Fabian Unteregger

15. Februar 2017 11:27; Akt: 15.02.2017 11:44 Print

«Publizieren und kuscheln wird schwierig»

Als praktizierender Arzt habe man die Wahl: Entweder eine Doktorarbeit publizieren oder sich daheim mit der Freundin vergnügen. Zum Glück für ihn praktiziert Unteregger nicht.

Der Komiker und studierte Arzt hat neu einen Doktortitel. 20 Minuten zeigt er, worin seine Forschung besteht. (Video: zVg)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Arzt zu werden hat Fabian Unteregger nicht gereicht. Der Komiker wollte doktorieren – und hat nun promoviert. «Ich war dreieinhalb Jahre dran», erzählt der 39-jährige Dr. med., «und habe nun einen ersten Teil der Forschungsergebnisse publiziert.» Den wissenschaftlichen Artikel hat der Zürcher als Dissertation eingereicht – wenn Sie wissen wollen, worum es geht, können Sie das hier in aller Kürze nachlesen.

Umfrage
Haben Sie auch einen Doktortitel?
18 %
16 %
4 %
11 %
51 %
Insgesamt 414 Teilnehmer

Unteregger übersetzt aus der Akademiker-Sprache ins Alltags-Deutsch: «Ich betreibe Grundlagenforschung zur Stimme. Wenn man beim Sprechen den Kehlkopf berührt, merkt man zwar, dass sich dieser bewegt, aber bis anhin wusste man nicht, welche Muskeln und Knorpel wann aktiv sind.» Und das hätten er und sein Team nun herausgefunden. Ein möglicher Nutzen dieser Erkenntnisse: «Das kann bei der Therapie von Kehlkopfkrankheiten helfen.»

Warum er nicht im Spital arbeitet

Die zeitintensive Forschung betreibt Unteregger neben seinem Hauptjob als Comedian – alleine 2016 hat er mit seinem Programm «Doktorspiele» (das nach eigener Aussage übrigens nicht von den Forschungsergebnissen profitiert) gemäss seiner Website 84 Auftritte auf Bühnen, im Fernsehen und im Radio absolviert. Dass er trotz diesem Engagement doktorieren konnte, liege an seiner guten Organisation. «Und dann braucht es noch einen Schuss Glück, damit es wirklich funktioniert», gibt er zu, «das ist wie bei Beat Feuz' Abfahrts-Gold

Würde er das Wissen seines abgeschlossenen Arztstudiums im Spital statt im Kabarett anwenden, hätte es für die Doktorarbeit vielleicht gar nicht gereicht. «Da bin ich privilegiert. Vielen Arztkollegen fehlt neben der Arbeit im Spital die Zeit für Forschung. Nach einem langen Arbeitstag in der Klinik noch publizieren und mit der Freundin kuscheln wird schwierig. Der Spitalarzt wird zu Hause entweder publizieren oder kuscheln», sagt er lachend.

Fabian Unteregger ist nach wie vor mit seinem Programm «Doktorspiele» auf Tour – alle Daten gibt es auf der offiziellen Website.


Das SRF, bei dem Unteregger eine eigene Sendung hat, widmete der Entstehung seiner Doktorarbeit einen eigenen «Dok». (Quelle: Youtube/SRF DOK)

(shy)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • David am 15.02.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    keine grosser Aufwand

    Hinzuzufügen wäre noch, dass medizinische Dissertationen meist relativ kurz sind und daher keinen besonderen grossen Aufwand erfordern. Viele machen das nur, weil Dr. med. einfach schöner aussieht als med. pract. ;-)

  • about am 15.02.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Ein Multitalent !! Gratulation!! Hätte gerne diese Energie die er hat...

  • Berner am 15.02.2017 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Super Typ

    Einer der wenigen echten Comedians im Lande! Trotz Doktortitel! :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • about am 15.02.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Ein Multitalent !! Gratulation!! Hätte gerne diese Energie die er hat...

  • Berner am 15.02.2017 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Super Typ

    Einer der wenigen echten Comedians im Lande! Trotz Doktortitel! :)

  • Martin am 15.02.2017 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht lustig

    Ich finde ihn so nicht lustig. Dass im Radio jeweils immer gesagt werden muss wenn er gerade imitiert zeugt von seinem Talent.

  • David am 15.02.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    keine grosser Aufwand

    Hinzuzufügen wäre noch, dass medizinische Dissertationen meist relativ kurz sind und daher keinen besonderen grossen Aufwand erfordern. Viele machen das nur, weil Dr. med. einfach schöner aussieht als med. pract. ;-)