Vujo im Interview

09. Mai 2014 20:07; Akt: 09.05.2014 20:07 Print

«Ich würde im Dschungel als Erster Sex haben»

Der Berner Musiker und Autor Kutti MC hat für 20 Minuten Friday den Ex-Bachelor Vujo Gavric interviewt. Kutti hatte viele Fragen – und Vujo auf alles eine Antwort.

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Kutti MC: Vujo, was wäre der letzte Satz, den du auf deiner Facebook-Site posten würdest, bevor du ins Dschungel­camp gehst?
Vujo: Schaut euch die Sendung unbedingt an! Ich werde der Erste sein, der Sex vor der Kamera hat.

Man könnte auch eine neue Sendung machen: «Supersex im Dschungel» – mit dir als Star.
Also wegen mir muss man nicht extra eine neue Sendung daraus machen. Aber ich wäre auf jeden Fall der Erste, der Sex im Dschungelcamp hat, so viel ist klar.

Würdest du einen Porno drehen?
Nein, nur schon wegen der Eltern nicht.

Kennst du Selbst­kritik?
Ja, vom Fuss­ball zum Beispiel.

Nur vom Fussball oder auch sonst im Leben?
Natürlich auch sonst. Ich hab mir auch schon gesagt: Ich Idiot, das hätt ich nie tun dürfen!

Beispiel?
Ich musste den Fahrausweis abgeben, weil ich an einem Montagabend betrunken durch Zürich gefahren bin. Ich wollte die 50 Stutz fürs Taxi sparen und habe damit das Leben anderer gefährdet. Da hab ich mir zwei, drei Wochen lang sehr viele Gedanken gemacht.

Du hast eingesehen, dass das dumm war?
Ja, es war der grösste Dreck, den ich machen konnte.

Hast du etwas zu verbergen?
Nein, die Nacktfotos sind ja alle schon aufgetaucht (lacht).

Aber es gibt doch bestimmt noch anderes. Du sagst nicht alles, was du denkst, oder?
Logisch. Aber das sind eben Geheimnisse, und die bleiben geheim. Ich lasse viele Menschen an mich ran, teile mit ihnen mein Leben. Aber oft ist das nicht mehr als Small­talk. Ich ver­suche einfach, immer nett zu sein.

Hältst du dich für einzigartig?
Ja. Jeder Mensch wird nur einmal geboren, jeder tickt anders. Das ist auch bei mir und meinem Zwillingsbruder so: Wir sind ähnlich, aber jeder hat seine Ecken und Kanten. Die Sprüche, die ich bei «Bachelor» gebracht habe, bringt kein Zweiter.

Glaubst du an die Liebe?
Ja, an die grosse. Aber nicht an die ewige.

Also kann es in einem Leben mehrere grosse Lieben geben?
Genau. Ich kann mir vorstellen, dass ich mich verliebe und denke: Das ist die Liebe meines Lebens. Aber auch, dass wir uns nach 15 Jahren trennen und ich mich neu verliebe.

Hattest du schon mal eine grosse Liebe? Oder waren das eher Affären?
Es waren Beziehungen, also mehr als Affären. Die ganz grosse Liebe war aber nicht dabei, nein.

Vermisst du etwas in deinem Leben?
Mein Grossmami. Sie ist im November gestorben. Sie hat mir immer gesagt: Egal, was für Blödsinn du machst, du bist mein Enkel, und ich werde dich immer lieben.

Was ist deine schönste Erinnerung an sie?
Sie hat oft eine serbische Spezialität gekocht, so Teigtaschen. Und wir Kinder haben ihr dabei geholfen und mit Mehl und Teig rumgeschmissen. Davon hab ich auch noch Fotos, das war lustig.

Wie siehst du dein Leben in 15 Jahren?
Dann habe ich sicher eine Frau.

Eine, die du im Fernsehen findest?
Wo ich sie kennenlerne, spielt keine Rolle. Hauptsache, sie ist verliebt wie ich und mag mich so, wie ich bin. Ich würde am liebsten weiter in Zürich leben, in einem kleinen Häuschen mit Garten, in dem die Kinder spielen. Das wäre mein Traum.

Und was wird dein Job sein?
Darüber mache ich mir keine konkreten Gedanken. Ich bin nicht einer, der sagt: In fünf Jahren muss ich das und das und das erreicht haben. Ich sehe mich zum Beispiel in der Immobilien-Branche, meine Eltern besitzen Immobilien. Oder im Nightlife. Ich könnte mir vorstellen, einen Club zu eröffnen. Ich habe da gute Connections.

Der neue Partykönig von Zürich?
Das bin ich doch jetzt schon!

Du bist in Verhand­lungen für eine neue TV-Show. Wie wird die aussehen?
Meine Idee ist, mich und meine Freunde permanent zu filmen. Wenn wir am Wochenende ausgehen, aber auch am Sonntag beim Fussballschauen und Chips-Essen. Meine Eltern werden vorkommen. Und es wird auch Streitereien geben, nicht immer nur den Rosenkavalier-Vujo. Eine Realityshow eben.

Wen soll das interessieren?
Die, die den «Bachelor» schon geschaut haben natürlich. Das waren ja viele! Es wäre die erste Reality­­soap der Schweiz, und ich glaube, es würde Jung und Alt interessieren zu sehen, wie der Rosen­kavalier im Alltag tickt. Mir sagen oft auch ältere Leute, ich hätte das gut gemacht und sei sympathisch rübergekommen.

Vielleicht solltest du in die Politik, wenn du junge und alte Leute ansprichst?
Ich glaube, ich wäre kein schlechter Politiker.

Wenn es nur noch einen Bundesrat gäbe, der allein die Macht hätte, und das wärst du: Was würdest du verändern?
Zuerst würde ich dafür sorgen, dass ich nicht der alleinige Herrscher bin. Das Volk müsste mit­entscheiden können. So viel Macht zu haben, ist nicht fair, nicht korrekt. Das macht keinen Sinn.

Interessierst du dich überhaupt für Politik?
Ja, aber eher für internationale. Ich verfolge, was gerade in der Ukraine passiert. Ich finde übrigens, wir leben hier im besten Land der Welt, alles läuft gut. Meiner Meinung nach ist es auch richtig, dass wir nicht in der EU sind und dass wir eine eigene Währung haben.

Hast du mit deinen Freunden die Massen­einwanderungsinitiative diskutiert? Das betrifft ja direkt auch Leute, die man kennt.
Absolut, das war ein Thema. Ich sehs so: Ich finds gut, wie abgestimmt worden ist. Ich verstehe auch nicht, warum das im Ausland so aufgeblasen worden ist. Wenn in Belgien oder Deutschland zu viele Ausländer einwandern, die vielleicht auch noch Mist bauen, dann regen die sich doch auch darüber auf.

Das Resultat war ja sehr knapp. Es hätte auch das Gegenteil rauskommen können.
Dann hätte ich auch gesagt: Die Mehrheit entscheidet letztlich.

Hat die Mehrheit immer recht?
Nein, natürlich nicht. Das sieht man ja nur schon bei «Wer wird Millionär?».

Oder in der Geschichte. Wenn man Geschichts­bücher anschaut. Liest du Bücher?
Ja, Biografien vor allem. Die von Dieter Bohlen hab ich gelesen. Zurzeit bin ich an der von Zlatan Ibrahimovic. Weltklasse! Ich finds spannend zu sehen, wie solche Menschen ticken, die aus einem armen Umfeld kommen und plötzlich Millionen verdienen.

Möchtest du unsterblich sein?
Manchmal denk ich, es wäre schön, 200 oder 300 Jahre zu leben. Zu sehen, wie sich die Welt verändert, wie meine Grosskinder aufwachsen und was für Kinder sie haben werden.

Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Nein. Wenn die Augen zu sind, ist der Zug abgefahren. Basta, aus. Aber wenn ich wiedergeboren würde, dann bitte als Löwe.

Als Löwe? Wo, im Zoo?
Nein in der freien Wildbahn. Lion King! Löwen haben einen Harem, schlafen den ganzen Tag, sehen gut aus und müssen nicht mal selber jagen. Perfekt.