Also doch

30. November 2017 10:50; Akt: 30.11.2017 12:28 Print

Jay Z legt Seitensprung-Beichte ab

Gemunkelt wurde es schon lange, jetzt gibt es Rapper Jay Z in einem Interview zu: Er hat seine Frau Beyoncé betrogen.

Öffentliches Geständnis: Im Interview mit Dean Baquet erklärt Rapper Jay Z, warum er seiner Frau Beyoncé untreu war. (Video: NY Times/Tamedia)
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Von einer Ehekrise war schon 2014 die Rede. Damals taten Rapper Jay Z (47) und Sängerin Beyoncé (36) aber alles dafür, traute Zweisamkeit zu demonstrieren. Ganz vom Tisch waren die Gerüchte nie. Beyoncés 2016er-Album «Lemonade» soll die Verarbeitung der Ehekrise thematisieren – was sie allerdings nie bestätigt hat –, und spätestens mit dem neuem Album von Jay Z, «4:44», wurden sie im Juni 2017 wieder angeheizt.

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Auf dem Werk deutete er zwischen den Zeilen an, seine Ehefrau betrogen zu haben. In einem ausführlichen, aber zuweilen kryptischen Interview mit der «New York Times» spricht Jay Z jetzt erstmals über seine Ehe-Probleme mit Beyoncé und wie sie diese gelöst haben.

«Du musst überleben»

Narben aus der Vergangenheit hätten dazu geführt, dass er seine Frau emotional von sich weggestossen habe. «Du musst überleben», erklärt sich Jay Z. «Also wechselst du in den Überlebensmodus, und wenn du in diesen Modus wechselst, was passiert dann? Du unterdrückst alle Emotionen. Auch bei Frauen lässt du keine Gefühle zu, also kannst du keine Verbindung mehr herstellen.»

Erst als Interviewer Dean Baquet nachhakt, nennt er das Kind beim Namen: «In meinem Fall ging das tief. Und alles, was dann passierte, ging davon aus: Untreue ...» Mit wem er seine Frau und Mutter seiner drei Kinder betrogen hat, bleibt offen. Beyoncé nannte die unbekannte Frau «Becky with the Good Hair» im Song «Sorry» vom Album «Lemonade».

Gemeinsame Musik als Therapie

Tatsächlich seien sie vor einer Scheidung gestanden, sagt Jay Z weiter. «Die meisten Menschen laufen davon. Die Scheidungsrate liegt bei 50 Prozent oder, weil die meisten sich selbst nicht sehen können. Das Schwierigste ist, den Schmerz, den du verursacht hast, in einem Gesicht zu sehen, und das mit dir auszumachen.»

Die Musik, die Arbeit an einem gemeinsamen Album, habe sie schliesslich therapiert. Veröffentlicht wurde das Werk nicht, weil Beyoncé schon «weiter» gewesen sei als er. Deshalb habe sie dann ihr eigenes Album herausgegeben.

Die Zusammenarbeit habe Schmerzen verursacht und sei für beide «sehr, sehr unangenehm» gewesen. «Aber der beste Platz in einem Hurrikan ist in der Mitte», so Jay Z. Sie hätten eine Menge Gespräche miteinander geführt. «Ich war sehr stolz auf die Musik, die sie machte, und sie auf meine.» Jay Z nutzt das Interview auch für eine Liebeserklärung an seine Ehefrau: «Ich finde, sie ist fantastisch.»

(kfi)