Bewegende Geschichte

10. Februar 2012 08:42; Akt: 10.02.2012 08:42 Print

M.I.A. hielt ihren Vater für totM.I.A. hielt ihren Vater für tot

Die britische Rapperin M.I.A. dachte lange, ihr Vater sei tot. In Wahrheit war dieser untergetaucht und kämpfte in Sri Lanka für eine rebellische Vereinigung im Bürgerkrieg.

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Die britische Rapperin M.I.A. («XXXO») wurde zwar in England geboren, doch bald darauf zog sie mit ihrer Familie in ihre Heimat Sri Lanka zurück. Vater Arul war dort Gründungsmitglied einer rebellischen Vereinigung, die während des Bürgerkriegs in den 80er Jahren kämpfte. Deswegen sagte man M.I.A. und ihren drei Geschwistern, ihr Vater sei vor langer Zeit gestorben.

Einen vermeintlichen «Onkel» sahen die Geschwister jedoch einmal jährlich: «Wir haben ihn einmal im Jahr gesehen, immer nur für zehn Minuten», erinnerte sich die 36-Jährige im Gespräch mit der «Sun» und erklärte: «Meine Mutter hatte uns gesagt, das sei unser Onkel und unser Vater wäre tot. Das war zu unserem Schutz.»

An die schwierige Zeit in Sri Lanka kann sich die Sängerin noch genau erinnern. Die Nachbarn hätten Abstand von der Familie gehalten, um nicht in die politischen Konflikte hineingezogen zu werden: «Wir haben uns so lange versteckt», seufzte M.I.A.. «Wir zogen von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus. Niemand wollte uns aufnehmen – wir waren unerwünscht. Jeder in Sri Lanka wusste über uns Bescheid und keiner wollte etwas mit uns zu tun haben, weil das zu gefährlich gewesen wäre. Uns verfolgte sogar die Armee.»

Von der Strasse in die Charts

So hart wie es klingt, war das Leben für die junge Britin auch. Ihre Familie hatte nichts, nicht einmal genug Geld für Essen. «Wir waren bettelarm. Oft stahlen wir Mangos von Bäumen anderer Leute», erzählt sie weiter.

Inzwischen verarbeitet die Sängerin ihre Erlebnisse in ihrer Kunst. 2010 sorgte sie mit dem Video zu ihrer Single «Born Free» für Aufsehen: In dem neunminütigen Clip werden Menschen mit roten Haaren von der amerikanischen Armee gejagt und exekutiert. Das dazugehörige Album «Maya» ist M.I.A.s bisher meistverkaufteste Platte.

(Covermedia / cem)

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  • Android am 10.02.2012 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vom Stinkefinger...

    zur "bewegenden Geschichte" innerhalb einer Woche! Nicht schlecht! Das nenn ich Marketing!

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