ausgewähltem Publikum ihre neuesten Songs spielen und den Medien Red und Antwort stehen.

Man darf gespannt sein, wie die barbadische Sängerin das Monsterprogramm bewältigt. Rihanna macht schliesslich keine halben Sachen und ist für ihre Vorliebe für ausschweifende Partys und ein turbulentes Liebesleben berüchtigt. Wir werden Ihnen natürlich kein Detail vorenthalten.

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Coole Berichterstattung, es hat echt Spaß gemacht, mitzulesen. Schade aber, was du und die anderen Journalisten durchmachen musstet. Aber ehrlich gesagt, dachte ich mir schon, dass das alles ziemlich ärgerlich wird für die Journalisten und Fans! – Benjamin Falconer

Hey Monika! Danke für deine Berichterstattung. Also für mich ganz klar: die Stars der Tor - tour seid ihr, nicht Riri!! Erhol dich gut! Das hält ja kein Mensch... – christa sommerabend

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • swissnavy am 16.11.2012 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    ticker?

    queen rihanna hat nun schon bald 2 stunden Verspätung in stockholm... wie wärs wenn noch mehr Berichte kommen würden? gibt doch sicher vieles zu erzählen?!

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  • jadat am 15.11.2012 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Hofberichterstattung

    Sorry, aber das ist für mich kein Journalismus mehr, sondern Hofberichterstattung. Wünsche trotz dem viel Spass.

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  • Peter Meier am 19.11.2012 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Danke für diesen ehrlichen Text von heute Abend! Wäre super wenn die Berichterstattung immer so direkt und offen wäre... Würde viel mehr Interesse und Spannung reinbringen. Der Anfang war extrem Klischeehaft, immerhin scheint es jetzt spannend zu werden wie das Management von Universal-Music ihre Herausforderung meistert ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Benjamin Falconer am 21.11.2012 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Danke :)

    Coole Berichterstattung, es hat echt Spaß gemacht, mitzulesen. Schade aber, was du und die anderen Journalisten durchmachen musstet. Aber ehrlich gesagt, dachte ich mir schon, dass das alles ziemlich ärgerlich wird für die Journalisten und Fans!

  • christa sommerabend am 21.11.2012 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Stars und richtige Stars

    Hey Monika! Danke für deine Berichterstattung. Also für mich ganz klar: die Stars der Tor - tour seid ihr, nicht Riri!! Erhol dich gut! Das hält ja kein Mensch...

  • Helen am 21.11.2012 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Rihanna braucht ne Pause!

    Hmm ja Rihanna ist halt ein Superstar und muss sich auch mal erholen. Was mich erstaunt ist, dass hier nichts vom Video erwähnt wird, das momentan im Internet unterwegs ist. Beim London Konzert unterbrach Rihanna den ersten Song weil die Band anscheinend offbeat war. Und sie war ziiiemlich zickig drauf - darf sie ja auch, die Frau arbeitet seit 5 Jahren ohne einen Tag Pause. Die soll mal schön in die Ferien ein halbes Jahr - wir werden sie ja nicht vergessen.

  • GotosleepRobyn! am 20.11.2012 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Rihanna is da Boooomb

    Ganz ehrlich Leute, Riri kann sich das definitiv leisten, denn sie verkauft trotz Verspätung und Sehr viiiel Abwesenheit Millionen von Alben. Ob die Journalisten nun gutes oder schlechtes schreiben, ist UNS Fans glaube ich so ziemlich egal! Ich wäre nur schon glücklich eine ganz Woche durch die Welt zu jetten und jeden Abend Rihanna auf der Bühne zu sehen. Ich find sie genial!:-)

  • Diego am 20.11.2012 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft?

    Je höher man steigt, desto tiefer kann man fallen. Ich sehe hier eine solche Möglichkeit. Der Erfolg scheint mir nicht nachaltig zu sein, und damit umgehen kann R. scheinbar auch nicht.