Das Insta-Jahr mit Nickless

15. Dezember 2017 10:17; Akt: 15.12.2017 10:29 Print

«Es sah nach toten Hamsterbabys aus»

Dieses Jahr war es sehr ruhig um Nickless, der 2016 mit seiner ersten Single gleich einen Swiss Music Award abräumte. 20 Minuten hat den Zürcher gefragt, was er 2017 getrieben hat.

Der Zürcher Musiker Nickless performt seine neue Single «All My Life» mit der akustischen Gitarre. (Video: 20 Minuten)
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Bis auf ein paar Konzerte hat Nickless dieses Jahr nichts von sich hören lassen. Untätig war der Zürcher Musiker, der 2016 mit seiner Debütsingle «Waiting» den Swiss Music Award für den Best Hit abstaubte, deswegen aber nicht. Der 22-Jährige werkelte vor allem an seiner zweiten Platte und hat gerade deren ersten Vorboten «All My Life» veröffentlicht.

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Oben im Video gibt Nickless den Song auf der Akustik-Gitarre zum Besten. Und gleich hier unten erzählt er uns anhand seiner Instagram-Posts, womit er sich 2017 beschäftigt hat.


10. Februar. «Das war nach den Swiss Music Awards 2017 im Tibits, wo ich gern essen gehe. Da hatte ich noch lange Haare und ich weiss noch, wie sie mich gestresst haben, weil ich immer dachte, es sehe seltsam aus, wie sie mir ins Gesicht fallen. Im Gegensatz zu 2016 hatten wir diesmal keinen SMA gewonnen. Aber ich bin ein guter Verlierer, ballte also während dem Znacht nicht ständig die Faust und rief ‹Scheisse, scheisse!›»


11. März. «Dank eines befreundeten Architekten konnte ich mich dieses Jahr mehrmals in Häusern einnisten, die später abgebrochen wurden. Das Haus hier stand in Obermeilen, fast schon im Outback. Es war richtig urchig und hatte auch ein Cheminée – fürs perfekte Bild hätte da wohl nur noch das Gewehr gefehlt. Drinnen haben wir ein Studio aufgebaut und eine Menge Material aufgenommen. Neben den Haaren habe ich in dieser Zeit auch versucht, den Bart wachsen zu lassen – aber es sah mehr nach toten Hamsterbabys im Gesicht aus, da brauche ich wohl noch etwas Geduld.»


22. März. «Ich gehe oft im Wald wie hier auf dem Pfannenstiel joggen oder auf den Vitaparcours – als Ausgleich und um den Kopf zu lüften. Früher joggte ich viel mehr, wurde aber immer dünner, darum versuche ich jetzt, mit Freeletics ein bisschen Masse aufzubauen. Ich bin eher etwas zu leicht und wenn ich schnell aufstehe, wirds mir auch mal schwindlig. Aber keine Angst, ich mache jetzt nicht einen auf Bachelor.»


10. April. «Wir haben in Kringa, Kroatien, Ferien gemacht und eine Coiffeuse war dabei. Sie hatte sogar den Umhang dabei – sie meinte ständig, dass sie mir die Haare schneiden wolle. Als ich dann einwilligte, wollte ich es auch richtig inszeniert haben. So entstand dieses fast schon auf Hochglanzmagazin getrimmte Foto. Ich habe zuerst alle Haare auf der Seite schneiden lassen, so konnte ich sie oben noch zu einem Schwänzli zusammenbinden. Aber das sah so übel aus, dass wir dann den Rest auch noch abgeschnitten haben.»


7. Mai. «Das war vor einem Gig auf dem Titlis in Engelberg. Jeder von uns hat übrigens eigene Schlafgewohnheiten. Drummer Roberto schläft morgens am längsten, weil er am spätesten ins Bett geht. Am tiefsten schläft Gitarrist Franky. Den könntest du auf der Matratze ans Bellevue tragen und er würde nicht aufwachen. Bassist Marcel legt sich tagsüber recht oft hin und entspannt. Und ich schlafe eigentlich nie.»


15. Juni. «Ein geiles Bild für den Instagram-Feed, das braucht es manchmal. Die hippiemässigen Hosen passten zur blumigen Bühnendeko, die wir bisher dabeihatten. Das Bild ist auf einem Feldweg in der Region Uetikon/Meilen entstanden. Dort erledige ich gern spazierend Telefonate oder halte private und berufliche Meetings ab.»


26. August. «Das ist in Port Grimaud, vis-à-vis von Saint-Tropez. Freunde von uns haben dort ein Haus und wir haben Ferien gemacht. Für mich war das wichtig, weil ich länger keine richtigen Ferien gemacht oder überhaupt Freizeit hatte – darin bin ich nicht so gut. Ein Coiffeur beispielsweise hat die Haare fertig geschnitten, dann macht er Feierabend. Ich aber bin immer irgendwie am Musikmachen oder sonst etwas am Planen, schalte zu selten ab. Die Bootsprüfung habe ich übrigens noch nicht. Obwohl das tatsächlich mal was wäre, ich mag Seen und das Meer sehr.»


15. September. «Das ist das Pedal-Board von Gitarrist Franky. Das letzte Album war sehr poliert, eine aufgeräumte Pop-Produktion. Die zweite Platte ist rougher, weil ich mehr experimentiert und mir mehr Gedanken gemacht habe – sowohl beim Sound als auch beim Texten. Und unser Produzent ermutigte uns dazu, nicht alle Falten auszubügeln, echter zu klingen.»


17. Oktober. «Das ist in Flims, so in der Umgebung des Cauma- und Crestasees. Ich entdecke sehr gern neue Gegenden, möchte nach Norwegen, war in Island – aber merke immer wieder: Die Schweiz hat so viele schöne Ecken zu bieten und man denkt oft gar nicht daran. Plus: Man ist mega schnell dort, eine Stunde Fahrt von hier und schon ist man in den Bergen. Die Luft ist gut, die Leute sind entspannt, einfach toll.»


Nach der Akustik-Performance oben kommt hier das offizielle Musikvideo zu «All My Life». (Quelle: Youtube/Nickless)


Und mit diesem Song gewann Nickless 2016 seinen ersten SMA. (Quelle: Youtube/Nickless)

(shy)

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