Aussprache

13. Juli 2018 00:06; Akt: 13.07.2018 15:14 Print

Kilchsperger bedauert laut SRF seine Aussagen

Roman Kilchsperger wechselt im Herbst vom SRF zum Teleclub. Nach der öffentliche Abrechnung mit seinem alten Arbeitgeber kam es nun zu einem direkten Gespräch.

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In einem Interview hatte Roman Kilchsperger (48) das Schweizer Fernsehen kritisiert. Am Freitag musste sich der scheidende Moderator nun, wie von SRF-Media-Relations-Chefin Andrea Wenger bereits gegenüber «Persönlich» angekündigt, einem direkten Gespräch mit seinem Noch-Arbeitgeber stellen. «Heute Vormittag fand ein konstruktives Gespräch mit Roman Kilchsperger statt. Er bedauert seine Aussagen in der ‹Weltwoche›», teilte Wenger auf Nachfrage von 20 Minuten mit.

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Die Sendungsverantwortlichen hätten sich mit Roman Kilchsperger darauf geeinigt, den ganzen Elan in die fünf verbleibenden Ausgaben der diesjährigen «Donnschtig-Jass» zu stecken. Ob der Moderator aber auch 2019 die Sendung moderieren wird, wie Kilchsperger freudig ankündigte, möchte SRF nicht bestätigen. «Es wird zeitnah zur aktuellen Staffel entschieden», heisst es weiter.

Bald kehrt Roman Kilchsperger zu seinen Wurzeln als Sportmoderator zurück. Ab Herbst moderiert er die Champions League auf Teleclub. Er folgt damit prominenten Kollegen wie Steffi Buchli oder Matthias Hüppi, die das SRF nach vielen Jahren verlassen haben.

«Sexistisches Arschloch»

Zum Abschied fand Kilchsperger klare Worte über seine Zeit beim Schweizer Fernsehen. «Bei jeder Sendung habe ich gewusst, wie weit ich gehen darf», sagte er der «Weltwoche». Als er die Grenze bei seiner Quiz-Show «Top Secret» einmal überschritten hatte – ein Kandidat sollte Ex-Missen nach ihrem Brustumfang ordnen –, bezeichnete ihn eine Politikerin als «sexistisches Arschloch». Er musste sich öffentlich entschuldigen, Rückendeckung vom Arbeitgeber habe es nicht gegeben. «Da sei ihm klargeworden: Ich habe keine Wahl mehr, ich muss da weg.»

Interviews zensiert

Er habe sich im Laufe der Zeit angepasst, sich immer mehr zurückgehalten. «Ich wurde quasi eingeschläfert», so Kilchsperger. Auch seine Interviews habe das SRF zensiert. Die interessanten Stellen seien jeweils gestrichen worden.

Der «Donnschtig-Jass» sei für Kilchsperger eine Herzensangelegenheit. Genau wie die Sportmoderation, mit der er seine Karriere bei Radio Zürisee gestartet hatte. Über die Jahre habe er immer wieder bei der SRF-Sportredaktion angeklopft, allerdings stets ohne Erfolg, heisst es.

Seitenhieb beim «Donnschtig-Jass»

In der aktuellen «Donnschtig-Jass»-Sendung aus Zweisimmen verlor Kilchsperger kein Wort über den Knatsch mit SRF. Derweil erlaubte sich Co-Moderator Reto Scherrer einen Seitenhieb: «Du kannst ja froh sein, dass du heute Abend die Sendung noch moderieren darfst.» «Jetzt kommt's aber faustdick», entgegnete Kilchsperger nur.

(bla/chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cornelia am 12.07.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Ich finde es sehr schade....dass Roman geht...Alle guten Moderatoren sind bald weg..... Sehr schade......

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  • Michi am 12.07.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    Ich finde es immer wieder bemitleidenswert wenn man im nachhinein über seinen ehemaligen Arbeitgeber lästert!

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  • Tom Müller am 12.07.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verlust

    Das ist jetzt aber nicht wirklich ein Verlust für das SRF

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frauenfelder Kurt am 13.07.2018 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roman

    Roman ist der Beste

    • Nina Burri am 13.07.2018 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frauenfelder Kurt

      Ich lese keinen Roman mehr lieber ein Krimi

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  • Alboreto am 13.07.2018 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leer

    Der Kilchberger ist doch und war immer ein Leerläufer

  • Beamter am 13.07.2018 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschmacklos

    Da arbeitet man jahrelang für eine Firma und dann wenn man geht, lästert man über den Arbeitgeber? Finde ich schwach. Leider kenne ich das auch von dort wo ich arbeite und zwar in einem städtischen Betrieb. Da hat es Leute welche über 20 Jahren eine relativ sichere und angenehme Stelle hatten und nach der Pensionierung über dies und das aus ihrer Arbeitswelt lästern. Frage mich dann immer, warum haben diese die Firma nicht vorher verlassen oder warum haben sie nicht vorher auf die "Probleme" aufmerksam gemacht? Aber eben vielfach wird auch auf hohem Niveau gejammert.

  • Erwin B am 13.07.2018 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Was soll dieses Aufheben über den Abgang eines höchst mittelmässigen Moderators? Er wird nicht mehr weiterbeschäftigt und tschüss....

  • Sulejka am 13.07.2018 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn 2 dasselbe tun ....

    Ja Reto Scherrer darf sagen was er will, er wird weder gerügt noch muss er sich nachträglich entschuldigen, würde Roman Kilchperger irgend eine giftige Bemerkung machen dann sähe es total anders aus, so nach dem Motto:" wenn 2 dasgleiche tun ist es noch lange nicht das selbe!" und genau das finde ich nicht korrekt.

    • Bruno am 13.07.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sulejka

      Kein Vergleich zu Kilchbergers Verhalten bei Music Star gegenüber Nina Havel vor laufender Kamera. Reto Scherrer war zynisch, aber kollegial.

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