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Staatsanwalt ermittelt
09. April 2010 11:18; Akt: 09.04.2010 11:52 Print
Katholiken verklagen «Titanic»
Die «Titanic» hat es wieder einmal geschafft, bei Katholiken für offene Münder zu sorgen: Das deutsche Satire-Magazin wurde wegen seines Titelbildes angezeigt, auf dem ein Priester Jesus oral befriedigt.
Mit diesen Titeln schuf «Titanic» Ikonen wie «Genschman», aber gleichzeitig sorgten andere Cover für Klagen - insbesondere von der katholischen Kirche. Eine Auswahl.
«Kirche heute», prangt über der April-Ausgabe der deutschen «Titanic»: Auf der dazugehörigen Karikatur ist ein Priester von hinten zu sehen, der scheinbar den am Kreuz hängenden Jesus oral befriedigt. Die Anspielung auf Sex-Skandale in der Jugendarbeit der katholische Kirche sorgte bei deren Mitgliedern für rote Ohren und offene Münder: Sogar die Staatsanwaltschaft muss sich nun mit dem Fall beschäftigen.
Auf der
Titanic-Webseite veröffentlichte das Magazin wütende Anrufe unter der Rubrik «Titanic-Leser stellen sich (telefonisch) vor».
Zum einen waren beim Presserat alleine bis zum 2. April über 100 Beschwerden eingegangen, bestätigte eine Sprecherin gegenüber der Webseite «DWDL». Die Kontrollinstitution der deutschen Medienlandschaft hatte zuletzt 2006 bei den «Mohammed-Karikaturen» der Axel-Springer-Zeitung «Die Welt» ähnlich viele Zuschriften bekommen. Neben dem Presserat muss sich die Staatsanwaltschaft Frankfurt der «Titanic» annehmen: Dort wurden zwei Anzeigen gegen das Magazin erstattet. Der Vorwurf: Volksverhetzung.
Titanic-Chef ebenfalls «schockiert»
Ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, will Staatsanwalt Jörg Claude kommende Woche entscheiden: Die Chancen dafür stünden aber gering, so der Jurist gegenüber «DWDL». Der Presserat wird sich im Mai mit der Sache beschäftigen. Es ist nicht der erste Prozess der katholischen Kirche gegen die Frankfurter Spassmacher: Andere Titel waren beispielsweise wegen Beleidigung des Papstes beanstandet worden (siehe obige Bildstrecke und Artikel).
Titanic-Chef Leo Fischer spielte auf Nachfrage von «Meedia» das religiöse Unschuldslamm: «Wir sind schockiert über die zum Teil anstössigen und jugendgefährdenden Phantasien, die dieser Titel in manchen Hirnen auslöst. Wir von Titanic sehen hier einen Priester, der sich hingebungsvoll einem Kruzifix zuwendet - vielleicht in demütiger Anbetung.» Er sei überrascht, so viele katholische Leser zu haben, führt der Chefredaktor weiter aus. «Wir werden in christlicher Gelassenheit abwarten, bis das Publikum sich wieder beruhigt.»
(phi)
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Alle 149 Kommentare
































Schmutzige Phantasie!
Also ich kann an dem Bild nichts anstößiges entdecken. Wer es dennoch tut hat eine schmutzige Phantasie oder aber fühlt sich ertappt!
Absicht...
...oder nur schlechte Wortwahl? "Die «Titanic» hat es wieder einmal geschafft, bei Katholiken FÜR OFFENE MÜNDER zu sorgen: Das deutsche Satire-Magazin wurde wegen seines Titelbildes angezeigt, auf dem ein Priester Jesus ORAL BEFRIEDIGT." Well done, den Lacher konnte ich mir nicht verkneifen.
Hammer
HAHA das ist doch mal was. Und wenn Satire nicht anstössig ist es auch keine richtige Satire. Weiter so xD