Als Queen ausgegeben

13. Dezember 2012 05:16; Akt: 13.12.2012 07:57 Print

Medienaufsicht ermittelt wegen Telefonscherz

Der Telefonscherz, der zum Selbstmord von Kates Krankenschwester geführt hat, könnte rechtliche Folgen haben. Australien prüft, ob der Sender den Persönlichkeitsschutz verletzt hat.

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Nach dem mutmasslichen Selbstmord einer Londoner Krankenschwester nach einem Scherzanruf eines australischen Radiosenders untersucht die australische Medienaufsicht den Fall. Die Untersuchung richte sich gegen den Sender 2Day FM und nicht gegen die betroffenen Moderatoren.

Geprüft werde unter anderem, ob die Radiostation die Vorschriften zum Persönlichkeitsschutz verletzt habe, betonte die Medienaufsicht ACMA am Donnerstag.

Als Queen ausgegeben

Die Krankenschwester Jacintha Saldanha war vor einer Woche im König-Edward-VII.-Spital ans Telefon gegangen. Am anderen Ende der Leitung gaben sich die 2DayFM-Moderatoren Mel Greig und Michael Christian als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles aus.

Sie erkundigten sich nach dem Zustand der schwangeren britischen Herzogin Kate, die in dem Spital wegen schwerer Übelkeit behandelt wurde. Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, die Auskunft gab.

Drei Tage später wurde Saldanha tot in ihrer Wohnung gefunden. Nach unbestätigten britischen Medienberichten hatte sie sich erhängt. Das Autopsieergebnis soll am Donnerstag veröffentlicht werden.

Ausstrahlung abgesprochen?

Der australische Medienkonzern Southern Cross Austereo (SCA), zu dem 2DayFM gehört, betonte, der Sender habe die Klinik vor der Ausstrahlung des Telefonmitschnitts fünf Mal angerufen, um die Aufnahme zu besprechen.

Das Spital erklärte dagegen, weder die Leitung noch die Presseabteilung der Klinik sei kontaktiert worden. Gemäss den australischen Vorschriften muss vor der Ausstrahlung eines Telefonscherzes im Radio die Zustimmung des Betroffenen eingeholt werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.E. am 13.12.2012 06:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Ich verstehe es immer noch nicht? Kann mir jemand weiterhelfen? Offenbar hat sie den Anruf weitergeleitet und nicht selber Auskunft gegeben oder? Wo liegt die Logik, so dass man sagen könnte es sei iiirgendwie nachvollziehbar? Hä?? %-)

  • Jean-Jaques G. am 13.12.2012 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gehtgarnicht!

    Ich möchte auch nicht, dass die ganze Welt über mich lacht! Das kann sehr verletzend sein! Dieser schlechte Scherz soll als Beispiel vorangehen und somit Grenzen gesetzt werden!

  • Raphael am 13.12.2012 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    vielleiiicht?

    Hmm es könnte ja auch sein, dass Jacintha anschliessend Rüffel aus dem Palast erhalten hat? Aber schlussendlich hat sie nur weitergeleitet, und selbst keine Auskunft gegeben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Raphael am 13.12.2012 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    vielleiiicht?

    Hmm es könnte ja auch sein, dass Jacintha anschliessend Rüffel aus dem Palast erhalten hat? Aber schlussendlich hat sie nur weitergeleitet, und selbst keine Auskunft gegeben.

  • Tamara am 13.12.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ermittelt aber bitte in alle Richtungen!

    Nach dem Scherz der Australier haben doch sicher verschiedenste Personen in London Gespräche mit Jacinta Saldanha geführt. Dies dürften einmal Personen aus dem Umfeld des Spitals gewesen sein (Vorgesetzte, Mitarbeiter). Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass bisher Unbekannte mit Frau Saldanha Kontakt hatten. Das muss genauestens abgeklärt werden. Ich weigere mich, den australischen DJ's Schuld zu geben, bevor uns die Engländer nach einer genauen Untersuchung umfassend darüber informieren, was in der Zeit nach dem Scherz passiert ist.

  • Ab warten am 13.12.2012 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem

    liegt doch darin, dass scheinbar die Ausstrahlung des Anrufes nicht abgesprochen wurde mit der betroffenen Person. Wenn der Sender bekannt gibt, sie hätten 5 mal angerufen um die Sache zu besprechen, dann heisst das noch immer nicht, dass die betroffene Person das Telefon abgenommen und ja gesagt hat zur Ausstrahlung. Die Verantwortlichkeit kann also erst festgestellt werden, wenn geklärt ist, ob die betroffene Person wirklich gefragt wurde und ob diese ja zur Ausstrahlung gesagt hat.

  • Jean-Jaques G. am 13.12.2012 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gehtgarnicht!

    Ich möchte auch nicht, dass die ganze Welt über mich lacht! Das kann sehr verletzend sein! Dieser schlechte Scherz soll als Beispiel vorangehen und somit Grenzen gesetzt werden!

  • Claude am 13.12.2012 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn euch Jacinta S. nicht völlig...

    gleichgültig ist, hört auf mit dieser Vorverurteilung der Australier. Unterstützt dafür die Familie von Jacinta S. Diese Familie will, dass umfassend untersucht wird, was nach dem Scherz passiert ist. Das betrifft insbesondere das Spital, in dem Jacinta S. gearbeitet hat. Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass der Scherz nicht der alleinige Auslöser des Selbstmords gewesen sein kann.