Dekadenter Geizkragen

01. Dezember 2012 11:16; Akt: 01.12.2012 16:49 Print

Ryan Leslie will keinen Finderlohn zahlen

Eine Million US-Dollar setze Ryan Leslie als Finderlohn für seinen gestohlenen Laptop aus. Seinen Computer hat der Rapper wieder – zahlen will er nicht.

Am 23. Oktober 2010 wird der Laptop von Ryan Leslie in Köln gestohlen. Mit diesem Video setzt der Rapper einen Finderlohn von 20 000 US-Dollar aus, den er ein paar Tage danach auf eine Million erhöht. (Quelle: YouTube)
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Im Jahr 2010 wurde Ryan Leslie in einem Kölner Nachtclub seine Tasche samt Reisepass, Laptop und externer Festplatte gestohlen. Brisant: Auf dem Rechner befanden sich bisher unveröffentlichte Songs des Rappers, der bereits mit Grössen wie Beyoncé, Usher und Britney Spears musizierte. Sichtlich verzweifelt wandte sich der millionenschwere Musiker am Folgetag per obiger Videobotschaft an seine Fans, um eine Belohnung von 20 000 Dollar für die Wiederbeschaffung seines Laptops auszusetzen. Einige Tage darauf erhöht er diese auf eine Million Dollar.

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Gut einen Monat später findet der Kölner Armin Augstein besagte Tasche bei einem Waldspaziergang mit seinem Hund, wie bild.de weiss. Der Automechaniker gibt seinen Fund bei der örtlichen Polizeistelle ab und erfährt, dass er mit seinem Fund Anspruch auf die Belohnung in Millionenhöhe hat.

«Bis heute gab es nicht einmal ein Dankeschön»

Als der deutsche Finder die versprochene Belohnung einfordern will, lässt der protzige Rapstar plötzlich nichts mehr von sich hören. Armin Augstein schaltet einen Anwalt ein – mit Erfolg. Ein Geschworenen-Gericht in New York gibt dem Deutschen Recht und verurteilt Leslie zur Zahlung. Doch der grossspurige Musiker, der sich gerne dekadent und verschwenderisch präsentiert, weigert sich, sein Versprechen einzulösen. Sein Anwalt begründet diese Einstellung damit, dass sein Mandant den Laptop nicht mehr aufstarten konnte. Das geistige Eigentum sei also nie zurückgegeben worden, so sein Anwalt, der das Urteil der ersten Instanz nun anfechten will.

Armin Augstein fühlt sich betrogen: «Bis heute gab es nicht einmal ein Dankeschön», so der enttäuschte Finder. Noch grösser als der Verlust seiner Daten dürfte nun aber der Imageschaden für Leslie sein. Weltweit verbündet sich die Internetgemeinde mit dem Finder und gegen den Rapper, der sein Vermögen mit Liedern wie «Swiss Francs» und «Maybachs & Diamonds» gemacht hat.

Das Video zu SWISS FRANCS wurde teilweise in Zürich gedreht. (Quelle: YouTube)

(kis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dario Di am 01.12.2012 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Promo-Idee ohne Substanz

    wahrscheinlich hat er einen so grossen Finderlohn ausgerufen, um damit in den Medien präsent sein und Werbung für seine ach so wertvollen Songs machen zu können. Nicht Wort halten geht aber nach hinten los. Wie war das mit der Ehre und der Mannhaftigkeit bei den Rappern. Auch wenn das Laptop futsch war, die Daten kann man retten lassen.

  • Bruno Keller am 01.12.2012 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    What?

    Ryan wer?

  • Hans H am 01.12.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    zahlen bitte!

    er sollte die Million zahlen. Er wollte promo erschleichen durch einen ungewöhnlich hohen Finderlohn. Dies hat er erreicht und jetzt soll er seine Versprechen einhalten (Daten lassen sich immer retten)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Teki am 03.12.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    und wo ist das Problem?

    Das ein Laptop nicht startet hat noch lange, lange keinen Datenverlust zur folge. Also alles faule ausreden.

  • andere am 02.12.2012 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frage

    würdet ihr eine million für einen Laptop ohne daten zahlen? also ich sicher nicht.. und jeder der sagt ja sagt das nur um nicht blöd dazustehen, sprich niemand würde das tun..

    • f meier am 03.12.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Daten nicht zwingend weg.

      Nur weil er nicht mehr aufstartet, sind die Daten noch lange nicht verschwunden. Die kann man noch retten, dafür gibt es auch spezialisierte Firmen. Im Artikel steht nicht, ob ein Versuch unternommen wurde, die Daten wieder zu gewinnen.

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  • Luis V am 02.12.2012 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bisschen unlogisch

    Versteh ihn ganz gut! Vorallem warum soll dieser Finder tatsächlich einer sein? Wer so ein Laptop findet lässt ihn ganz bestimmt nicht einfach so zurück!!

  • Roman am 02.12.2012 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War doch klar

    So sind sie eben, diese Rapper. Grosse Klappe und nix dahinter! Eigentlich keine neue Erkenntnis.

  • ... am 01.12.2012 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... 

    Ryan hat eine Million Dollar Finderlohn ausgesetzt wenn sein Laptop unbeschadet und vorallem mit allen Inhalten drauf zurück kommt. Der Laptop wurde aufgefunden , die Songs jedoch für das damalige Album waren allesamt weg.. Und er erklärte eindeutig , dass wenn jemand alle Songs finden sollte , immer noch eine Million kriegt!

    • Christian am 03.12.2012 08:10 Report Diesen Beitrag melden

      Er hat die Songs bekommen

      Das stimmt nicht. Der US-amerikanische Richter ist der Auffassung, dass er die Songs auf seinem Laptop sehr wohl bekommen hat uns es jetzt leugnet, um nicht zahlen zu müssen.

    • Mokobe M. am 03.12.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      @ ...

      Wo siehst/hörst du seine eindeutige Erklärung?

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