Klage wegen Nacktfotos

13. November 2012 12:35; Akt: 13.11.2012 13:39 Print

Sie musste mit vier Jahren die Beine spreizen

1976 publizierte der «Playboy» Nacktbilder der 11-jährigen Eva Ionesco. Heute ist die Französin 47 Jahre alt und verklagt ihre Mutter und Fotografin auf Schadenersatz.

Mit dem autobiographischen Film «I'm Not A F**king Princess» hat Kindermodel Eva Ionesco ihre schwere Kindheit auf die Leinwand gebracht. (Quelle: YouTube)
Zum Thema
Fehler gesehen?

200 000 Euro Schadensersatz fordert das einstige Kindermodel Eva Ionesco von ihrer Mutter. Diese hatte in den Siebzigerjahren Nacktfotos der 11-Jährigen geschossen, um sie danach gewinnbringend in Blättern wie «Playboy» und «Penthouse» abdrucken zu lassen. Pikant: Bereits mit 4 Jahren hatte Ionesco mit gespreizten Beinen vor der Linse ihrer Mutter posieren müssen. Was heute als Verbreitung von pädophilen Inhalten verurteilt würde, galt in der liberalen Szene Frankreichs damals offenbar als Kunst.

«Wie kann man ein 4-jähriges Kind seine Beine öffnen lassen und dann ein Foto davon machen?», klagt Ionescos Anwalt vor einem Pariser Gericht. Pädophile Netzwerke hätten damals viel Einfluss gehabt, weshalb sie niemals als Kind, sondern wie eine «verkleidete Prostituierte» dargestellt worden sei, so der Advokat weiter gegenüber Welt.de.

Sie habe selbst Bilder verkauft

Über ihren Anwalt verteidigt sich die angeklagte Irina Ionesco. Ihre Tochter habe einen Hass auf sie und zudem auch selbst immer wieder Nacktbilder aus ihrer Kindheit verkauft. Ein Urteil im Rechtsstreit um die freizügigen Aufnahmen des Kinderstars wird am 17. Dezember 2012 erwartet.

(kis)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Herrmann am 13.11.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wandel der Zeit

    Es ist schon eindrücklich, wie sich die Werte der (westlichen) Gesellschaft innerhalb von wenigen Jahrzehnten derart verändern können. Werden wir in 30 Jahren solche Fotos etwa wieder als Kunst betrachten? Ich hoffe nicht

  • Lars am 13.11.2012 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Playboy macht mit

    Der grössere Skandal ist wohl, dass Playboy und Penthouse diese pädophilen Bilder veröffentlicht haben! Ich würde DIE einklagen!

    einklappen einklappen
  • Bouhh am 13.11.2012 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Andere werden misshandelt und dort passiert nichts.. Hier geht es um fotos wo schon lange zurückliegen... Ist zwar irgendwie komisch dass ein kind auf dem playboy ist, aber wetten die bekommt ihr geld... Es gibt doch schlimmeres..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • max weber am 14.11.2012 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst darf alles, aber...

    Ein nacktes Kind kann wohl objektiv nüchtern betrachtet unter Umständen einen gewissen künstlerischen Wert haben, z.B. als Reinheits / Unschuldssymbol, nur müssen dafür keine Geschlechsteile zur Schau gestellt werden. Diese müssen dafür auch nicht entblösst sein, um einen künstlerischen Zweck zu erreichen. Kunst darf alles, aber darf sie auch schädigen? Muss sie dies? Ich denke nicht! Rechtlich betrachtet stellt sich natürlich die Frage, insbesondere wegen der Verjährung, warum erst jetzt dagegen vorgehen? Die Bilder können kaum mehr frei gehandelt, so dass zukünftig kein Übel mehr droht..

  • Anette am 13.11.2012 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Pädophile Netzwerke heute noch mächtig

    Diese Geschichte klingt fast unglaublich. Doch dürfte es wohl nur die Publizität sein, die diesen Fall zum Unikum macht. Eines muss aber noch richtig gestellt werden. Pädophile Netzwerke SIND heute noch mächtig. Man denke an die Fälle Dutrox, Kampusch, etc. Bei allen Fällen war ein "Netzwerk" Gegenstand der Ermittlungen allerdings dann von den Behörden ignoriert. Zwei wirklich sehenswerte Dokumentationen zum Thema: "Ritueller Kindesmissbrauch" und "Marc dutroux und die toten Zeugen"! Frei ansehbar auf youtube.

  • Bouhh am 13.11.2012 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Andere werden misshandelt und dort passiert nichts.. Hier geht es um fotos wo schon lange zurückliegen... Ist zwar irgendwie komisch dass ein kind auf dem playboy ist, aber wetten die bekommt ihr geld... Es gibt doch schlimmeres..

    • Irgendeine am 13.11.2012 15:35 Report Diesen Beitrag melden

      Für dich schon

      Es gibt doch schlimmeres..... für dich sicherlich, ja. Für die Betroffene, die so zu sagen öffentlich missbraucht wurde, aber nicht.

    • Franz Peter am 13.11.2012 15:53 Report Diesen Beitrag melden

      Geld

      "Ihre Tochter habe einen Hass auf sie und zudem auch selbst immer wieder Nacktbilder aus ihrer Kindheit verkauft. " Wenn diese Aussage stimmt, geht es ihr wirklich nur ums Geld.

    • Aurelia am 13.11.2012 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Schäm dich! Jeder hat ein Recht

      Klar gibt es "immer" schlimmeres!! Willst du etwa sagen sie habe kein Recht daraf weil sie nicht vergewaltig oder misshandlt wurde??!!! Zum Glück wurde sie das nicht. Und es ist eben doch Misshandlung! Logisch wehrt sich die Frau erst heute. Was will ein Kind schon machen wenn man es so stark beeinfluss, ihm einredet wie toll das alles doch sei. Ein Kind gehört einfach nicht in ein Playboy oder Penthouse und komisch finde ich das überhaupt nicht!

    einklappen einklappen
  • Conny am 13.11.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    das Heilige Geschlecht

    Ist doch mal schön, dass nicht en Mann der "Böse" ist. Das zeigt mal, dass eben auch Frauen nicht heilig sind.

    • Faultier am 13.11.2012 15:31 Report Diesen Beitrag melden

      unheilig

      Hinter jedem grossen Mann steht eine noch grössere Frau!

    einklappen einklappen
  • K. Tse am 13.11.2012 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    'Meine Tochter hasst mich'

    Warum nur könnte das sein, dass die Tochter die Mutter so hasst? Zum Glück hatte ich eine gute Kindheit und eine nette Familie, aber gegen eine solche Mutter würde sogar ich Antipatie entwickeln.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren