Hef & Kendra

13. Juli 2010 12:03; Akt: 13.07.2010 12:18 Print

Viagra, «Gottes kleiner Helfer»

Kendra Wilkinson macht weiter Werbung für ihre Memoiren und plaudert aus dem Nähkästchen. Doch auch Hugh Hefner selbst beantwortet Fragen zu seinem Sexleben.

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Kendra Wilkinson (hier mit P. Diddy) hat eine Autobiographie namens «Sliding into Home» geschrieben, von der die US-Magazine «People» und «Star» Teile vorab veröffentlichten. [Seine Mutter] brachte ihn als Jungen und holte ihn als Mann ab. Das Koks, Gras, LSD, Crystal Meth und jegliche Pillen, an die ich herankam, hielten meinen Geist vernebelt. Meine Mom machte sich grosse Sorgen. Ich fühlte mich schrecklich, dass ich ihr so viel zumutete, aber das stoppte mich nicht. Ich nahm eine Schere und stach sie in meinen Arm, schneidend bis Blut meine Hand herunterlief. Einmal ging ich den Arzneischrank durch und nahm alles, was ich finden konnte. Meine Mutter und meine Grossmutter sind mit mir ins Hospital gerast. Die Ärzte liessen mich reine Aktivkohle trinken. Ich habe mal gehört, dass man sich mit Zahnpasta eine Überdosis geben kann. Eines Nachts versuchte ich, die ganze Tube zu essen. Nichts kann meinen damaligen Schmerz besser beschreiben als die Tatsache, dass ich versuchte, mir mit Zahnpasta eine Überdosis zu geben. Ich war für zwei Wochen da. Ich fühlte mich wie eine verrückte Person. Ich fing Streit an und sie steckten mich in einen dieser weissen Räume mit Gummiwänden. Ich fühlte mich sexy wegen der Aufmerksamkeit, die ich bekam. Ich war 18. Ich dachte: Ich sollte Stripperin werden. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich sexy und mächtig. Ich war der Top-Verdiener in diesem Club. Aber ich dachte, ich würde es besser machen, wenn sie grösser wären. Ich arbeitete zwei Nächte hintereinander, um das Geld für meine Brustvergrösserung zu sammeln und sie machen zu lassen. Ich hatte meinen Traumbusen und das Geschäft lief gut. Es gab eine Welt hinter San Diego, die ich entdecken wollte. Und ich fühlte, dass Hef der Typ sein würde, der mir hilft, das zu tun. Mit 18 in die Mansion zu ziehen, war wie ein spiritueller Moment. Eines der Mädchen fragte mich, ob ich hoch in Hefs Zimmer gehen will. In meinem Kopf hörte ich die Stimme meiner Mutter: `Du weisst, es gibt dort Orgien.´ Ich sagte: `Okay, wenn ich muss.´ Es schien, als würde jedes andere Mädchen gehen, und wenn ich es nicht täte, wäre es schräg. Eine nach der anderen hüpfte auf Hef und hatte Sex mit ihm [...] für etwa eine Minute. Ich studierte jede ihrer Handlungen. Dann war ich dran ...!. Es war sehr schräg. Ich habe nicht gross drüber nachgedacht, wieviel älter Hef war - alle Körperteile arbeiteten normal. Ich wollte dort sein. ins Gästehaus. `Hello, my darlin´, sagte er. Ich fühlte mich besonders, geliebt und schön. Ist das nicht alles, was ein Mädchen wirklich von ihrem Freund will?

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Die ersten Auszüge aus der Autobiographie von Kendra Wilkinson hatten es schon in sich (20 Minuten Online berichtete). In der «Today Show» legte das frühere «Playboy»-Bunny noch einmal nach – und erklärte das eine oder andere. Etwa ihre Sucht: Schon mit 13 Jahren begann sie, (harte) Drogen zu nehmen. Wilkinson begründet das damit, das ihr Vater in dieser Zeit seine Familie verlassen hat.

Als sie fünf Jahre später clean wurde, nahm sie einen Job als Stripperin an. Und zwar heimlich: Erst vor der Buchveröffentlichung berichtete sie ihrer Mutter davon, damit sie das nicht aus den Medien erfahre, berichtet Kendra. Als sie dann in die «Playboy Mansion» einzog, fühlte sie sich anfänglich fehl am Platz. «Als ich hineinging, war ich 18 Jahre alt und ein sehr freier Geist. Als ich gerade dort ankam, wusste ich wirklich nicht, was abgeht.»

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Bald jedoch fühlte sie sich heimisch, beschreibt Kendra in «Sliding Into Home»: «Den ganzen Abend starrten Hef und ich uns an. Ich war nicht körperlich von ihm angezogen, aber er war einfach so cool. Die Art, wie er sich benahm und die Dinge, die er sagte, waren anders als alles, was ich zuvor gesehen oder gehört habe.» Der «Playboy»-Gründer habe sie dann gefragt, ob sie nicht über Nacht bleiben wolle und gab ihr einen Schlüssel. «Ich konnte nicht – vor allem weil Zack vor der Mansion im Auto sass und wartete. Ich gab Hef den Schlüssel zurück, aber sagte ihm, ich würde ihn sehr bald wiedersehen.»

«Ich habe mehrmals wöchentlich Sex»

Doch Hefner liess nicht locker: «`Willst du meine Freundin sein?´, fragte er noch mal, bevor ich ging. Als ich in seine Augen starrte, sah ich keinen vier Mal so alten Mann wie mich, der zehn Mal mehr Freundinnen hat als die meisten. Obwohl ich ihn kaum kannte, sah ich einen herzigen Mann, der mich wirklich gut in meiner Haut fühlen liess – ein wahrer Gentleman. Es war verrückt, aber in meinem Herzen fühlte ich, dass er jemand war, dem ich möglicherweise trauen konnte. `Also, willst du?´ Es gab nur eine Sache, die ich sagen konnte: `Um, okay.»

Das Magazin der «New York Times» fragte nun bei Hefner nach, ob er den wirklich viel Viagra nehme, wie Wilkinson in ihrem Buch schreibt. «Ich nehme nicht viel, aber ich nehme es, wenn es gebraucht wird», antwortete der Amerikaner. «Ich habe mehrmals wöchentlich Sex und nehme Viagra, wenn ich Sex haben will. Ich würde sagen, mit 84 hilft es. Es ist Gottes kleiner Helfer.»