Hetz-Song von früher

10. Dezember 2012 16:38; Akt: 10.12.2012 22:49 Print

Obama verzeiht Psy für «tötet die US-Soldaten»

2004 sang der Rapper Psy einen Hetz-Song gegen US-Soldaten. Deswegen stand sein Auftritt bei einer US-Charity-Show auf der Kippe. Doch der Südkoreaner entschuldigte sich rechtzeitig.

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Ein lebensfroher, netter, etwas kauziger südkoreanischer Rapper, der mit seinem Song «Gangnam Style» und dem dazugehörigen verrückten Tanz die Welt erobert hat. Dieses Bild dürften die meisten von Psy haben. Doch der 34-Jährige kann auch anders. An einem Konzert im Jahr 2004 spielte der Musiker mit seiner damaligen Band N.E.X.T. den Song «Dear American». Darin rief er zum Mord an US-Soldaten auf: «Tötet ihre Töchter, Mütter, Schwiegertöchter und Vater, tötet sie langsam und qualvoll».

Dass jemand, der diese Worte äusserte, am TV-Konzert «Christmas in Washington» auftreten soll, in der auch Barack Obama und seine Familie erwartet werden, sorgte in den USA für Entrüstung. Wie der «Spiegel» schreibt, forderten verärgerte Bürger ihren Präsidenten per Petition dazu auf, Psy von der wohltätigen Show auszuladen.

«Tiefe emotionale Reaktion»

Doch dieser entschuldigte sich, bevor es dazu kam. «Ich verstehe die Opfer, die amerikanische Soldaten und Soldatinnen gebracht haben, um Freiheit und Demokratie in meinem Land und in der ganzen Welt zu schützen», erklärte Psy. Das Stück von damals sei Teil «einer tiefen emotionalen Reaktion auf den Krieg im Irak und den Tod zweier koreanischer Schulmädchen gewesen». Die beiden Mädchen waren 2002 in Südkorea von einem Panzerfahrzeug des US-Militärs erfasst und in den Tod gerissen worden. «Es ist zwar wichtig, die eigene Meinung zu sagen, die hetzerischen und unangebrachten Worte bereue ich aber zutiefst», so Psy weiter.

Was sollte Obama bei so viel Reue noch sagen? Er liess Psy zum Konzert im National Building Museum kommen und schüttelte ihm bei der Gelegenheit die Hand. Und Psy gab seinen Gangnam Style zum Besten. Für Konservative war die Entschuldigung nicht genug, sie ärgerten sich über das Erscheinen des einstigen Hetz-Rappers. Doch Obama liess sich nicht beirren. In seiner Ansprache nannte er die Weihnachtsfeier «eine Gelegenheit, Freude zu verbreiten und mit Stars zu singen, die viel bessere Stimmen haben als wir».

Beim aufsehenerregenden Auftritt 2004 zerschmetterte Psy einen Papp-Panzer:


(Video: Youtube/mrfootball718)

(rey/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lh am 10.12.2012 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rapper?

    Alles was recht ist, aber "Rapper" ist doch wohl nicht ganz der richtige Begriff

  • baba am 10.12.2012 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    sei doch dankbar

    jaja auf die Amis fluchen aber heute ist er sicher auch froh haben sich diese dazumal eingemischt so dass er nicht in einem Nordkorea leben muss.... Unfälle passieren und im Krieg sterben Menschen. Amerika mischt zwar bei Kriegen immer heftig mit aber viele Menschen auf der Welt (nur schon Europa im 2.WK) können sich dankbar schätzen dass sie dies getan haben. Im 1. Moment ist man vielleicht wütend wenn deshalb jemand stirbt den man gekannt hat aber wenn man über längere Jahre zurückblickt war es vielleicht doch nicht so falsch, das die Amis sich eingemischt haben....

  • Peschä am 10.12.2012 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr als bedenklich

    Was Psy da 2004 geleistet hat, ist mehr als bedenklich! Es ist ein skrupelloser Aufruf zum brutalen Mord an unschuldigen Menschen! Das wäre nicht nur ein Grund gewesen, ihn wieder auszuladen, sondern auch für einen Landesverweis. In der Schweiz würde er mit seinem Hetzlied wohl auch gegen die Rassismus-Strafnorm verstossen. Ausserdem sollte Psy daran denken, dass es in Südkorea ohne amerikanische Soldaten womöglich wie in Nordkorea aussehen würde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Panzer am 11.12.2012 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist uebersetzung??

    Habt ihr jede Wort verstanden was er singt?? Ich nicht. Ich sehe nur dass er einen Pnazer kaputt schlaegt. Vielleicht will er ueberall den Krieg beenden... Habe gehofft song kommt untertitelt oder so...

  • Shura am 10.12.2012 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach

    Nur weil er ein Star ist, wird ihm alles verziehen...

  • Peschä am 10.12.2012 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr als bedenklich

    Was Psy da 2004 geleistet hat, ist mehr als bedenklich! Es ist ein skrupelloser Aufruf zum brutalen Mord an unschuldigen Menschen! Das wäre nicht nur ein Grund gewesen, ihn wieder auszuladen, sondern auch für einen Landesverweis. In der Schweiz würde er mit seinem Hetzlied wohl auch gegen die Rassismus-Strafnorm verstossen. Ausserdem sollte Psy daran denken, dass es in Südkorea ohne amerikanische Soldaten womöglich wie in Nordkorea aussehen würde.

    • Micca am 13.12.2012 11:09 Report Diesen Beitrag melden

      Sie haben recht aber...

      Nun, was war Irak, Afghanistan, Lybien, usw.? Ich will diesen Spinner nicht in Schutz nehmen, denn was er da von sich gegeben hat ist wirklich mehr als unterste Schublade ABER wir dürfen nicht vergessen, die einen rufen zum Mord auf, die anderen verfolgen ihre Wirtschafts und Geopolitischen Interessen und nennen das ganze dann Demokratisierung. Wir sollte aufhören mit zweierlei Mass zu rechnen

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  • baba am 10.12.2012 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    sei doch dankbar

    jaja auf die Amis fluchen aber heute ist er sicher auch froh haben sich diese dazumal eingemischt so dass er nicht in einem Nordkorea leben muss.... Unfälle passieren und im Krieg sterben Menschen. Amerika mischt zwar bei Kriegen immer heftig mit aber viele Menschen auf der Welt (nur schon Europa im 2.WK) können sich dankbar schätzen dass sie dies getan haben. Im 1. Moment ist man vielleicht wütend wenn deshalb jemand stirbt den man gekannt hat aber wenn man über längere Jahre zurückblickt war es vielleicht doch nicht so falsch, das die Amis sich eingemischt haben....

  • lh am 10.12.2012 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rapper?

    Alles was recht ist, aber "Rapper" ist doch wohl nicht ganz der richtige Begriff